(David Berger) Mut ist nicht unbedingt die Kardinalstugend, die CDU-Politiker auszeichnet. Taucht dann doch einmal einer auf, wird das zu Schlagzeile. Wie etwa Eugen Abler, der in seiner Rede auf dem CDU-Bundesparteitag ganz klar sagte: „Der Migrationspakt ist Landesverrat!“

Abler sprach über die Selbstzerstörung der CDU im System Merkel durch eine extreme Verlinkung der Partei. Kritisierte die inkonsequente Haltung der Union zum Lebensschutz.

Migrationspakt ist trojanisches Pferd

Der Migrationspakt sei und durch falsche Aussagen schmackhaft gemacht worden, aus seiner angeblichen Unverbindlichkeit werde schnell Verbindlichkeit gemacht werden. Er sei ein trojanisches Pferd, das illegaler Migration Tür und Tor öffne. Dass Merkel zugleich behaupte, sie wolle illegale Migration verhindern, sei abstrus. Eine Unterschrift unter den Pakt sei Landesverrat – so Eugen Abler, der nach wie vor trotzdem Mitglied in der Union ist.

Und das Plenum zeigte, was es von Ablers Rede hält: Friedrich Merz machte Selfies mit anderen Parteimitgliedern, andere drückten auf ihren Handys herum oder lasen Zeitung, wieder andere aßen, liefen im Saal herum, standen in Gruppen mit dem Rücken zum Redner oder hatten den Saal ganz verlassen. Ein paar Zwischenpfiffe aus dem Hintergrund waren zu hören, als es um den Migrationspakt ging und obwohl die Schlussworte versöhnlich waren gab es keinen Applaus.

Wer jetzt noch in der CDU bleibt, macht sich mitschuldig

Jetzt muss sich jeder Nicht-Linke fragen, warum er noch in der CDU ist. Mich überzeugen nach all dem Vorgefallenen nur noch zwei Antworten:

Weil er sich ganz persönliche Vorteile (Karriere, finanziell etc.) verspricht oder weil er ein extremer Masochist ist.

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