(David Berger) Marcel Goldhammer ist nicht nur durch Film und TV bekannt, sondern auch den Lesern von „Philosophia Perennis“ und der „Jungen Freiheit“ kein Unbekannter. Was ihm gestern nach einem Besuch bei seiner Großmutter (Foto l.) vor dem Bahnhof von Neustadt an der Weinstraße passierte, ist schockierend. Er schildert es heute auf seinem Facebookprofil. Wir dokumentieren hier seinen Bericht:

„Ich verbrachte den späten Sonntagabend bei der Polizei, anstatt zu Besuch bei meiner Großmutter.

Brutaler Würgeangriff durch Taxifahrer

Er würgte mich brutal, bis mir fast schwarz vor Augen wurde

Ein Taxifahrer, ein Mann „südländischer Herkunft“, sprang aus seinem Wagen und würgte mich in aller Öffentlichkeit, nachdem ich meinte, ich wolle mich bei der Taxizentrale über ihn beschweren, da er trotz anderer Angaben (Kreditkartenlogo-Sticker am Autofenster) keine Kreditkarte, sondern nur Bargeld wollte.

Ich fotografierte lediglich sein Autokennzeichen, um später Beschwerde bei der Taxizentrale einzureichen und plötzlich sprang er auf mich zu und würgte mich brutal, bis mir fast schwarz vor Augen wurde. Ich konnte mich gerade noch mit einem simplen aber effektiven Krav-Maga-Griff befreien.

Ich schrie laut um Hilfe auf dem Bahnhofsvorplatz, aber Zivilcourage (vor allem bei Angriffen „südländisch“ aussehender Männer) ist wohl leider keine Stärke hierzulande, im Gegensatz zu „Toleranz“ gegenüber Gewalttätern.

Ich schlug ihn in die Flucht. Er fuhr flott davon und glücklicherweise konnte ich ihn und seine Flucht noch kurz filmen.

Zeugen in Angst vor Clans

„Näh näh, um Himmels Wille, mit denne Clans leh isch misch nätt oh.“

Von den vielen umherstehenden Zeugen, die nach dem Gaffen schnell von dannen zogen, wollte mir nur ein junger Mann seine Kontaktdaten geben. Eine nette ältere Dame, ebenfalls Taxifahrerin, empfahl mir sofort zur Bundespolizei am Hauptbahnhof zu gehen (Foto: Marcel Goldhammer stellt Anzeige bei der Polizei)

Auf die Nachfrage, ob sie mir als Zeugin ihre Nummer geben wolle, wiegelte sie schnell und ängstlich ab auf Pfälzisch: „Näh näh, um Himmels Wille, mit denne Clans leh isch misch nätt oh.“ Hochdeutsch: Nein nein, um Himmels Willen, mit diesen Clans leg ich mich nicht an)

Nun bereiste ich schon ziemlich genau 50 Länder auf der ganzen Welt,  ich fuhr schon mit Taxis in Ägypten, China, Marokko, Israel, Jordanien… nicht immer ohne Diskussion oder Probleme…aber sowas habe ich noch nicht erlebt!

Normal im Land, das einmal meine Heimat war?

Das es mit der Zeit immer mehr und mehr und noch schlimmere Gewalttäter gibt, ist mir bewusst, aber dass wir uns untereinander nicht helfen, nicht verteidigen und uns wegducken – das ist das wahre Drama. Wenn einer eine Reise (nach Deutschland) tut, dann kann er was erleben… So ist es jetzt im Land, das meine Heimat war.“

Soweit der Bericht Goldhammers auf Facebook. Die von Goldhammer gestellte Anzeige und weitere Unterlagen liegen uns bei PP vor.

Deutscher und israelischer Staatsbürger

Marcel Goldhammer wurde in Deutschland geboren und im Säuglingsalter bei der kirchlichen Trauung seiner Eltern evangelisch getauft. Er ging in Brandenburg zur Waldorfschule, konvertierte 2006 zum Judentum und wanderte nach wilden Jahren als Schauspieler, Model und Teilzeit-Student in Berlin, Tokio und Peking 2013 nach Israel aus.

Er ist deutscher und israelischer Staatsbürger und absolvierte seinen Pflicht-Wehrdienst bei der Israelischen Armee in der internationalen Pressestelle (IDF Spokesperson’s Unit) in Jerusalem.

Goldhammer ist Mitglied der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, der CDU und der Jungen Union. Im Jahr 2018 gewann er den 2. Platz im Jungautoren-Wettbewerb der JUNGEN FREIHEIT. Hier hat er erst vor Kurzem über sein Leben bei PP berichtet.

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