Ein Gastbeitrag von Joseph Bernhard Sendlinger

In den letzten Tagen gaben sich hochrangige europäische Politiker in Bulgarien die Klinke in die Hand: Merkel, Juncker (Prosit Neujahr) und Österreichs neue Außenministerin Karin Kneissl. In der Öffentlichkeit wurde das kaum wahrgenommen.

merkel bulgarien

Merkel in der vergangenen Woche in Bulgarien

Was dort besprochen wurde, hat es aber in sich – vor allem für Deutschland und Österreich. Und zwar nichts Gutes. Die österreichische Presse titelte:

„Kneissl für Bulgariens Aufnahme in Schengenraum“

In Bulgarien, das bereits EU-Mitglied ist, soll in naher Zukunft in die Schengenzone aufgenommen werden und den Euro bekommen. Außerdem war man sich einig, daß der „Westbalkan“ möglichst schnell in die EU aufgenommen werden soll.

Ich fange mal mit der Schengenzone an. Wir erinnern uns: freier Reiseverkehr ohne jede Art von Grenzkontrollen. Das ist nett, wenn man als Tourist mit dem Auto an die Schwarzmeerküste fahren will. Nicht nur Touristen finden das nett, auch ein paar andere Leute, Klein- und Groß-Kriminelle jeder Art.

Für den Transport harter Drogen ist die Balkanroute auch außerordentlich populär: Ein großer Teil des Opiums wird in Afghanistan und angrenzenden Ländern angebaut.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie das Morphin gen Westen kommt. Die beliebteste davon ist ein Transport über die Balkanroute, wo das Morphin beispielsweise in Zügen, Autos und auf Mauleseln nach Ankara und Istanbul transportiert und dann weiter über den Balkan nach Westeuropa geschafft wird.

Besonders erfreuen wird der ungehinderte Reiseverkehr natürlich die sogenannten „Flüchtlinge“. Nun werden manche resignativ sagen, auf ein paar aus Bulgarien komme es jetzt auch nicht mehr an. Die Brisanz liegt aber woanders, nämlich an der Grenze zwischen Bulgarien und Griechenland sowie an der Grenze zwischen Bulgarien und der Türkei.

Wir erinnern uns an den Horror der Balkanroute der Jahre 2015 und 2016, als hunderttausende sogenannter Flüchtlinge aus Syrien, Irak, Afghanistan usw. aus Griechenland über den Balkan nach Österreich und von dort nach Deutschland kamen, manchmal mehr als 10 000 an einem einzigen Tag.

Die Messerstecher, Vergewaltiger und Bauchaufschlitzer der letzten Monate kamen als „Reisende“ über diese Balkanroute.

Dann wurde die Balkanroute geschlossen, natürlich nicht ganz, aber doch weitgehend. Entscheidend dafür war die Blockade der Grenzen von Griechenland nach Mazedonien und von dort weiter nach Serbien, Ungarn (Orbáns Zaun!) oder Kroatien. Die „Flüchtlinge“ saßen in Griechenland fest und kamen wegen der Grenzblockade nicht weiter. Das sprach sich herum, und so wollten nicht mehr viele nach Griechenland.

Griechenland gehört schon lange zur Schengenzone, jedoch bisher keines seiner Nachbarländer. Deshalb war die Mitgliedschaft Griechenlands in der Schengenzone bisher nur relevant, wenn man mit dem Flugzeug oder Schiff in ein anderes Schengen-Land reiste. Das ändert sich natürlich von Grund auf,

…wenn Bulgarien der Schengenzone beitritt. Schwuppdiwupp ist jeder, der sich in Griechenland befindet, sofort und ohne Grenzkontrollen oder sonstige Hindernisse auch gleich in Bulgarien.

Das ist zwar ein wunderschönes Land und auch gesegnet mit muslimischen Glaubensbrüdern, die schon seit Jahrhunderten dort leben. Aber die Syrer, Iraker, Afghanen und Pakistanis drängt es erfahrungsgemäß schnell weiter, und zwar über Rumänien nach Ungarn, das schon lange zur Schengenzone gehört. Von dort geht es dann ganz ohne Kontrollen nach Österreich und Deutschland, wie gehabt.

Sie sagen jetzt vielleicht, Herr Orbán sei da aber doch dagegen. Nein, ist er nicht.

Seinen Zaun hat er nur an der Grenze zu Serbien gebaut, weil Serbien nicht zu Schengen gehört, nicht aber an der Grenze zu Rumänien. Einen Zaun an der ungarisch-rumänischen Grenze lehnt Orbán entschieden ab, denn Herr Orbán ist ein glühender Anhänger der Reisefreiheit in der Schengenzone.

Rumänien ist zwar noch nicht Mitglied der Schengenzone. Deshalb gibt es an der ungarisch-rumänischen Grenze bisher noch Grenzkontrollen: Man muß Paß und Fahrzeugpapiere vorzeigen. Sie werden in einem Scanner mit einer Datenbank verglichen, der Grenzübertritt wird dort vermerkt.

Meistens muß man auch den Kofferraum öffnen. Wie sich das gehört. Dauert nur 5 Minuten. Wenn alles ok ist, gute Reise. An der rumänisch-bulgarischen Grenze das Gleiche.

Rumänien unterbricht derzeit also noch diese schöne Schengen-Route von Griechenland nach Deutschland. Es ist aber natürlich schon lange das erklärte Ziel der EU, auch Rumänien in absehbarer Zukunft in die Schengenzone aufzunehmen.

