(David Berger) Am Wochendende trafen sich Mitglieder des rechten Flügels der AfD in Greding. Dabei kam es zu einigen Vorkommnissen, die spätestens seit heute durch die Medien gehen. Nun hat der Bundesvorstand Stellung zur Forderung nach Abschaffung der sog. Unvereinbarkeitsliste genommen.

Nicht nur dass man u.a. die erste Strophe des Deutschlandliedes sang, sondern ein Benjamin Nolte (nicht zu verwechseln mit dem Jan Nolte, der für die AfD im Bundestag sitzt) forderte, auch die Unvereinbarkeitsliste der AfD, die zum Beispiel jede Zusammenarbeit mit der NPD ausschließt, abzuschaffen bzw. die Liste auf den „Müllhaufen der Parteigeschichte“ zu werfen, machte Furore.

Inzwischen mehren sich die über diese Vorfälle ungehaltenen bis schockierten Stimmen in der AfD. Eine klare Ansage gegenüber „Philosophia Perennis“ machte Prof. Jörg Meuthen heute Mittag für den Bundesvorstand der AfD:

„Der Bundesvorstand hält uneingeschränkt an der Unvereinbarkeitsliste fest. Eine Abschaffung wird es nicht geben.“

Nicht verboten, aber sehr unklug

Selbst Sympathisanten des Flügels und ein Teilnehmer der Veranstaltung in Greding äußerten sich klar verärgert über das in Greding Vorgefallene. Am liebsten hätte er der Bühne „den Strom abgedreht, als man die erste Strophe des Deutschlandliedes sang“, so der Teilnehmer.

Verboten sei das nicht, aber dennoch im höchsten Maße unklug und eigentlich lächerliches Theater. Selbst Höcke habe bei diesem Anlass betreten und peinlich berührt auf den Boden geschaut, so der Teilnehmer weiter.

Mainstreammedien machen Flügel stärker als er ist

Aus der AfD hört man weiterhin Stimmen, die immer wieder betonen, dass es sich bei dem Treffen in Greding keinesfalls um eine offizielle Veranstaltung der AfD gehandelt habe. Deshalb wollte man ursprünglich von Seiten des Bundesvorstandes dazu auch nicht Stellung nehmen.

(Foto: Prof. Jörg Meuthen mit Dr. David Berger)

Hinzukomme, dass der rechte Flügel sowohl bei den Parlamentariern wie auch bei den Mitglieder und Wählern der Partei höchstens 20 % innerhalb der Gesamtpartei ausmache.

Ein kleiner, aber durch die Mainstreammedien – nicht ganz ohne Absicht – lautstark gemachter Teil der AfD.

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