(David Berger) Entsetzen bei den Katholiken in Österreich über ihre Hirten: Aus Misstrauen gegenüber den eigenen Gläubigen und um ihren 120 %-igen Gehorsam gegenüber der Staatsmacht zu zeigen, lassen der Wieder Kardinal Schönborn und einige Amtsbrüder die Gotteshäuser während der großen liturgischen Feierlichkeiten der drei heiligsten Tage des Kirchenjahres fest verschließen.

Durch den Amtsakt soll verhindert werden, dass sich nicht doch einige sehr katholische Gläubige zu dem Gottesdienst schleichen und daran teilnehmen. Die katholische Nachrichtenagentur kath.net schreibt dazu:

Priester unzufrieden mit Anordnung der Bischöfe

„In Österreich sorgt eine skandalöse Anordung der Bischöfe derzeit für gewaltiges Kopfschütteln bei Katholiken. Während die österreichische Regierung die Geschäfte unmittelbar nach Ostern wieder verstärkt aufsperren lassen wird, haben die Bischöfe darauf bis jetzt gar nicht reagiert und sind offensichtlich nicht bereit, das Aussperren der Gläubigen von den Heiligen Messen zu beenden.

Jetzt berichten Priester aus der Erzdiözese Wien gegenüber kath.net aber sogar, dass es von Kardinal Schönborn sogar die Anweisung gibt, zu Ostern die Kirchen explizit zuzusperren. Wie kath.net erfahren konnte, sind offensichtlich viele Priester unzufrieden mit den bischöflichen Anordnungen und haben kein Problem, wenn ein paar Gläubige in den Kirchen an den Liturgiefeiern teilnehmen.

Kath.net dazu:

„Mir reichts“

Ein katholischer Journalist dazu auf Facebook: „Mir reichts – war heute mit einem Priester mit dem Allerheiligsten in seiner Pfarre unterwegs und habe auch bereits gebeichtet! Jeder der sich zu sehr fürchtet, soll zu Hause bleiben aber ich lasse mich nicht entmündigen – viele Priester leiden enorm unter diesen dummen Vorgaben ihrer Oberen, die Gefahr laufen, ihre letzte Autorität zu verlieren.“

Eine ungeheure Not

Inzwischen gibt es auch eine Petition von Gläubigen, die sich an Sebastian Kurz richtet. In dem Petitionsschreiben heißt es:

„Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Sebastian Kurz, das Verbot von Gottesdiensten nimmt den Gläubigen ihr Grundnahrungsmittel oder Über-Lebensmittel. Gottesdienste sind kein „Luxus“ wie Fußballspiele, sondern dienen gläubig-menschlichem Grundbedürfnis, sind das Zentrum der Glaubenspraxis. Dies gilt insbesondere, aber sicher nicht nur, für Christen, die sogar nun am höchsten Fest Ostern -Fest des Siegs des lebendigen Gottes über Tod und Leid- nicht die Sakramente empfangen und als Gemeinde feiern können. Eine ungeheure Not. Ein Live-Stream-Gottesdienst stellt genausowenig eine wirkliche Alternative dar, wie ein Bildschirm-Kaminfeuer wärmt oder ein Foto eines Brotes satt macht. Das totale Verbot verletzt in unverhältnismäßiger Weise die Religionsfreiheit.“

Zugang zu Baumärkten, aber nicht zu Kirchen

Und weiter: „Ich bitte Sie daher dringend, sehr rasch, zumindest noch rechtzeitig vor Gründonnerstag, eine „schonende“ Lösung zu finden, die sowohl dem erforderlichen Gesundheitsschutz als auch der Religionsfreiheit genügt. So, wie z.B. der Zugang zu Lebensmittelmärkten oder ein Arztbesuch unter Beachtung seuchenhygenischer Maßnahmen ja auch möglich sind. Zumindest ab Gründonnerstag (Abend) muss dies doch möglich sein (zumal eh nur vier Tage später Lockerungen in Aussicht gestellt sind).“

Die Petition kann hier unterzeichnet werden: CITIZEN.ORG

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