(David Berger) Selbst die inzwischen weitgehend gleichgeschaltete Tageszeitung „Welt“ macht sich nun über die Anbiederung auch katholischer Kirchenfürsten an Linksradikale lustig. Mit der Headline „Feine Sahne Fischfilet gibt Weihnachtskonzert im Kölner Dom“ gelang dem Satiremagazin der Welt („Glasauge“) gestern ein echter Treffer:

Die Christmette im Kölner Dom werde in diesem Jahr ganz anders als bisher gekannt ausfallen:

„Nachdem man Kardinal Rainer Maria Woelki mit Häme überschüttet hatte, dass er Fan der Toten Hosen ist, will es der Gottesmann jetzt allen zeigen. „Ich stehe wirklich auf Punkrock, verdammt“, teilte der Kardinal vor einer Versammlung von Musikjournalisten rülpsend mit, während er mürrisch seine Bierdose zertrat, „und damit mir das endlich jeder glaubt, wird Feine Sahne Fischfilet die feierliche Christmette im Dom gestalten, mit allem, was dazugehört.“

Vor dem Dom bekommen keine Nazis, sondern nur Nafris eine Plattform

Und auf die Frage, ob er nicht wie in Dessau Angst vor rechter Kritik an seiner Veranstaltung mit der linksextremen Band habe, lässt ihn und die Polizei die Satire antworten: Man habe da überhaupt keine Sorge.

„Vor dem Dom gebe man Nazis traditionell keine Plattform, sondern bloß nordafrikanischen Antänzern, und das auch nur in der Silvesternacht, bestätigte die Polizei in der Domstadt auf Anfrage.“

„Schöne Bescherung, ihr Fotzen!“

Dass hier die „Welt“ das Wortspiel mit Nazis und Nafris nicht wagte, spricht dann doch dafür, dass man selbst hier politisch korrekt bleiben wollte und stattdessen lieber noch ein bisschen etwas Ordinäres drauflegte:

„Na, wenn das keine schöne Bescherung gibt, ihr Fotzen!“ soll der Kardinal dann am Schluss der Journalisten zugerülpst haben.

Viele Reaktionen in den sozialen Netzwerken zeigten: Die Wirklichkeit kommt selbst der gröbsten Satire bereits so nahe, dass viele den Weltartikel als Nachricht werteten und überhaupt nicht als Satire wahrnahmen: So viel traut man inzwischen selbst katholischen Kirchenmännern wie Woelki oder Marx zu.

Unabhängig davon, ob man diese Art von Humor lustig findet oder nicht, vermag es diese Satire das Anbiedern von Kirchenmännern wie Woelki oder Marx an linksradikale Positionen als das darzustellen was es ist:

Nicht nur peinlich, sondern auch eine Beschmutzung des Bischofsamtes, das ihnen als Verwaltern des Heiligen nur geliehen wurde, aber wie ein wertloses Eigentum von ihnen missbraucht wird.

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