(Holger Prade) Bin mitten in der blanken Umweltsünde gelandet, im tschech. Nationalpark Soos, wo das CO2 aus sogenannten Mofetten aus dem Boden strömt. Wie konnten die alten weißen Männer nur nachvulkanische Landschaften zulassen? Bin klimatechnisch sofort aufgewacht!!

Habe mitten auf der Straße meinen neuen Diesel abgestellt und schiebe ihn jetzt mit meiner Familie aus diesem Gebiet heraus; direkt zum nächsten Händler, der ihn gen Osten verbringt. Dauert ein paar Tage, die Aktion, aber wenn man die Welt retten kann…

Wir legen ab jetzt im Haushalt jeden Tag für mehrere Stunden einen Klimastreik ein – haben wir beschlossen – und überlegen, ob wir unsere CO2 belastete Atemluft absaugen können.

Wenn der in Tunesien montierte Geschirrspüler mit der Wäsche aus Indien und Asien dann nachts doch noch läuft, hängen wir Plakate auf : „Gegen Kapitalismus und für sozialist. Globalismus“ oder „Kein future wegen Haushalt“ oder „Zukunft ohne CO2 – unsere Pflanzen werden es uns danken“ oder „Hab Wut wegen dem armen Knut“.

Werde zusätzlich für das Klima mit Frau und Kindern mehrfach täglich vegan um unsere Mülleimer hüpfen (so wie die Klimakinder), am besten während der Schul- und Arbeitszeit.
Meinen Kindern habe ich strengstens verboten, freitags zur Schule zu gehen. Wenn die Lehrer sich beschweren, werden sie mich kennenlernen, diese Anti-Klima-Nerds.
Mein Gehalt gebe ich zu 50% meinem Nachbarn, um auf diese Art viel mehr für die Umwelt zu tun als bisher, wie das der europäische CO2-Derivatenhandel auch tut.
Habe Greta angeschrieben, ob sie uns für unseren Klimaschrein eine Plastik von sich schicken kann. Jeder braucht etwas oder jemand zur Identifikation.

Wollte auch wissen, was man tun muss, um Unterführer bei ihr werden zu können. Ob es eine Kopfgeldprämie für Klimanormalisten gibt und ob man dafür seinen/ihren Scalp (deutsch = Kopfschwarte) abgeben muss. Habe aber noch keine Antwort erhalten. Werdenoch etwas warten und dann demnächst den Papst anschreiben, ob er sich für uns bei ihr verwenden kann, wenn sie ihn das nächste Mal empfängt.
Da ich noch kein eigenes Windrad im Garten habe, werde ich die Insekten eben selbst fangen und überall die alten herkömmlichen Klebestreifen und Verbrutzelungsfallen aufstellen. Dann ist der Säuberungsaufwand der Windräder geringer und der Leistungsverlust durch aufgeklatschtes Insektenzeugs geringer.
Bäume kann man für Zufahrten ubd zukpnfzige Standorte auch schon vorbeugend roden, um Platz für sie zu schaffen.

Nur gemeinsam drängen wir die Natur zurück, können nicht verwendbare umweltschädliche E-Autos einführen und und uns beim Flug auf die Urlaubsinsel per Handy vernetzen, um die nächsten müllbergproduzierenden Klimarettungsaktionen zu überlegen. Dann fühlen wir uns gut, haben einen gemeinsamen Schuldigen und brauchen uns über die wahren Probleme keine Gedanken zu machen. Wer nicht nachdenkt, lebt friedlicher. Warum habe ich das nicht früher erkannt? Früher diskutierten wenige über den besten Weg. Heute kennen ihn alle. Das nenne ich wahren Fortschritt.

Vorwärts! Mir nach! Die Schuldigengeneration (also meine Altersgruppe) steht am Rande des Abgrundes, nur die Jungen bringen uns einen Schritt weiter. Moment mal:
Wie ging der Spruch der letzten Sozialistendiktatur gleich?
„Für Klima, Gleichheit, Dummheit! Seid bereit!“
Und alle antworteten täglich:
„Immer Bereit!“
Oder so ähnlich.
So und tschüss jetzt!

(Privater Nachtrag: Ich gehe jetzt Vögel schreddern und Flächen versiegeln, um die Grünen und die anderen Klimaeuphoriker zu erfreuen. Werde mich doch nicht gegen diesen ganzen Irrsinn stellen!  Mitlaufen habe ich in der DDR doch gelernt, und zu irgendwas muss meine Ostvergangenheit doch gut sein.)