Spätestens dann gibt es kein Halten mehr. Aber auch ohne Schengenmitgliedschaft Rumäniens stelle man sich mal vor, welcher Druck sich an der bulgarisch-rumänischen Grenze aufbaut, wenn da Zehntausende von „Flüchtlingen“ stehen, die das gelobte Land in greifbarer Nähe sehen.

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Daß die Griechen in naher Zukunft die EU-Außengrenze erfolgreich schützen, was sie bisher weder wollten noch konnten, wird wohl niemand ernsthaft glauben.

Wenn es zwischen der türkisch-bulgarischen und türkisch-griechischen Grenze und Deutschland keinerlei Grenzkontrollen mehr gibt, wie es von der EU beabsichtigt ist, sind wir vollkommen in der Hand des Herrn Erdogan, der uns nach Belieben mit dem Schicken von muslimischen Migranten ohne Obergrenze erpressen kann.

(Karte:  Die Länder auf der möglichen neuen Balkanroute (roter Pfeil): Türkei -> Griechenland -> Bulgarien -> Rumänien -> Ungarn -> Österreich -> Deutschland – Quelle: ,By CrazyPhunk, via Wikimedia Commons – eigene Bearbeitung)

Der türkische Europaminister Celik drohte denn auch gleich: Laut „Welt“ kritisierte er, die Finanzhilfen funktionierten nicht gut, und es gebe zudem bei der Zollunion keine Fortschritte. Auch seien keine neuen Kapitel in den EU-Beitrittsverhandlungen eröffnet worden: „Eigentlich gibt es keinen Grund für die Türkei, an dem Abkommen festzuhalten.“ (Gemeint ist ein „Deal“ Erdogans mit der EU, Migranten vom Übersetzen mit Booten von der türkischen Küste auf griechische Inseln abzuhalten.) Zugleich pochte Celik auf das Ziel einer vollen EU-Mitgliedschaft. Jede Partnerschaft, die dahinter zurückbleibe, sei für die Türkei inakzeptabel. Da ist dann wahrscheinlich auch die Schengenzone für die Türkei nicht mehr weit.

Die Schengenzone von der türkischen Grenze bis nach Deutschland ohne jede Grenzkontrolle hat noch einen wichtigen Aspekt: Für den Dschihad in Deutschland und anderen Ländern Europas braucht man Waffen. Viele Waffen, schwere Waffen. Irgendwie müssen die herbeigeschafft werden. Da ist es schon sehr praktisch, wenn unterwegs niemand in den Kofferraum schaut.

Der helle Wahnsinn. Das Ende Europas rückt immer näher.

Bemerkenswert ist, daß die parteilose, von der FPÖ in die Regierung entsandte Außenministerin Kneissl wenige Tage nach ihrem Amtsantritt den Schengenbeitritt Bulgariens forciert. In dem Regierungsprogramm von ÖVP und FPÖ unter Bundeskanzler Kurz findet sich denn auch ein Bekenntnis zur EU.

Das Praktische aus der Sicht von Merkel, Juncker und Co. ist natürlich, daß es jetzt in Österreich keine EU-kritische Opposition mehr gibt, denn die einzige bisher EU-kritische Partei, die FPÖ, ist jetzt in der Regierung und trägt den Pro-EU-Kurs mit.

Liebe Leser, schauen Sie bitte genau hin, was die österreichische Regierung in Zukunft macht, und vertrauen Sie nicht der Propaganda in der einen oder in der anderen Richtung.

Von großer Bedeutung für die weitere Entwicklung wird sein, wie sich die ungarische Regierung verhält. Es ist ein offensichtlicher Widerspruch, daß Herr Orbán einerseits einen Zaun an der Grenze zu Serbien baut, andererseits die Ausweitung der Schengenzone ohne Grenzkontrollen befürwortet und damit eine neue Balkanroute durch Ungarn hindurch riskiert. Auch hier werden wir genau hinsehen müssen, wie dieser Widerspruch aufgelöst wird.

Bulgarien soll den Euro bekommen. Da kann man sich kurz fassen. Daß die Bulgaren eine neue Quelle suchen, wie sie deutsches Geld anzapfen können, ist ja irgendwie verständlich – zumal das bei ihren griechischen Nachbarn so gut geklappt hat. Was das für uns bedeutet, kann man sich auch ohne eingehendes Studium von Wirtschaftsdaten denken. Das Nähere mögen Finanz- und Währungsexperten beleuchten. Noch schlimmer als der Euro für Bulgarien ist die Aufnahme des „Westbalkans“ in die EU. Dazu bei Gelegenheit Näheres in einem weiteren Artikel.

Liebe Leser, bitte lehnen Sie sich jetzt nicht resigniert zurück.

♦ Bulgarien und Rumänien dürfen auf keinen Fall in die Schengenzone aufgenommen werden!

♦ Die Grenzkontrollen auf dem Balkan dürfen auf keinen Fall reduziert oder ganz aufgegeben werden.

♦ Eine neue Balkanroute muß unbedingt verhindert werden.

Nur wir Bürger können den Selbstmord Europas noch verhindern. Machen Sie Druck, wo immer es Ihnen möglich ist! Unterstützen Sie Petitionen!

Bitte schließen Sie sich den Demonstrationen der Bürger an, die jetzt vermehrt gegen die unhaltbaren Zustände in unserem Land auf die Straße gehen! Wer, wenn nicht wir? Wann, wenn nicht jetzt?

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