Auch wenn ich Höckes Politikstil und manche seiner Aussagen nicht schätze: Mit diesem Interview hat das ZDF sich keinen Gefallen getan. Höckes Analyse im zweiten Teil des Gesprächs trifft zu 100%. Es ging ausschließlich um das Schüren von Ressentiments gegen die AfD und die individuelle Diskreditierung des thüringischen Landesvorsitzenden. Ein Gastbeitrag von Michael van Laack

Dass das ZDF sich nun auch noch zur Veröffentlichung entschieden hat, zeigt nicht nur die Arroganz der Macht der staatstragenden Medien, sondern auch, dass sie Höckes Kritik nicht verstanden haben.

Letztendlich demaskieren sie sich dadurch selbst! Was zur Verteidigung gedacht gewesen sein mag (oder um Höcke ein weiteres Mal bloßzustellen), wird ihn – und diesmal berechtigt – in der Opferrolle stärken.

Schaut nochmal ins Framing-Handbuch!

Ich hoffe nicht, dass irgendjemand in der ZDF heute-Redaktion glaubt, mit diesem Video irgendeinen Wähler davon abbringen zu können, die AfD in Thüringen zu wählen. Im Gegenteil: Sie haben einen Solidaritäts-Effekt erzielt – Framing: Sechs, Setzen!

Gern wüsste ich: Welcher Depp beim ZDF glaubte, mit der Veröffentlichung des Höcke-Interviews irgendetwas Positives im Sinn der Medien oder der Altparteien bewirken zu können und hat deshalb Entsprechendes auf der Website und den anderen Medien angeordnet?

Höcke hat zwar nur selten mein Mitgefühl, hier aber vollkommen! Und nicht nur mein Mitgefühl: Er und auch sein Referent haben die Lage vollständig richtig bewertet!

Hexenhammer 2.0

Der Vorgang zeigt aber auch sehr klar: Die Zeiten da Journalisten objektiv und so weit als möglich neutral Bericht erstatteten und Interviews führten, gehören in der Ära Merkel der Vergangenheit an. Deutschland ist auf dem Weg in eine politische Religion. Wer deren Dogmen nicht glaubt, wer sich nicht der polit-theologischen Sprache bedient, wer Begriffe wählt, die diese Religion in Frage stellen, wird als Ketzer auf dem virtuellen Scheiterhaufen verbrannt.

Die Henker erwarten vom jeweiligen Delinquenten mittlerweile sogar, dass er vor der Hinrichtung ein Geständnis ablegt. Wie einst in den Hexenprozessen. Damals konnten die Richter sich anschließend beruhigt zu Bett legen, denn sie hatten ja über eine Schuldige das Gottesurteil gesprochen. Heute beruhigen die Journalisten sich damit, dass der Schuldige sie aus ihrer Sicht nicht widerlegen konnte, bevor sie ihn brennen ließen!

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