(David Berger) Die Liste des Versagens im Fall Kandel, wo vor einer guten Woche ein angeblich 15-jähriger Afghane ein junges Mädchen erstach, wird immer länger. Die Beschwichtigungsversuche der Verantwortlichen und das kalte Desinteresse der Politiker zeigen: es ist lediglich eine Frage der Zeit bis sich Kandel wiederholt

Das zuständige Jugendamt ignorierte die besondere Gefährlichkeit des Afghanen, auf die die Polizei das Amt hingewiesen hatte.

Nach wie vor ist das reale Alter des Täters unklar, obgleich es in vielerlei Hinsicht wichtig ist: Seine Duldung in Deutschland bzw. dass er nicht abgeschoben wurde, war ganz wesentlich von seinem Alter abhängig. Das wurde – obwohl es dazu unzweifelhaft Anhaltspunkte gab – nie geprüft.

Nach dem schrecklichen Vorfall von Kandel hat sich die Bundesärztekammer gegen ärztliche Untersuchungen zur Altersfeststellung von Asylbewerbern ausgesprochen. Mit dem verrückten Argument, wer das bei jedem Flüchtling mache, würde in dessen „Menschenwohl“ eingreifen (Frank Ulrich Montgomery).

Mittlerweile stellt sich zudem heraus, so Alexander Wendt, dass der Afghane „vor der Tat aus Rache Nacktfotos des Mädchens im Internet veröffentlicht hatte, gedroht hatte, sie „abzupassen“, dass er an seiner Schule schon gewalttätig geworden war, und dass die Polizei den Betreuern des evidenzfrei als minderjährig eingestuften Mannes diese Vorgänge mitgeteilt hatte.“

Die Sache mit den Nacktfotos war den zuständigen Stellen offensichtlich bekannt. Die FAZ schreibt:

„Außerdem habe der polizeiliche Sachbearbeiter Abdul D. am 18. Dezember in der IGS Kandel aufgesucht. Dabei sei er von zwei Betreuerinnen aus Abduls Wohngruppe begleitet worden. „Im Beisein der Betreuerinnen wurde der Beschuldigte zunächst belehrt; danach fand eine Gefährderansprache statt. Ihm wurde dabei vorgehalten, er in sozialen Netzwerken Bilder der Geschädigten anderen zugänglich gemacht, sie beleidigt und ihr gedroht zu haben, sie ,abzupassen‘.“ 

Warum uns in Deutschland in diesem gerade begonnenen Jahr noch viele Kandels erwarten werden, zeigt sich nicht nur an diesen Vorgängen, sondern auch an einer Reaktion des CDU-Landrats von Germersheim Fritz Brechtel, der versuchte zu begründen, warum die ihm unterstellten Mitarbeiter nichts unternommen hatten, um den schon Anfang 2017 abgelehnten Asylbewerber abzuschieben:

„Fotos ins Netz zu stellen stellt keine körperliche Bedrohung des Mädchens dar. Fausthiebe gibt es auch unter deutschen Schülern.“

Brechtel sah „zu keinem Zeitpunkt“ irgendwelche Indizien dafür gegeben, dass das Leben des Mädchens konkret bedroht gewesen sei.

Wendt dazu weiter: „Wahrscheinlich gibt es demnächst eine Reportage der ARD und/oder der Süddeutschen mit Hausbesuch bei dem Landrat, der bei dieser Gelegenheit mit dem/den Journalisten über die schlimmen Mails spricht, die er neuerdings bekommt.“

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