(David Berger) Heute Vormittag berichteten wir über das Verbot des „Wahlhelfers“ in Thüringen. Im Mittelpunkt der vorangegangenen Berichterstattung der Mainstreamedien standen dabei die beiden Herausgeber Hanno Vollenweider und Vera Lengsfeld. Da Vollenweider für die Medien nicht greifbar ist, stürzten sie sich vor allem auf Vera Lengsfeld. Dabei kam es in der Sendung „Kontraste“ zu der Tatsache, dass Lengsfeld zu der Frage Stellung nehmen sollte, ob Vollenweider ein Pseudonym ist oder nicht. Genüsslich verbreitete man daraufhin die Tatsache, dass sie am Interviewtag diese Behauptung noch dementiert und am Tag danach aber zugestanden hatte.

Zur Sendung geht es hier: ARD – Kontraste

Nun hat Vera Lengsfeld, die ich als durch und durch integere Publizistin und Politikerin kennenlernen durfte (was bei letzteren eine große Seltenheit ist) zu diesem Faux pas Stellung:

(Vera Lengsfel) Am Donnerstagabend lieferte Kontraste den dritten Aufguss der gleichen Fake News. Nichts als unbewiesene Behauptungen, geschickt in einer Form präsentiert, die gerichtlich nicht angreifbar ist, weil sie als Meinungsäußerung, nicht als Tatsachenbehauptung, gewertet werden würden.

Ich müsste hier wiederholen, was ich schon zu Frontal 21 und Correctiv gesagt habe, das kann aber jeder, der es möchte, hier nachlesen.

Verhör-Stress

Ich habe den Fehler gemacht, der mir von Markus Pohl von Kontraste gemachten Versicherung zu glauben, er würde mir, wenn ich ihm ein Interview gewährte, nur Fragen zum Wahlhelfer stellen. Kaum stand ich vor der Kamera fragte er mich überwiegend zu Personen, von denen er bereits wusste (denn er hatte meine Beiträge dazu gelesen), die nichts mit unserem Projekt zu tun hatten. Ab dieser Stelle war es kein Interview mehr, sondern ein Verhör vor laufender Kamera. In dieser Verhörsituation kam die Frage, ob ich wüsste, dass Hanno Vollenweider, mein Mitstreiter beim Wahlhelfer, Träger eines Pseudonyms sei. Ich antwortete, ich wüsste es nicht. Kurz nachdem der Verhör-Stress abgeklungen war, erinnerte ich mich, dass ich es sehr wohl wusste.

Ich informierte Herrn Pohl unverzüglich, verwies auf meine Rezension von Vollenweiders Buch Bankster, die ich vor Jahren auf meinem Blog veröffentlicht hatte, in dem steht, dass Hanno wegen seiner brisanten Enthüllungen internationaler Geldwäschegeschäfte seine wahre Identität verschleiern musste. Übrigens hatte etwa ein Dutzend Verlage wegen der hohen Brisanz der Enthüllungen, die Publikation abgelehnt. Aus dem mutigen Kämpfer gegen schmutzige Bankpraktiken machten die Frontal 21, Kontraste, Correctiv&Co einen dubiosen Mister X, von dem nahegelegt, nicht bewiesen (!) wird, dass er für die angeblich undurchsichtige Finanzierung des Wahlhelfers verantwortlich sei.

„Fairness war gestern“

Ein fairer Journalist hätte meine Korrektur akzeptiert und auf die Ausstrahlung eines Irrtums verzichtet. Aber Fairness war gestern. Heute wird kein Pardon mehr gegeben. Journalisten, die so arbeiten, sollte sich nicht wundern, wenn sie immer weniger Interview-Partner bekommen.

Übrigens sind wir keine Partei, sondern eine freie Initiative, die ihre Unterstützer nicht öffentlich machen muss. Wir werden das auch auf keinen Fall tun, weil wir nicht wollen, dass sie wie wir angeprangert, denunziert und ins soziale Abseits gedrängt werden.

Ich glaube keinem der Macher der drei genannten Formate und denen, die ihre Mutmaßungen weiter verbreitet haben, dass sie wirklich überzeugt sind, es könnte sich um verdeckte Wahlkampfhilfe für die AfD handeln, denn sie konnten die deutliche Höcke-Kritik ja nicht übersehen.

Druckerei des Wahlhelfers gezeigt

Es geht anscheinend inzwischen darum, jede Initiative, die der linken Meinungsmache widerspricht, zu desavouieren. Die Mittel dafür scheinen egal zu sein. Da hat Frontal 21 die Druckerei des Wahlhelfers im Bild gezeigt. Soll wohl heißen, druckt keine Schriften Andersdenkender, wenn ihr nicht an den Pranger gestellt werden wollt.

In der DDR hatte Stefan Heym in seiner Schmähschrift, die eine versteckte Kritik an der DDR-Meinungsdiktatur war, beschrieben, wie die königlichen Häscher gegen den Drucker, der von Jonathan Swifts Schmähschrift die Abweichler vorgingen, um den Autor mundtot zu machen. Als ich das Buch damals las, konnte ich nicht ahnen, dass ich Ähnliches im besten Deutschland, das wir je hatten, erleben würde.“

– soweit Vera Lengsfeld (Quelle).

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