(David Berger) Wieder einmal kämpft die WerteUnion mit dem Dilemma, Mitglied der Union zu und zugleich konservativ sein zu wollen. Das wird an den nun geäußerten, sich widersprechenden Statements von Hans-Georg Maaßen und Alexander Mitsch überdeutlich.

Erst gestern wurde bekannt, dass Ralf Höcker zum neuen Pressesprecher der WerteUnion ernannt wurde. Und schon scheint ihm Arbeit ins Haus zu segeln:

Ebenfalls gestern meldeten die Medien nämlich, dass der neue Vorzeige-WerteUnionler Hans-Georg Maaßen eine Koaliton der Union mit der AfD für möglich hält. So meldete n.tv:

Maaßen hält CDU-AfD-Koalition für möglich

„Der frühere Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen schließt eine Zusammenarbeit von CDU und AfD in den ostdeutschen Bundesländern perspektivisch nicht aus. „Ich glaube, in der jetzigen Situation werden wir es auch ausschließen, dass es zu einer derartigen Koalition kommt, aber man weiß nie“, sagte das CDU-Mitglied Maaßen im Deutschlandfunk. Ziel sei es, dass die CDU bei den Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen im Herbst stärkste Partei werde. Er könne sich durchaus vorstellen, dass das erreichbar sei.“

Damit hatte Maaßen es gewagt, ein Tabuthema in der Union anzusprechen, bei dem jeder, der es auch nur geringfügig wagt, vom Merkelkurs abzuweichen, mit dem Anathema belegt wird. Die Mainstreammedien versuchten deshalb in der letzten Zeit immer wieder eine Nähe zwischen der AfD und der WerteUnion zu konstruieren.

Der Bundesvorsitzende der WerteUnion widerspricht Maßen

Wenige Stunden später meldete sich dann Alexander Mitsch, der Bundesvorsitzende der WerteUnion, zu Wort und kassierte das von Maaßen angedachte gleich wieder: Die Wertunion sei europafreundlich, wirtschaftsliberal und dem christlichen Menschenbild verpflichtet.

Alleine deshalb komme für seine Partei eine Koalition mit der AfD genauso wenig infrage wie mit der umbenannten SED, der Linkspartei.

Will die WerteUnion lieber eine Koalition aus Union und Grünen?

Die Reaktionen auf die Äußerungen Mitschs fallen überwiegend ablehnende aus. So bemerkt ein Twitter-User: „Wenn Sie diese Maßstäbe ernsthaft anlegen, dann fällt mindestens noch ein Bündnis mit der SPD und den Grünen weg, da definitiv nicht wirtschaftsliberal und mäßig an der Erhaltung der christlichen Kultur interessiert. Wird eine schwierige Mehrheitsfindung für die WerteUnion.“

Und ein anderer: „Bei der AfD kann ich Ihnen nicht zustimmen. Diese ist ebenfalls liberal und dem christlichen, abendländischen Menschenbild verpflichtet. Europa verwechseln Sie mit der EU, ein großer Unterschied. Vergessen Sie bitte nicht, sich von dem „Antifa“-Teil der SPD abzugrenzen.“

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