(David Berger) Auch in diesem Jahr gleichen die Weihnachtsmärkte in deutschen Städten mehr Hochsicherheitstrakten als dem, was wir einst unter einem Weihnachtsmarkt verstanden. In Essen hat man nun die „Merkelpoller“ als Weihnachtsbäume verkleidet. Ob das mehr weihnachtliche Atmosphäre aufkommen lässt?

„Alle Jahre wieder“ möchte man angesichts der Sicherheitsmaßnahmen auf den nun allüberall öffnenden Weihnachtsmärkten singen … Und bezüglich der Tatsache, dass diese in Deutschland zu Hochsicherheitstrakten ausgebaut werden, hat man sogar recht. Nicht zutreffend ist der Titel des schönen alten Weihnachtliedes allerdings bezüglich der Art, wie sie geschützt werden.

Wirkungslos und hässlich

Am Anfang waren da die berühmten Merkelpoller: ebenso wirkungslos wie ein echtes Bemühen unserer Regierung um die Sicherheit der Bürger bemerkbar wäre. Dann kamen aufwändigere Maßnahmen: zum ersten mal im vergangenen Jahr auf dem Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz.

Das ist dort so geblieben: eine für Berlin typische Form der Hässlichkeit, die verhindert, dass die Weihnachststimmung, die ohnehin dort kaum aufgekommen wäre, wenigstens in homöopathischer Dosis irgendwie gelingt.

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Besonders gruselig. Wintermarkt am Potsdamer Platz

Noch hässlicher und noch weniger wirkungsvoll geht’s da in Berlin nur noch am Wintermarkt am berühmten Potsdamer Platz

Kunst in Essen

Mut zu schickem Design zeigt man dagegen in Essen. Dort hat man die Merkelpoller als Tannenbäume verkleidet (Foto (c) Screenshot WDR):

Vermutlich ließe sich aber auch hier der berühmte Pater Brown Chestertons zu seinem Lieblingssatz hinreißen: „Schön hässlich habt ihr es hier“.

Prag zeigt, dass es auch anders geht

Und für alle, die jetzt stöhnen, dass es halt nicht mehr anders geht, hier die ersten Bilder vom Weihnachtsmarkt in Prag am Náměstí Míru, die für uns ein freundschaftlich verbundener Bloggerkollege (• Frank Helbig) aus Prag gemacht hat:

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Keine Merkelpoller, keine schwer bewaffnete Polizei, keinen Tannebäume aus Beton … Woher das wohl kommt?

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