Dieter Stein, der verdiente Chefredakteur der „Jungen Freiheit“, geht in seinem Editorial zur neuesten Ausgabe der JF, die die zu erwartenden großen Einbußen der CSU bei der Bayernwahl zum Thema hat, noch einmal auf die faschistoiden Maßnahmen der Leitung der Frankfurter Buchmesse gegen konservative Verlage ein. Wir dokumentieren hier seinen Text:

Auf der Frankfurter Buchmesse tummeln sich alle nur denkbaren Aussteller. Esoterisch-Sektiererisches, Religiös-Fundamentalistisches, Pornographisches – es gibt alles. Und neben Hunderten linken, linksliberalen und zahlreichen linksradikalen Verlagen auch – oh Schreck – eine Handvoll konservative Aussteller. Und das ist nun ein Riesenproblem.

Es zeigt sich, daß die Messeleitung im Verbund mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels es nicht ertragen kann, daß „rechte“ Verlage schlicht anwesend sind.

Getto für „rechte“ Verlage

Nachdem es bei der jüngsten Leipziger Buchmesse schon den Versuch gab, einen „rechten Block“ von Verlagen unter Einschluß eines rechtsextremen NPD-Verlages denunzierend zu isolieren, hat sich die Frankfurter Messe zu einer weitergehenden Maßnahme entschlossen: Im äußersten Winkel einer Halle baute sie einen 30 Meter langen, etwa fünf Meter schmalen Gang, der an drei Seiten von Wänden eingeschlossen ist. Am Ende dieser Sackgasse – der Stand unseres Verlages.

Dieter Stein (Chefredakteur JF) mit PP-Macher David Berger

Die Verantwortlichen der Messe stellen sich ein jämmerliches Zeugnis aus. Das Ziel dieses Vorgehens ist natürlich der Rückzug unserer Zeitung. Wir machen das Gegenteil. Wir verwandeln die Sackgasse in eine demokratische Partymeile. Wir laden alle Journalisten, Autoren, Verleger jeder Couleur – und vor allem unsere Leser dazu ein, uns an unserem Messestand zu besuchen.

Wir sehen uns nächste Woche in Frankfurt!

Zeigen wir, wie heiter der freie Austausch von Meinungen sein kann. Die Junge Freiheit ist aus keinem anderen Grund gegründet worden, als Denk- und Diskussionsblockaden aufzubrechen. Wir sehen uns nächste Woche in Frankfurt!

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Hier geht es zur aktuellen Ausgabe der JF: JUNGE FREIHEIT