Ein Kurzkommentar von Markus Hibbeler

Für mich hat ein Land, in dem Menschen leben, die selbst straffällige Asylbewerber und Islamisten nicht abschieben wollen, und Bürger, die das fordern, in eine extremistische Ecke drängen, das Borderline-Syndrom.

Deutschland hat unter Hitler schlimme Verbrechen verübt. Über 70 Jahre später versuchen einige, diese Taten wiedergutzumachen, indem sie aus einer vermeintlichen moralischen Überhöhung heraus selbst tolerant gegenüber Intoleranten und Kriminellen sind.

Zudem machen sie Kritiker mundtot und verhindern so eine ehrliche Debatte. Die Folgen sind Misstrauen, eine zunehmende Radikalisierung und schließlich zwei radikale Enden, die sich unversöhnlich gegenüberstehen.

Spätestens dann hasst sich die Gesellschaft. Dieses Borderline-Syndrom kann nur therapiert werden, indem man sich wieder vertraut, Debatten und Kritik zulässt und jeder ohne ideologische Scheuklappen sein eigenes Handeln kritisch hinterfragt.

Ich hoffe, unserem Land gelingt die Selbstherapie.

***

Foto: (c) David Berger

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[…] im Gegenteil. Eine Gesellschaft, die weithin unter einer Art kollektivem Borderline-Komplex leidet, sucht geradezu nach solchen Politikern. Oder wie der Psalmist (Ps 41) in der Bibel so schön […]

Peter S.
Gast
Peter S.

Es ist keine „Borderline“ Störung, aber auch alles andere als ein geistig gesundes Verhalten. Ansonsten stimme ich völlig überein.

Z
Gast
Z

Oder eher dem Stockholm-Syndrom?
Ist doch Deutschland seit Jahrzenten de facto in Geiselhaft.

Charlotte
Gast
Charlotte

Das ist Unsinn. Eine Regierung die sich politisch und militärisch ein Verbrechen nach dem anderen erlaubt, hat keine Schuldgefühle aus vergangener Zeit. Sie wird nicht unterstützt vom Volk und versucht, durch Aufhebung der sozialen Ordnung, das Volk gegeneinander aufzubringen. Ein interessantes Experiment. Ich denke, es wird am schnöden Mammon scheitern und ich würde mich freuen, noch eine Justiz erleben zu dürfen, die diesen Namen verdient.

Marcus Vorbrüggen
Gast

Ob Deutschland wirklich darunter „leidet“, mag ich bezweifeln, da es vielen Deutschen sichtlich Spaß macht. Also muss man eher von einer psychisch-sozialen Abhängigkeit sprechen. Nun ist Borderline ja keine Droge. Aber straffällige Asylbewerber zu tolerieren eben wegen Ihrer Herkunft und Hautfarbe etc. ist ebenso Rassismus der besonderen Art.

Dörper
Gast
Dörper

Deutschland muss sich die Chance geben wieder selbstbewusst zu werden und auf sich selber (das Volk ) zu vertrauen.
Die Politik weisst jeder randgruppe ein podest und wir stecken in der grube.
Mit gesundem Menschenverstand und einer demokratischen Sichtweise würde es gelingen die fesseln des Herr Hitler abzulegen und recht und unrecht auseinander zu halten.

Hubert Karl
Gast
Hubert Karl

Auf den erste Blick scheint das zutreffend. Aber was ist mit Schweden? Die haben eigentlich kein solches Trauma und haben schon viel eher mit dem kollektiven Suizid ihres Landes begonnen. Oder habe ich in der europäische Geschichte was übersehen? Jedenfalls seit dem 30jährigen Krieg war Schweden nicht sonderlich kriegerisch aktiv, auch nicht als große Kolonialmacht. Und nur wegen der Erfindung des Dynamits … Ich glaube eher, die übermächtigen, konservativen Strukturen in und nach dem 2. WK haben eben in allen westlichen Ländern, auch in USA mit Vietnam, McCarthy uä, eine aufbegehrende „68er“ Generation produziert. Diese gehören aber jetzt alle schon… Mehr lesen »

Sabrina
Gast
Sabrina

Der dressierte fette Kapaun ist auf dem ihm zugewiesenen Weg zu den Klippen, und die vielen sedierten Schlafschafe unter seinen Fittichen werden es den Lemmingen gleich tun, es sei denn, daß einschneidende Ereignisse eine Rettung „mit dem Gongschlag“ ermöglichen.

Matthias Mala
Gast

Symptomatisch für ein Borderlinesyndrom ist die vom BMFSFJ und der AAS geführten Anti-Hate-Speech-Kampagne, bei der jeder, der dem Mainstream nicht folgen mag, als Nazi ausgegrenzt wird. Dies folgt dem typischen Schwarz-weiß-Denken der Borderliner.

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[…] Quelle: philosophia-perennis.com […]

Running_on_empty
Gast
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Das ist eine gute Einschätzung der Lage, Herr Hibbeler. Allerdings bedarf ausgerechnet zur Brechung des Befunds die Aufhebung genau dessen, weshalb es überhaupt soweit gekommen ist: der unendliche Selbsthass der Deutschen, der sich in unzähligen Schuldkomplexen manifestiert. Dieser Selbsthass verhindert bis heute eine positive Identifikation mit Land, Staat und Gesellschaft, schlimmer noch: er suggeriert, dass nur eine Auflösung des ent-grenzten Landes in ein staatliches Über-Ich in Brüssel und eine bedingungslose Heterogenisierung der Bevölkerung durch fremde Kulturen die endgültige Lösung bringt. Das Deutschland der Nachkriegszeit glich einem fetten Kapaun, wie der konservative Denker Parviz Amoghli kürzlich ausgeführt hat, und nun läuft… Mehr lesen »