(David Berger) An dem Multi-Kulti-Brennpunkt U-Bahnhof Kottbusser Tor in Berlin-Kreuzberg wurde vergangene Nacht ein Mann von einer Männergruppe vor die einfahrende U-Bahn gestoßen, überrollt und getötet.

Update 30.10.19 12.50: Dem „Berliner Kurier“ liegen neue Informationen zu dem Vorfall vor: „Nach Informationen aus Ermittlerkreisen handelt es sich um einen 22-jährigen Iraner, der vor eine einfahrende U-Bahn gestoßen wurde. Zeugen zufolge wollten kurz vor Mitternacht zwei Männer „südländischen Phänotyps“ einen Rollstuhlfahrer berauben. Der 22-Jährige, der in Begleitung des Rollstuhlfahrers war, ging dazwischen. Daraufhin griffen die beiden Täter den jungen Mann massiv an. Als der U-Bahn-Zug einfuhr, stießen sie ihn davor. Er geriet zwischen den Zug und die Bahnsteigkante.“

Ein heldenhafter Iraner und Männer „südländischen Phänotyps“

Ähnlich auch die „Berliner Zeitung“: „Zeugen zufolge wollten kurz vor Mitternacht zwei Männer „südländischen Phänotyps“ einen Rollstuhlfahrer berauben. Der 22-Jährige, der in Begleitung des Rollstuhlfahrers war, ging dazwischen. Daraufhin griffen die beiden Täter den jungen Mann massiv an. Als der U-Bahn-Zug in Richtung Hermannstraße einfuhr, stießen sie ihn davor. Er geriet zwischen den Zug und die Bahnsteigkante.“

Angesichts des vorbildlichen Verhaltens, des jungen Iraners, der dieses mit seinem Leben bezahlte, ist es geradezu ein Skandal, das der immer mehr rechtsextrem wegkippende Blog PI-News das Opfer als „Junkie“ beschimpft und in Neo-Nazi-Manier den „Liberalismus“ für das Geschehen verantwortlich macht. Schämt euch!

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Ursprünglicher Bericht von PP:

Der Reanimierungsversuche der Feuerwehr blieben erfolglos. Die Polizei bestätigte der BZ, dass es am genannten U-Bahnhof eine „Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen“ gegeben habe. Auf Twitter schreibt die Pressestelle: „Bei einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen wurde heute Nacht ein Mann im U-Bhf. Kottbusser Tor vor einen einfahrenden Zug gestoßen und kam ums Leben. Die 4. Mordkommission unseres LKA hat die Ermittungen aufgenommen.“

Ob der Getötete gezielt vor die U-Bahn gestoßen wurde, sei noch unklar, der Täter ist flüchtlig, man warte auf die Auswertung der Aufzeichnungen der Überwachungskameras.

Zur Identität von Opfer und Tätern bzw. der Gruppe macht die Polizei bislang keine Informationen. Die Gegend am Kottbusser Tor gilt aber als Problemzone, die von Drogenhandel geprägt ist.

In den sozialen Netzwerken wünschen sich viele nun eine rasche Suche nach den Tätern, bei der die Polizei die Bilder der Überwachungskameras nutzen soll: „Ich hoffe, die Polizei macht jetzt gleich ne Suche in der Öffentlichkeit. Sie können ja die Überwachungsvideos nutzen. Sowas muss so schnell wie möglich weggesperrt werden!“ Andere haben allerdings wenig Hoffnung, dass dies in Berlin tatsächlich geschehen wird. Einem Kommentator bleibt da nur noch Ironie: „Tipp – Im Juni 2020 die Videoaufzeichnung sichten. Im Oktober 2020 feststellen, dass die Aufnahmen zu unscharf sind, im Dezember 2020 Fahndungsfotos veröffentlichen.“

Mehr Kommentare zu der Polizeimeldung finden Sie hier:

Sobald uns weitere Informationen vorliegen, aktualisieren wir den Beitrag!

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