Die AfD Berlin lädt am kommenden Mittwoch (21.November 2018) ihre Mitglieder und Förderer, aber zum ersten mal auch weitere Interessierte zu einem Vortrag des PP-Gründers Dr. David Berger im Rahmen des landesweiten AfD-Abends ein.

Nachdem das Thema der Sicherheit geklärt wurde, konnte die Veranstaltung nun auch für weitere Interessenten geöffnet werden: Zusätzlich zu den eigenen Sicherheitsverantwortlichen der AfD ist ein professioneller Sicherheitsdienst mit mehreren Mitarbeitern vor Ort, die Polizei begleitet zusätzlich ohnehin die Veranstaltungsabende immer sehr professionell.

Das Thema diesmal:

„Das Kreuz mit der Kirche – Warum es konservative Christen heute so schwer haben.”

Martin Trefzer, von der AfD schreibt in der Einladung: „Als Referenten konnten wir den bekannten Journalisten, Blogger und Theologen David Berger gewinnen. Mit seinem Blog Philosophia Perennis hat David Berger seit 2016 eines der führenden alternativen Online-Medien in Deutschland aufgebaut.“

In dem Vortrag wird es um die Probleme konservativer Christen mit dem aktuellen Zustand ihrer Kirchen und den Aussagen der führenden Kirchenmänner gehen. Einen Schwerpunkt wird der Referent dabei auf die katholische Kirche legen, da er viele Jahre als Professor im Vatikan tätig war und einen Bestseller über seine Zeit im Vatikan geschrieben hat (Ullstein-Verlag: „Der heilige Schein“). Der evangelische Standpunkt kann dann später in der Diskussionsrunde stärker nuanciert werden, da es dort ähnlich gelagerte Probleme gibt.

Die christlichen Wurzeln des Abendlandes wieder entdecken!

Berger vertritt dabei die spannungsreiche These: Obwohl sich die beiden Kirchen in Deutschland mit dem System Merkel gleich haben schalten lassen, ist es dringend notwendig die christlichen Wurzeln Europas wieder zu entdecken, um der Islamisierung etwas Wirkungsvolleres als das Vakuum des Materialismus und Atheismus entgegenzusetzen.

Wann: Mittwoch, den 21. November 2018, 19:00 Uhr (Einlass ab 18:00 Uhr)

Wo:  Ratskeller Charlottenbuurg, Otto-Suhr-Allee 102, 10585 Berlin (U-Bahnhof Richard-Wagner-Platz)

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

***

Sie wollen die Arbeit von PP unterstützen? Dann ist das hier möglich:

PAYPAL

… oder auf Klassische Weise per Überweisung:

IBAN: DE04 3002 0900 0803 6812 81
BIC: CMCIDEDD – Kontoname: David Berger – Betreff: Spende PP

28 Kommentare

  1. Es mutet an wie ein Witz:
    Überall wird „Toleranz“ gefordert und grossenteils auch „durchgesetzt“…
    Aber wo sie nötig wäre, fehlt sie. Da wird ideologisch aufeinander eingedroschen.
    Und die Bequemlichkeit von Bürgern, sich überall und in allem „vertreten“ zu lassen, hat dazu geführt, dass sie nunmehr – nicht nur „von den Kirchen“ – verraten wurden und weiterhin werden.
    Doch:
    Wer, wenn nicht gerade die straff organisierte und dogmatischere katholische Kirche sollte sich endlich aufraffen und einen donnerhallenden Keil zwischen abendländisch-christlicher Kultur und politischem Islam treiben? Da stinkt der Fisch schon vom Kopf her. Denn der Islam ist keine „Religion“ im geläufigen Sinne. Mit ihm können gläubige Katholiken und Protestanten nicht „reden“! Oder strebt etwa Gott eine Appeasement mit Satan an, um mit dem „friedlich koexistieren“ zu können?
    Wir erleben Trauerspiele…

  2. Ich wundere mich immer wieder warum die Politik sich wundert das alle Integrationsbemühungen scheitern.
    Der Schlüssel liegt bei uns selbst. In den 50er und 60er Jahren hatten wir noch eine starke Gesellschaft die noch zum großen auf den fundamentalen Prinzipien des Christentums aufgebaut war. Dies ging in den letzten 50 Jahren verloren. Eine Gesellschaft der Prinzipien und Glaube verloren gegangen ist wird sich früher oder später selbst auslöschen. Die Integration scheitert weil es für die Migranten hier nichts gibt was es sich zu übernehmen lohnt. So entstehen abgegrenzte Subkulturen die eines Tages versuchen werden ihren eigenen Herrschaftsanspruch geltend zu machen.

