(Patrizia von Berlin) Damit hatten die Medienmächtigen wohl nicht gerechnet. Die Zensur einer Antisemitismus-Dokumentation durch ARTE schlägt hohe Wellen. Der offene Brief des Zentralratsvorsitzenden der Juden, Josef Schuster, in dem dieser sich über die Nichtausstrahlung der Dokumentation beschwert, blieb noch weitgehend ohne besonderes Medienecho.

Aber man hatte die Rechnung ohne „Bild“ gemacht. Das Flaggschiff des Springerverlags sprang ein und machte den Film für 24 Stunden über das Internet zugänglich. Wer die Dokumentation sah, begriff sofort, WARUM sie zensiert wurde.

Ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, wurde nicht nur der „klassische“ rechtsextreme Antisemitismus zu Thema gemacht. In einem großen, inhaltlich sinnvollen Bogen wurde auch dem linken und dem islamischen Antisemitismus der nötige, breite Raum gewidmet.

Das war für die öffentlich-rechtlichen Medien wohl zu viel. Dass in der Dokumentation die direkte und indirekte Finanzierung von antisemitischen Organisationen durch die EU oder Mitgliedsländer, wie Deutschland, ins Fadenkreuz gerückt wurde, war wohl so auch nicht vom Auftraggeber gewollt.

Was ARTE wollte, wird jedoch deutlich, wenn man die Antwort des ARTE-Programmdirektors auf die Vorwürfe Josef Schusters liest.

image333924810Die Gründe für die Entscheidung seien „ehrenwert und gut“, schreibt Alain Le Diberder (Bild links). Sagt uns aber nicht, welche Gründe es denn seien. Und dass der WDR die Einschätzung teilen würde, beruhigt wohl auch nur Bürger, die den öffentlich-rechtlichen Rundfunk als Hort ausgewogener Meinungen ansehen.

Man sei „betroffen von den Vorwürfen“. Die Betroffenheit geht natürlich nicht so weit, dass man den Film doch ausstrahlen würde. Sie reicht nur so weit, dass man die Reaktionen der Öffentlichkeit nicht gut findet, sie als „verächtlich machend“ abkanzelt. Berechtigte Kritik an der ARTE Zensur wird so schnell als Hatespeech abgewertet.

Dabei geht der wahre Grund für die Zensur fast unter. Der Film entsprach nicht dem „genehmigten Projekt“, teilt Programmdirektor Le Diberder mit. Er geht sogar so weit zuzugeben, dass man bis kurz vor der Lieferung des Films an einen anderen Inhalt geglaubt habe. ARTE hatte also inhaltlich und tendenziell gebunden beauftragt. Was also hatte ARTE inhaltlich beauftragt?

Die Dokumentation enthielt, wie wir jetzt wissen, keine falschen Darstellungen. Das lässt nur den Schluss zu, dass ARTE die sich aus den gezeigten Fakten ergebenden Konsequenzen nicht genehm waren. Dass womöglich nicht die „richtige“ Art von Antisemitismus auf der Anklagebank saß.

Da es nie ein Problem ist, rechten Antisemitismus anzuprangern, ist es folglich nicht schwer, sich auszurechnen, was ARTE nicht senden wollte.

Das Ganze wirft aber unabhängig von der Frage „rechts“ oder „links“ ein vernichtendes Bild auf das journalistische Verständnis von ARTE.

David Berger dazu:

Der Sender zeigt ein Gebaren, das Politikern ähnelt, die eine wissenschaftliche Studie in Auftrag geben und schon vor Beginn der Studie den Wissenschaftlern mitteilen, welche Ergebnisse am Ende dieser Studie herauszukommen haben. Ein Journalismusverständnis, wie wir es bislang nur von totalitären Staaten kannten.

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Das ursprünglich an dieser Stelle verlinkte ARTE Video ist nicht mehr verfügbar.

17 Kommentare

  1. Ich „gestehe“, ich hatte Arte mal gemocht. Was für ein widerlicher Agitprop-Sender das über die Jahre geworden ist. Islamisiert und völlig linksverstrahlt. Die Kultursendungen des Staatsfunks sind lächerliche Schimären. Als schlüge man ein Kommunistisches Manifest für besonders Linientreue auf. Die überholen noch jeden Sowjetkommissar von links. Was wirklich traurig ist: Diese Sende-Anstalten scheinen sogar ihrer eigenen Propaganda zu glauben. Das ist wie eine Rückentwicklung. Vom aufrechtgehenden Menschen zum knallroten Affen mit Parteiabzeichen.

