Ein Gastbeitrag von Jan-Peter Trogrlic

Da sitzt man nun nachts auf einem einsamen Bahnsteig in Charlottenburg und hofft auf den letzten Zug nach Brandenburg. Niemand wird in den Zugabteilen sein. Die Strecke führt durch einsame Wälder…

Es ist noch sommerlich warm, doch der Wind zieht dort oben auf dem verlassenen Bahnsteig ungemütlich. Es riecht irgendwie nach…pfui. Auch hier ist´s menschenleer. Würde dein Hilferuf von jemanden hier gehört? Es hallt ein wenig. Die Leuchtstoffröhren summen. Manche zucken epileptisch ohne Taktgefühl.

Die Anzeigentafel des Nebengleises ist schon längst abgeschaltet. Eine  andere Tafel an einem Mast droht dir mit Hochspannungsstromschlägen, die dich lebendig verbrennen, wenn du irgendwas Unerlaubtes anstellen solltest. Die andere Tafel in Sichtweite prophezeit, dass dich der Fahrwind ins Gleisbett befördern wird,natürlich unter die Räder,die dich zermahlen, falls du der Bahnsteigkante zu nahe treten solltest, –

Egal, Du weißt jetzt Bescheid und kennst das Risiko. Man gibt dir keine zweite Chance. Die Deutsche Bahn AG hat dich gewarnt. Wir alle müssen sterben.

Manche sterben jetzt schon vor Angst. – Wenn Du dann zitternd nach einer Zigarette suchst an der du dich festhalten kannst, warnt dich das nächste Schild vor den Folgen deines schändlichen Vorhabens. Man wird dich verfolgen, tot oder lebendig. Du bist ein Gesetzesbrecher.

Ich höre Schritte….klack….klack

Ein Stoßgebet gen Himmel ist auf deinen Lippen… Du bist schweißgebadet:

„Lieber Gott, lass es bitte keinen Nazi oder jemanden von der AfD sein!“

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