  3. Sehr geehrter Dr. Berger,
    es wäre bestimmt nicht nur für mich interessant, wenn Sie (falls es Ihre Zeit zuläßt) die Kernthesen Ihres Vortrages auch hier abdrucken würden. Egal, ob man selber praktizierender Christ ist oder nicht – der weitflächige Ausfall nunmehr beider Kirchen, die ja immerhin seit 1500 Jahren (bzw. seit 500 Jahren im Fall der evangelischen Kirche) uns als Deutsche geprägt haben, kann niemanden kalt lassen.

  4. Als europäischer Atheist ist mir bewusst, dass die europäishe Kultur im Christentum begründet ist und als Physiker weiß ich, dass die Naturwisswenschaften nur durch die Skepsis gegenüber fragwürdigen Lehren der Kirchen entstanden sind. Mein Verstand, den mir nach christlicher Lehre ein Gott gegeben hat, sagt mir, dass das unvorstellbare Weltall bestens ohne einen Gott auskommt und genauso das großartige Leben auf diesem Planeten. Aber auch ohne Gott handelt der Mensch nach moralischen Prinzipien. Leider glauben aber viele Gottlose aus einem tiefsitzenden Schuldbewusstsein heraus, sie müssten beweisen, mindestens ebenso moralisch zu sein wie die Christen, und nennen das dann Humanismus. So entstand dann die wenig christliche, linke Wllkommenskultur.

    Nur wenn wir das ‚Abendland‘ verstehen als ein Geflecht der verschiedenen christlichen Bekenntnisse, des Judentums und des Atheismus werden wir in der Lage sein, dem eingedrungene Islam Paroli zu bieten und unsere gemeinsame europäische Kultur erfolgreich zu verteidigen. Die konservativen Katholiken oder Protestanten werden das alleine nicht schaffen.

    • Vielleicht ist ja das ganze unglaubliche Weltall Gott und die Naturgesetze die Gesetze Gottes und nur der Mensch in seiner Unbewusstheit verfehlt die Unio mystico, weil von der Einheit abgefallen. So wird man vom Atheist des Theus der Theisten ohne Religion zum individuellen Teil der Einheit aller Dinge.
      Dann findet man sowas wie „Gott“ in seinem Inneren als eine Erfahrung der Allverbundenheit mit allem.
      Mit der Natur kann man es schon erfahren, mit Menschen nur bedingt, weil alle mehr gespalten sind.
      Das bringt einen nicht zu Caritas, sondern zu einem liebevollen Seinszustand, der von sich ausstrahlt ohne etwas zu tun. Konnten alle Mystiker aller Religionen erfahren, die Einheit der Schöpfung bezeugen das würde die Macht aller Religionen zerstören, weshalb alle Mystiker vom Klerus bekämpft wurden.
      Dort ist ein Weg für die, die beim Atheismus oder Agnostizismus angekommen sind, und Sinn suchen.
      Dann ist der Weg das Ziel oder die Bewusstwerdung der Menschen die notwendige Erfahrung zum Heil.

  5. Dass durch Atheismus ein Vakuum entstehe, ist falsch.
    Die Gültigkeit der Menschenrechte steht für mich als Atheisten außer Frage.
    Im übrigen muss man nicht als Atheist sogleich Materialist sein. Ich akzeptiere es, dass es viele Rätsel und Dinge gibt, die wir nicht verstehen und Fragen, auf die wir keine Antworten haben. Gläubige tun so, als hätten sie diese Antworten.
    Ich halte es wie Karl Popper: Ich glaube nicht an den Glauben.