    Dass im Staatsfunk eine Islamisierung um sich greift, dass man diese aber kurz vor den Wahlen etwas abbremst, das dürfte dem Zuschauer bewusst sein. Und der latente Israelhass, er ist dort zunehmend zu sehen. Wer sich im Nahen Osten etwas auskennt, der wird sogar die einzelnen Propagandalügen der islamischen Strategen wiedererkennen. Ja, soweit ist es dort schon. Ich sage nur Frauenunterdrückung. Das Kopftuch regelrecht vergöttert. Klar, die Frauen im Iran tragen es ja auch freiwillig, wer glaubt denn solchen Quatsch. 30 Stockschläge vor Ort, wenn Dich, Frau, die Religionswächter „oben ohne“ erwischen oder zu viel Haar zu sehen ist. Wie sagte schon das unvergleichlich einzig wahre Göring-E. von den Grünen im Staatsfunk: „Die islamischen Mädchen tragen mit Stolz ihr Kopftuch.“

    Die Zensur passt also perfekt in das Gesamtbild des Staatsfunks und der kritische Zwangsgebührenzahler stört da nur.

  2. Das ARTE der Inhalt des Films nicht gepasst hat ist klar. Seid Jahrzehnten versucht man uns einzuhämmern der Antisemitismus oder auch Judenhass genannt geht nur von rechts aus. Es passt nicht in das Bild vom guten und edlen Flüchtling das man uns verkaufen will das man mit der Flüchtlingswelle eine neue Form des Antisemitismus importiert hat. Oder ist die Palästinenserdemonstration in Berlin vergessen wo die israelische Flagge öffentlich verbrannt und lauthals Hamas Hamas Juden ab ins Gas gegrölt wurde. Der Antisemitismus der mit den zumeist islamischen Flüchtlingen zu uns ins Land kommt ist noch viel aggressiver Die Verantwortlichen wie Frau Merkel oder die Grünen sollten sich mal uns Gedächtnis rufen das viele islamische Staaten zur Vernichtung Israels und des Judentums im allgemeinen aufgerufen haben. Auch im Koran den viele Muslime als einzige Richtschnur akzeptieren wird immer wieder zur Tötung von Juden und Christen aufgerufen oder besser gesagt aufgefordert. Die wirklich sehenswerte Dokumentation kann man auf pi-News.net finden.

  3. Gerade habe ich das Video mir angeschaut. Was für ein ehrlicher Bericht, den kann man nicht im deutschen Fernsehen zeigen, da würde man sich ja selbst diskreditieren und demontieren. Meine Hochachtung an Israel ist gewachsen. Ein kleines Land, welches dem islamischen Terror die Stirn bietet und dem Hass und der Hetze mit Ruhe begegnet. Jetzt bin noch mehr entsetzt über Deutschland,Eu, Konfessionen und deren Hilfsorganisationen. diese ganze linke Brut wird immer schlimmer und da beschimpft ma die AfD als Nazi-Partei. Dabei hätschelt und tätschelt man dieses linke Pack. Pfui Teufel, kann man da nur sagen.

    Danke Herr Berger, für das Video!!!!!!

  4. Ja Herr Berger, so sehe ich das auch .Wenn ich morgens aufwache, kommt wieder eine Statistik aus dem Radio. Alle erstunken und erlogen und ohne Wahrheit in den Raum gestellt. So viel Geld haben die gar nicht um echte Statistiken zu bezahlen. Letzte Woche: Jeder deutsche Jugendliche wurde schon einmal im Leben sexuell belästigt. Woher wollen die das wissen, ich bin nie belästigt worden. Damit will man von den vielen islamischen Vergewaltigungen ablenken und uns Deutsche schlecht machen.

  5. Die Doku, die ARTE gestern dann um 20:15 Uhr zeigte, war eine einseitige Katastrophe.

    Da ging es um die Flüchtlingssituation in Ungarn, Österreich, Deutschland September 2015.
    Lauter rührselige Politiker Merkel, Altmaier, Ramelow kamen zu Wort und redeten tränenerstickt oder mit Tränen in den Augen von kleinen Kindern, Flüchtlingen im Rollstuhl.
    Kein Wort über negative Aspekte des Ganzen und das man aus einer Ausnahme, die noch viele verstanden hätten, eine wochen- und monatelange Regelung einfach gemacht hat – und dann auch noch ohne jedes Konzept oder eine Art Masterplan.

    Wenn man Altmaier da hört und sieht – mich hat es eher geekelt als angerührt, wenn ich an den inzwischen täglichen Horror in den Städten, Parks usw denke. Das kann man natürlich nicht alles den Flüchtlingen bzw „Flüchtlingen“ zu schreiben, aber auf alte ungelöste, problematische Strukturen sind neue mit neuen Methoden eben auch hinzu gekommen.

    Da ist die Doku über den neuen Antisemittismus schon wesentlich gehaltvoller und nicht derartig einseitig.

