(David Berger) Die letzten Tage haben viele tragische Seiten. Dass wir bemerken mussten, dass unsere Demokratie längst durch eine Art Demokratur ersetzt wurde, ist die vielleicht tragischste. Damit dies möglichst wenige Menschen bemerken, brauchen wir Ablenkung wie etwa das Wetter (Sturm!) oder emotionale Billigpropaganda für Menschen, die selbst den Wetterbericht nicht verstehen.

Unser Tweet des Tages kommt daher von Dieter Stein, dem bekannten Chefredakteur der „Jungen Freiheit“. Er schreibt:

„Während Antifa-Fußtruppen seiner Partei @dieLinke die Familie des geschäftsführenden Ministerpräsidenten bedrohen und angreifen, sorgt sich @bodoramelow lieber um „Hundi Attila“, der leidet, weil Herrchen nicht gewählt wurde. Noch immer keine Wort zur linken Gewalt!“

„Attila“ oder Antifa“?

Ob sich Ramelow hier verschrieben hat und statt „Attila“ eigentlich „Antifa“ schreiben wollte, ist noch unklar.

„Correktiv“ und Co werden das sicher in der für sie gewohnten Unnachgibigkeit, wenn es um Text aus der linken Ecke geht, prüfen. Und dann beweisen, dass Ramelow sehr wohl durch die Erwähnung der „Antifa“ Stellung zur linken Gewalt genommen hat. Wegen Fakenewsverbreitung werden die Tweets und Facebookpost von diesem Tag an dann in ihrer Reichweite beschränkt werden.

t-online: „Ramelow rührt mit Liebeserklärung auf Twitter“

Ganz anders die zukünftige Staatspresse. Die zeigt sich tief beeindruckt von solchen  Liebeserklärungen. t-Online etwa twittert: „Ramelow rührt mit Liebeserklärung auf Twitter“. Und ein Tweeter kommentiert: „Für mich war dies heute der schönste Tweet, der bei Twitter zu lesen war/ist. Bodo Ramelow zeigte wie wichtig es ist, auch in einer Krise, Mensch zu bleiben.“ – Soll nochmal einer sagen, die Menschen würden auf solch billige Nannymedien-Formen der Propaganda nicht mehr hereinfallen.

Schalten Sie auch morgen wieder ein, wenn es heißt: „So liebevoll pflegt Susanne Hennig-Wellsow ihren Rosenstock „Margot“.

Oder: „‚Depressionen! Joachim Sauer litt darunter, dass Merkel von AKK tyrannisiert wurde und nichts mehr zu sagen hatte.“

Die Liste wird von den Kommentatoren weitergeführt…

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