  6. Ich sehe das große Problem des westlichen Denkens viel weniger im Abfall vom christlichen Glauben, sondern in der radikalen Abkehr von der Vernunft und in einem quasi religiösen und äußerst naiven Wunschdenken, das vor allem die Grünen in meinen Augen verkörpern. Aus diesem Wunschdenken erwächst eine der Realität abgekehrte Moralität, die zu einem neuen Menschen erziehen will und grundsätzliche Voraussetzungen und Bedürfnisse des Menschen verleugnet, weil gar nicht erst wahrnehmen will und aus ideologischer Selbstverblendung nicht kann. Nicht mangelnder Glaube ist also Ursache des geistigen Dilemmas, sondern Mangel an Grundlagen der Aufklärung, nämlich die Auseinandersetzung mit der Welt und Realität mittels selbstreflektierender Wissenschaftlichkeit. Der Ausweg aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit durch die Vernunft, statt geglaubter „Erkenntnisse“, die keine anderen als persönliche, aber nicht allgemeingültige sein können, da wissenschaftlich weder veri-, noch falsifizierbar. – Anders gesagt: Religion ist Privatsache und kein adäquates politisches Instrument einer säkularen demokratischen Gesellschaft…

    • Und: Ich bin noch nicht einmal Atheist, weil mir Religion wurscht ist. Dennoch vermag ich Weisheit auch in manchen Worten Jesu erkennen, die ich allerdings rein philosophisch betrachte. Ich akzeptiere jeden religiösen Menschen, solange er mich in meiner Religionsfreiheit ebenso akzeptiert und frei sein lässt, wie ich ihn in seiner Religiösität. Das schließt jeglichen Fanatismus, ob nun säkular-politisch, religiös oder sonstwie begründet, für mich als kommunikative Grundlage aus, da Diskussionen von vornherein von der betroffenen Seite unsinnig, weil nicht ergebnisoffen, sein können…

    • Das mit der Aufklärung ist so eine Sache und wenn man die Kant`sche Philosophie als Grundlage nimmt, dann ist sie zwar in wesentlichen Teilen richtig, aber ob das Gegenüber seine Gedanken mehrheitlich jemals verstehen wird ist eine andere Sache und somit bleibt eben nur noch der Glaube religiös begründet und Wunschdenken eine andere Form des Glaubens ist, aber beides wird schon seit Jahrtausenden mißbraucht, sowohl durch die Kirchen selbst und auch durch die Herrschenden und alle Philosophen dieser Welt in ihrer totalen Gegensätzlichkeit konnten mit ihren Gedanken nichts dazu beitragen, daß die Welt eine bessere wird und selbst die wenigen die sie einigermaßen verstanden haben fühlten sich nicht daran gebunden und eine weiteres Hauptproblem dieser Gesellschaft ist die Ausrichtung zur materiellen Existenz, das ist wichtig um zu überleben, aber diese Erkenntnisse der großen Vordenker ebenso, wollen wir nicht untergehen, unabhängig von deren eigenen Weltanschauungen, vom Heiligen angefangen über den Misanthrop bis hin zum allumfassenden Denker, der politische inbegriffen und so scheinen wir halt als Individium gestrickt zu sein, der eine mehr der andere weniger und trotzdem sind wir alle Menschen, beseelt von der eigenen Glückseligkeit, unabhängig davon ob diese jemals auf Erden zu erreichen ist.

      • Ja, lieber Lepanto, Aufklärung allein macht sicherlich noch keinen besseren Menschen, geschweige denn eine bessere Menschheit, zumal man jede noch so gute Idee in ihr Gegenteil verkehren kann. Deshalb bin ich sehr für eine Vielfalt der Meinungen, der Lebensanschauungen und vor allem für einen Austausch miteinander darüber. Und zwar ohne Zwang, Unterdrückung oder gar Gewaltausübung, um Meinungen zu diskreditieren. „Ich weiß, dass ich nicht(s) weiß“, und wer auch immer von sich behauptete, er wüsste und zwar nicht nur für sich selbst, sondern für alle, sollte schleunigst von diesem seinem Irrglauben abgebracht werden, bevor er großen Schaden anrichten kann. Was ein Menschenparadies auf Erden angeht, so glaube ich nicht, dass dieses jemals von Menschen erschaffen werden kann, es sei denn, es würde ein evolutionärer Sprung stattfinden, der einen neuen Menschen zur Folge hätte, der ein anderer wäre, als der derzeitige Typus. So bleibt uns also nur ein Ideal, von sehr wenigen Menschen wie Buddha, Jesus, Kant und anderen angedacht, dem wir, wie der Esel der Mohrrübe, stets nacheifern können, das wir aber niemals erreichen werden, vielleicht sogar zum Glück, wer weiß. Außerdem führen ja bekanntlich viele Wege nach Rom… 😉