    Es stimmt, dass der eigentliche Schwerpunkt Europa nicht unbedingt eingehalten wurde. Kam zwar zur Sprache mit Vorfällen in Frankreich, Deutschland, England (von ich zum Teil schon einge vergessen hatte, einige andere, an die ich mich erinnern konnte, wurden dafür nicht erwähnt) – aber um die ganzen Hintergründe zu verstehen, sind natürlich auch historische Entwicklungen und der Ursprung des Ganzen wichtig – und die offene Feindschaft und Vernichtungswünsche der Israel umgebenen Länder, die ja ganz offen geäußert und sogar schriftlich manifestiert wurden.

    Und wer da massiv unterstützt wurde und wird. Selbst für das protzige Mausoleum Arafats hatte die EU 1,5 Millionen Euro überwiesen.

    Da sagte ein Kollege zu mir: Ja die Palästinenser sind ja auch arm. Also anhand der vielen Beispiele der Doku kann man das nicht gerade behaupten – im Gegenteil.

    Dafür werden die Gelder u.a. durch die Hamas im Gaza mal wieder missbraucht und für private Zwecke (protzige Villen am entfernten Strand mit gleich Moschee dabei) zweckentfremdet.

    Erstaunlich reflektiert und kritisch die Stimmen der Jugendlichen im Gaza. Damit hatte ich gar nicht gerechnet.

    Und in Gaza selbst wurde auch viel gedreht, viele teure Autos gezeigt – Vergleiche zur Bevölkerungsdichte mit Frankreich gezogen. Also so ärmlich und trist wie der Gazastreifen immer dargestellt wurde, ist er einfach nicht.

    Man hätte vielleicht, um den Anspruch zu erfüllen, die historischen Querverbindungen, die aber prinzipiell wichtig sind für das Verständnis, kürzen und noch mehr europäische Länder bereisen und die Vorfälle dort vorstellen sollen. Ansonsten finde ich die Doku (auch bei YT inzwischen eingestellt) sehr sehenswert und aufschlussreich.

    Und nich so ein einseitiges Ding wie die Flüchtlings-Doku. Die hatte ein paar wenige auch interessante Aspekte – aber grundsätzlich war die sehr einseitig und in dieser Form überflüssig – es sei denn, man wollte einen Werbefilm für Frau Dr. Merkel senden.

  6. Gestern lief ich durch meine Stadt,wo vor 70 Jahren noch eine Synagoge und ein jüdisches Ausbildungszentrum stand,Juden mit allem was dazu gehört waren im Stadtbild verankert-jetzt schämt man sich dieser Geschichte und ich seh die verschleierten und unverschleierten Moslems überall,arrogante ,unsere Steuergelder verprassenden ,mir ins Gesicht lügenden Ausländer-ich bin nur noch fassungslos.

  7. Kann man offener aussprechen, wie man drauf ist? Nach dem Motto: Wir senden nur die Nachrichten, die so gemacht sind, dass sie in unser linkes Weltbild passen. Alles andere existiert für uns nicht … In Wirklichkeit sagt der Herr von Arte: „Wir sind Lügenmedien!“ Und recht hat er

  8. Ach, ist ja schön, das die Machenschaften des Staats-TVs nun mehr Beachtung finden. Allerdings hätte zumindest ein Punkt schon seit Jahren diskutiert werden müssen: gemäß Rundfunk-Staatsvertrag gibt es Regeln zur Werbung, letztlich das diese gekennzeichnet werden muss. (Großer Aufschrei wegen Haribo Teller bei Gottschalk, …ohne das da irgendwo Haribo dran stand). Facebook, Twitter, Google+ sind stinknormale, gewinnorienierte Wirtschaftsunternehmen wie Haribo, Coca Cola, BMW, usw. WARUM wird seit Jahren dafür ungekennzeichnet Werbung gemacht? Ab MoMa bis zu Von Buten und Binnen? Logos, „Gehen Sie auf unsere FB Seite…“. Absurd: gleichzeitig klären Magazine der selben Sender über die Daten- Unsicherheit und Fallen der beworbenen Produkte auf… Ich habe Sender dazu angeschrieben und nie eine Stellungnahme erhalten.

  9. Nicht nur, daß der „falsche Antisemitismus“ gezeigt wurde, dürfte ein Grund sein, sondern auch, daß die scheinheilige Trennung zwischen Antisemitismus, Antizionismus und Israel-Anklage hinterfragt und zurückgewiesen wurde. Arte sah nicht nur den geliebten Islam in Mißkredit gebracht, sondern auch die Hätschelkinder schlechthin der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten: die Palestinenser.
    Einseitige und tendenziöse Beiträge sind nämlich für Arte kein Problem, solange sie die Richtigen begünstigen. Dazu ist dieser Text lesenswert:

    https://tapferimnirgendwo.com/2017/06/07/arte-da-steckt-absicht-dahinter/

    Und schon fällt der Groschen…

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