(David Berger) Gestern kam es vor einer Veranstaltung der immer umstrittener agierenden Amadeu Antonio Stiftung in Berlin zum Eklat: Die reichlich mit Steuergeldern finanzierte Stiftung, der eine ehemalige Stasi-Mitarbeiterin vorsteht, griff DDR-Forscher als „rechts“ an, sperrt sie und Journalisten von der Veranstaltung aus. Dialog? Fehlanzeige!

Zu einer Tagung, die nachweisen sollte, dass die wissenschaftliche DDR-Forschung von „Rechten“ unterwandert ist, lud die Amadeu Antonio Stiftung gestern unter dem Titel: „Der rechte Rand der DDR-Aufarbeitung“ ein.

Nur ausgewählte Kahanefans zugelassen?

Bereits im Vorfeld hatte es Kritik an der Veranstaltung gegeben, da die Stiftung zwar reichlich aus Steuergeldern finanziert wird (2017: 661.508,57 Euro), aber nicht allen interessierten Steuerzahlern einen Zutritt zu der Tagung ermöglichte. Der Eindruck entstand, dass nur ausgewählten Interessenten Zugang zu der Veranstaltung ermöglicht wurde.

Besonders Opfer des DDR-Regimes beklagten, dass man ihnen – als den Betroffenen – den Zugang mit fadenscheinigen Argumenten verweigerte. Gestern nun kam es zum Eklat, als auch dem Journalisten Tomas Kittan der Zutritt verweigert wurde.

„Stiftungsvorsitzende Anetta Kahane hielt die Türen zu“

Die BZ berichtet vom Ort des Geschehens: „Aufgebrachte ehemalige Bürgerrechtler der DDR und Verfolgte des SED-Regimes demonstrierten vor dem Eingang der Stiftung in der Novalisstraße 12. Die Polizei wurde gerufen. Es half alles nichts. Die Stiftungsvorsitzende Anetta Kahane hielt die Türen zu.

Durfte sie die Journalisten aussperren? Das ist die Frage, denn der Senat finanzierte den „Fachworkshop“ über die Landeszentrale für politische Bildung mit 4900 Euro als öffentliche Veranstaltung.“

Gunnar Schupelius: Keine Steuergelder mehr für die Amadeu Antonio Stiftung!

Spätestens jetzt erkennt auch der letzte, dass es dringend Zeit ist, dass der Staat die Konsequenzen zieht. Nach den freien Medien fordert nun auch der bekannte Journalist Gunnar Schupelius in der BZ, die Staatsfinanzierung für die Stiftung komplett einzustellen.

Das sei auch aufgrund älterer Vorfälle längst überfällig: „Denn die Antonio-Stiftung ist schon in der Vergangenheit durch merkwürdige Methoden aufgefallen. Zuletzt machte sie durch eine Broschüre für Kindergärten von sich reden, Titel: „Ene, mene, muh – und raus bist du!“ … Seit 2016 ermuntert die Stiftung dazu, „rassistische“ Äußerungen im Internet aufzuspüren und zu melden. In einer „Handlungsempfehlung“ heißt es: „Meldungen werden immer vertraulich behandelt. Die gemeldete Person wird nie erfahren, wer sie gemeldet hat.“

Der Fall Hubertus Knabe

Eine unrühmliche Rolle habe die Stiftung auch bei der Entlassung des Leiters der Stasi-Gedenkstätte Hohenschönhausen, Hubertus Knabe, im September 2018 gespielt.

Und auch die problematische Vergangenheit der Stiftungsvorsitzenden Anetta Kahane erwähnt Schupelius: Sie „war in ihren Jugendjahren für die DDR-Staatssicherheit tätig. Auch wer sie darauf heute nicht mehr festnageln möchte, darf erwarten, dass sie mit ihrem Urteil über anderer Leute Meinungen etwas vorsichtiger ist.“

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