  7. Konservative und traditionelle Katholiken haben es aus zwei Gründen schwer.
    ERSTENS: es gibt schlichtweg kaum noch welche. Noch in den 1970er Jahren war es z. B. für die CDU wichtig, ihre katholische Klientel bei der Stange zu halten und ihnen vor Wahlen noch ein Zückerchen hinzuwerfen, nach dem Motto: „Wir brauchen unbedingt Ihre Stimme am nächsten Sonntag, damit wir etwas gegen die Abtreibung tun können…“. (Nach der Wahl war dann natürlich alles wieder vergessen.) Das braucht die CDU heute nicht mehr, denn diese Katholiken sind großteils längst tot. Das Milieu „traditioneller, bodenständiger Katholizismus“ existiert einfach nicht mehr.

    ZWEITENS: diejenigen, die sich noch als „konservativ“ oder „traditionalistisch“ katholisch definieren, sind den Linkskatholiken hoffnungslos unterlegen. Denn eines muß man den Linkskatholiken lassen: sie haben keine Angst, sich auch zu aktuellen Themen zu äußern, sie sind gut vernetzt und sie sind kämpferisch. Konservative hingegen sind ängstlich, häufig auch feige. Und da sie das vor sich selber nicht zugeben können, versuchen sie, ihre Feigheit zur Tugend zu verklären. Sie versichern einem dann nämlich ungefragt, „unser Kampf ist ein rein geistiger“, erklären naserümpfend „Nationalismus ist nicht katholisch“ oder der Klassiker: „Wir sind doch gar nicht rechts“.
    Ich habe mich längere Zeit im Umfeld der traditionalistischen Piusbruderschaft bewegt, und die Zustände dort sind deprimierend. Die meisten Anhänger sind steinerweichend unpolitisch und politikunfähig, so daß man schon froh sein muß, daß sie sich nicht öffentlich äußern, denn in der Regel kommen nur Weltverschwörungstheorien mit den üblichen Verdächtigen: „Freimaurer und Juden“. Stattdessen beschäftigen sie sich mit liturgischen Quisquilien und haben es sich in ihren ungefährlichen Nischen gemütlich gemacht. Dort träumen sie dann vom „katholischen Staat“, in dem es zuerst einmal den Protestanten an den Kragen geht, reden sich die Köpfe heiß, ob man an der Kommunionbank eine, zwei oder drei Kniebeugen machen muß oder – ein weiterer Klassiker – rümpfen die Nase über Frauen, die Hose tragen. Bloß draußen, im wirklichen Leben, in dem jetzt der wirkliche Kampf tobt, da sind sie nicht präsent.
    Vor vielen Jahren spottete Armin Mohler über diese Art von Katholiken ungefähr so: „Ich habe gehört, der X soll doch ein Konservativer sein“. Antwort: „Ach was, der ist bloß katholisch“.
    So leid es mir als praktizierendem Katholiken tut: zumindest in unserem Sprachraum wird der Katholizismus auf viele Jahre keine Kraft mehr darstellen.

      • @Karl-Josef Vogel:
        Sehr geehrter Herr Vogel,
        da ich dort über mehr als 2 Jahrzehnte regelmäßig in verschiedenen Prioraten und Kapellen „zuhause“ war, Vorträge, Wallfahrten, Seminare mitgemacht, in einer Schola mitgesungen habe… glaube ich schon, daß ich dieses Milieu einigermaßen beurteilen kann. Daß man sich dort allen Ernstes mit so „wesentlichen“ Themen wie „hosentragende Frauen sind Emanzen und die treiben auch ab“ beschäftigt, das habe ich mir wirklich nicht aus den Fingern gesaugt. Ein anderer Dauerbrenner: Frauen sollen im Gottesdienst alberne Spitzendeckchen auf dem Kopf tragen, weil das „katholisch“ ist (hat vor dem Konzil in Deutschland kein Mensch getan). Tut mir leid, da faßt man sich als normaler Mensch doch nur noch an den Kopf. Und der Protestantenhaß (und das ist sicherlich nicht zu stark formuliert) vieler Anhänger ist etwas, für das ich mich irgendwann als katholischer Deutscher gegenüber meinen evangelischen Landsleuten nur noch geschämt habe. Sicherlich man kann das alles als „kämpferisch“ und „die Dinge beim Namen“ bezeichnen, ich selber halte den Ausdruck „verbiestert“ oder bestenfalls „verschroben“ eher für angebracht.

        Anders das Bild in Frankreich (dem Heimatland Lefebvres): der normale französische Traditionalist ist auch ein französischer Patriot. Aber in Deutschland können Sie die deutschen Patrioten mit der Lupe suchen, wobei dann aus priesterlichem Munde auch die sogleich die besorgte Warnung ertönt, man dürfe „den Nationalismus nicht zur Ersatzreligion machen“. So jammern zwar alle Traditionalisten über die Islamisierung, als ich aber im vergangenen Jahr unter meinen traditionalistischen Bekannten herumfragte, wer denn bereits sei, auf eine Pegida-Demo mitzukommen – kam exakt ein einziger(!) mit… Oder fragen Sie doch mal in diesen Kreisen, ob da jemand bereit ist, die AfD auch aktiv(!) zu unterstützen…
        Wenn der katholische Glaube in Deutschland auch im öffentlichen Leben wieder eine Rolle spielen soll, dann braucht es dafür auch schlagkräftige Organisationen – und nicht verkitschte Sektierer, die vor allem hinter geschlossenen Kirchentüren „kämpferisch“ sind und die beim Wort „Deutschland“ schmerzlich den Mund verziehen und einem sofort ungefragt erzählen, daß sie doch „in erster Linie katholisch und dann erst deutsch“ seien…

    • Ich kenne auch die Piusbruderschaft und in meiner Gemeinde tragen die meisten Frauen kein Kopftuch, außer wenige Ältere und diejenigen, die von auswärts kommen. Das Spitzentuch war und ist im Gebrauch regional unterschiedlich, die Südtirolerinnen haben sich immer geweigert, Kopftücher in der Kirche zu tragen, um sich von den Italienerinnen abzugrenzen, und ich habe gehört, das dies auch bei Pius dort der Fall sein soll. Außerhalb der Kirche trägt es sowieso niemand.
      Thema Rock: Ich mische Pius und moderne Kirche und es stimmt schon, dass bei Pius viel mehr Rockträgerinnen gibt als bei den Modernisten, wobei 50% der Röcke maximal bis zum Knie gehen, bei Teenagern/Kindern sah ich sogar Miniröcke. In unserer Gemeinde gibt es mindestens 3 Frauen, die sonntags ausschließlich Hosen tragen, ohne dass sie deswegen blöd angegangen werden.
      Thema Politik: Ein Drittel der Gläubigen unserer Gemeinde sind auf derselben Linie wie David Berger, ein Drittel ist total unpolitisch, und ein Drittel wählt bürgerlich. Priestern ist allerdings Politisieren verboten genauso wie passives Wahlrecht – das gilt für die gesamte katholische Kirche, Ausnahmen bestätigen die Regel! Ich habe dafür Verständnis – „faschistische“ Priester waren genauso peinlich wie linke „Arbeiterpriester“/Befreiungstheologen.
      Thema katholischer Staat: Früher war in vielen mehrheitlich katholischen Staaten der Katholizismus Staatsreligion, was aber die Tolerierung anderer Religionen nicht ausschloss, in der österreichisch- ungarischen Monarchie gab es jüdischen und muslimischen Religionsunterricht. Wäre das Christentumj Staatsreligion, könnte man sich leichter gegen Minarette wehren mit Muezzin. Versuchen Sie mal einen Kirchturm mit Glocke in einem muslimischen Land zu bauen – in einem kommunistisch- atheistischen Land wie China, Nordkorea oder Kuba wird weder der Neubau eines Kirchturms, noch eines Minarettes genehmigt, das könnte auch uns eines Tages als Gegenreaktion auf die multikulturelle Gesellschaft blühen!
      Thema Protestantismus/Katholizismus: Das ist ein deutsches Spezifikum, immerhin ging die Reformation von Deutschland/Luther aus. Bei uns im katholischen Österreich ist bei konservativen Katholiken der Protestantismus überhaupt kein Thema, hier fürchtet man eher den Islam/Atheismus mit den damit verbundenen zukünftigen Gesetzen wie Polygamie oder aktive Euthanasie.

  8. Wer im Glauben konservativ bleiben will hat einige Möglichkeiten die Pferde zu wechseln und muß nicht unbedingt in der Amtskirche bleiben, Alternativen gibt es, man muß sie nur nützen oder die Pharisäer aus der katholischen Kirche vertreiben, so wie es Christus mit den Geldwechslern außerhalb des Tempels gemacht hat, die seiner Auffassung nach gegen Gottes Gebote verstoßen haben und Grund genug hätten wir, denn das sind nicht mehr die Stellvertreter Gottes auf Erden, sondern ihrem Handeln nach Gehilfen Satans mit seinem Anspruch, die göttliche Allmacht zu tilgen, was ihnen auch noch gelingen kann, mit dem Untergang der christlichen Kirchen und all seinen Folgen.

    • Das Problem der Katholiken ist das gleiche, wie in der gesamten Gesellschaft. Die Menschen wurden über Jahrzehnte sanft nach „Links“ geschoben. Da findet sich niemand der die Pharisäer vertreibt und wenn es einer wagt, würde die Mehrheit der katholischen Kirchgänger in vermutlich eher ans Kreuz schlagen als ihm zu folgen.

  9. Warum es konservative Christen immer schwerer haben, hat einen syswtematischen Grund in einem völligen Mißvertändnis des christlichen Gottesbegriffes. Die Unwissenheit darüber ist derart groß, daß die Ansicht diskussionswürdig gworden ist, der Gott des Islam und Jahwe seinen dasselbe wie „Gott“ in der Lehre Christi.
    Hauptsache Gott, auf das bißchen drumherum kommt’s doch nicht an!

    Weithin herrscht der Kinderglaube, Gott der Christen sei eine allmächtige anthropomorphe Gestalt, so in der Art eines alten Mannes mit langem Bart, der im Himmel sitzt und darüber wacht, daß kei Sperling vom Himmel fällt. Daran können in der Moderne selbstverständlich immer weniger Menschen glauben, sobald sie erwachsen werden. Die moderne Physik (etwa Hawkins) muß eine solche Vorstellung ausschließen.

    Tatsächlich ist die Gottesvorstellung im NT präzise definiert: „GOTT“ ist „GEIST“.
    „Geist“ heißt natürlich nicht „Gespenst“, und im allgemeinen unterlassen es die Menschen, darüber nachzudenken, was denn eigentlich dieser „Geist “ sei. Jesus ist zugleich Gott und Mensch und zeigt damit, daß der göttliche Geist jenes geistige Prinzip in der Welt ist, an dem eben auch der Mensch Anteil hat.

    Damit stellt das Christentum eine revolutionäre Transzendenzlehre dar. Der Naturwissenschaft ist es trotz aller Fortschritte der Neurobiologen bis jetzt nicht gelungen, Geist wissenschaftlich zu beschreiben und zu erklären.
    Die kindliche Vorstellung von einem anthropomorphen „Lieben Gott“ mag in der Naturwissenschaft keinen Raum finden. Die Lehre Christi aber hat seit 2000 Jahren das Verdienst, den Geist als göttliches Prinzip an die Spitze der Wertehierarchie für das menschliche Verhalten esetzt zu haben.

  10. Es naht der Advent. Und der stets von mir wiederholte Hinweis, dass der Advent nicht die „Vorweihnachtszeit“ ist, sondern die Erwartung der Wiederkehr des Erlösers, der uns mit offenen Armen entgegenkommt und für uns unfassbare Freude bereithält.

    Und Weihnachten ist nicht das „Fest der Familie“ und „Fest der Liebe“, sondern das Hochfest der Geburt Christi.

    Das ist für bürgerliche Kreise miesepetrig und spielverderberisch. Man möchte sich doch die „Besinnlichkeit“ nicht kaputt machen lassen.

  11. Ich halte Atheismus nicht für ein Vakuum im Kampf gegen die Islamisierung, da sich Atheisten eher weniger jeglichen „Glauben“ aufzwingen lassen werden als diejenigen, die nur an das „Falsche“ glauben („halbe Miete“). Der Islam steht dem Christentum ungleich näher, als dem Atheismus. In großen Teilen zeigen sie sogar gegenseitiges Verständnis.

    Des Pudels Kern ist doch:
    Würden sich Christen eher mit dem Islam oder eher mit Atheismus identifizieren. Die Antwort könnte Teile der Bevölkerung verunsichern.

    • Einspruch euer Ehren. (Ceterum censeo Islamico esse delendam)
      Die Atheisten haben einen Glauben an die Evolutionstheorie. Dieser Theorie stellen Sie sich ein und Leben danach. Falsche These: Der Islam und der Atheismus haben mehr gemeinsam als Sie hier denken. Beispiele gefällig:
      Sex mit Kinder (Islam (Kinderehe) und Atheismus (Grüne Partei, Kindergarten Sexaufkärung, etc.)
      Sex mit Tieren (Islam erlaubt und Atheismus (Sodomieclubs früher in Dänemark)
      Lügen um sich zu retten (Islam Taqiyya und Atheismus keine Moralische Grundlagen vorhanden)
      Ungläubige zu töten (Islam im Koran hinterlegt / Atheismus (Kommunimus / Sozialismus (Ideologie)
      Welche Religion führt die Liste an bei Töten von Leuten (1. Islam über 300 Mio. 2. Atheismus 150 Mio)
      etc. Das Einführen des Islam in die Deutsche Gesellschaft wird durch SPD, Grüne, Linke, CDU (teilweise) gefördert. Meistens sind es Atheisten Parteien.

      • Ja stimmt, die Kirchen förden das überhaupt nicht. 🙂

        Auch sehr gewagt, Atheismus zwingend mit einem Ideologiestrohman zu verknüpfen. Lassen Sie den fairer Weise mal weg, oder behaupten Sie, dass jeder Atheist ein ideologisierter Kommunist ist?

      • Atheismus automatisch mit den Grünen zu verknüpfen und mit dem Kommunismus ist eine glatte Fehlleistung. Ideologie ist wie eine Religion nur ohne Gott. Alles was Sie dem Atheismus unterstellen gibt und gab es in den Religionen, bzw. deren Anhängern in der Geschichte. Der Atheismus ist genauso vielschichtig wie die Religionen.
        Ihre Sicht ist im höchsten Maße scharfmacherisch und zeugt von einer Sicht des Lebens aus einer schlechten Gabe die Dinge aus rein humaner Sicht zu betrachten und ist genauso vom Alleinvertretungsanspruch Ihrer Ansichten geprägt.
        Sind Sie überhaupt in der Lage die Welt ohne Feindbild zu betrachten? Wenn nein dann müssen Sie noch viel dazu lernen.

      • Ein gern erhobener Vorwurf, aber leider falsch. Das besagt ja schon der Name: A theismus.
        Ich als Atheist bin nach reiflicher Überlegung zu der Ansicht gelangt, dass die Annahme eines Gottes oder Schöpfers zu unzähligen Widersprüchen führt, sodass man davon ausgehen kann, dass sie falsch ist.

  12. „Das Vakuum des Materialismus und Atheismus“ ist natürlich ein Anreiz,dieses analytisch zu diskutieren.-Ich denke,gerade wegen diesem sogenannten „Gegenpol“ zu Glaubensrichtungen ist die Aufarbeitung der deutschen Geschichte spannend und philosophisch interessant.Für mich sind katholische und evangelische Kirche gleichermaßen wichtig wie der Atheismus,da in seiner relativen Betrachtungsweise immer der subjektive Mensch dahinter steht und nicht zu vergessen,das deutsche Judentum,ein wesentlicher Bestandteil deutschen Bürgertums in seiner geistig-kulturellen,aber auch materiell-orientierten Vielfalt,die zum Aufschwung Deutschlands beitrug.-

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.