(David Berger) Am kommenden Sonntag wird Papst Franziskus die Ordensfrau und Friedensnobelpreisträgerin Mutter Teresa heiligsprechen. Eine Frau, die sich über Jahrzehnte in Indien um die Ärmsten der Armen kümmerte. Die aber auch immer lautstark gegen Abtreibung kämpfte. Und deshalb konsequent und mit aller Entschiedenheit Hillary Clinton verurteilte.

Einer der größten Newsblogs der USA, Breitbart.news, erinnert heute an das National Prayer Breakfast im Jahr 1994, zu dem 3000 Menschen in Washington DC zusammen gekommen waren. Unter ihnen auch die Pro-Abortion-Aktivisten Bill und Hillary Clinton sowie andere prominente Politiker der Demokraten.

Mutter Teresa stand vor dem Gebet in Beisein von Clinton & Co auf und begann über die Abtreibung zu sprechen. Sie bezeichnete sie als die „verhängnisvollste Waffe gegen den Frieden“, einen „Krieg gegen das Kind, das von seiner Mutter selbst gemordet“. Und sie warnte vor den Konsequenzen:

„Wenn wir sogar akzeptieren, dass eine Mutter ihr eigenes Kind töten kann, wie können wir dann den anderen Menschen erklären, dass sie nicht einfach auch einen anderen Menschen umbringen können?“

Und weiter: „Jedes Land, das die Abtreibung legalisiert, erzieht seine Bürger nicht zur Liebe, sondern zur Gewalt!“

Stehender, über 6 Minuten nicht enden wollender Applaus für Mutter Teresa in dem großen Saal. Nur wenige Meter von der zukünftigen Heiligen entfernt, saßen stumm, die Hände unter dem Tisch versteckt die Clintons und Gores mit versteinerten Gesichtern.

Die Rede Mutter Teresas hatte besonders bei Frau Clinton nichts bewegt. Etwa ein Jahr später, schon am ersten Tag der Präsidentschaft ihres Mannes, drängte Hillary diesen, die „executive orders“ zu unterschreiben, mit denen der größte Pro-Abortion-Verband der USA („Planned Parenthood“) nun eine besonders umfangreiche finanzielle Unterstützung durch den Staat bekommen sollte.

Wenn es zwei weltbekannte Frauen geben sollte, die unterschiedlicher nicht sein könnten, dann sind es Hillary Clinton und Mutter Teresa. Wenn der Papst am kommenden Sonntag Mutter Teresa zur Ehre der Altäre erhebt, kann das auch als klares Signal des Vatikans an die Katholiken Amerikas bezüglich ihrer Wahlentscheidung bei der anstehenden Präsidentschaftswahl gedeutet werden.

© 1986 Túrelio (via Wikimedia-Commons), 1986 / , via Wikimedia Commons

7 Kommentare

  1. Mutter Theresa hat zweifelsohne etwas in Gang gesetzt. Sie hat ihre Finger auf wunde Punkte der Gesellschaft gelegt und, auch wenn sie zeit ihres Lebens mit sich, der Welt und auch Gott gehadert hat, versucht nach dem Evangelium zu leben. Gut, dass es sie gegeben hat, dass sie einen wesentlichen Teil ihres Lebens jenen gewidmet hat, die keiner um sich haben wollte.

  2. Mal nebenbei: Mutter Teresa wird ja als Heuchlerin diffamiert (Wiki…), die z.B. Sterbenskranken Schmerzmittel verweigerte und recht autoritär war. Antikatholischer Prop oder berechtigt?

    • „Antikatholischer Prop oder berechtigt?“

      Die wiki Kritik lässt sich in einem Satz zusammenfassen:

      Sie war Katholikin.

      Die Kritik ist somit völlig berechtigt.

      Um es kurz zu erläutern, ihr wird im Wesentlichen zur Last gelegt:

      – gegen Abtreibung gewesen zu sein
      – gegen Kommunismus/Sozialismus/politische Heilsbewegungen gewesen zu sein
      – auch im Leiden des Menschen Sinn zu sehen (ganz böse bei heutiger Euthanasiekultur)
      – die Bekehrung als wichtiger als die Überwindung der Armut angesehen zu haben

      Einzig die Kritik an hygenischen Zuständen und an Intransparenz in Sachen Spenden könnte als echte Kritik angesehen werden; keine Ahnung ob das stimmt; aber wer eine katholische Ordensschwester vermeint einen Vorwurf dadurch machen zu können, dass sie katholische Prinzipien vertritt, hat so sehr an Rad ab, dass die übrige Kritik auch nicht unbedingt zutreffen muss.

      • wer etwas gegen schmerzbekämpfung hat hat ein rad ab! wer schmerzen und leiden als etwas religiös verklärtes betrachtet, hat keine ahnung wovon er spricht!

        mein opa hat als schwer lungenkranker mit mehrfachen wirbelsäuleneinbrüchen schmerzen und atemnot über jahre ertragen müssen, weil man ihm eine schmerztherapie verweigert hat.

        ich geb es allen gerne schriftlich, das ist nicht der kuss gottes, das ist die hölle. und zwar nicht nur für den der das erleiden muss, sondern auch für die angehörigen.

        angesichts dieses leidens hat meine ganze familie ihren glauben an christliche werte und ärzte komplett verloren.

      • Sie war unmöglich. Diese Frau lies die Leute unter Schmerzen elendig krepieren. Sie sollten der Leiden Christi teilhaftig werden.
        Was hat das mit Euthanasie zu tun?
        Die Juden hatten das Schächtgesetz um die Seele des Tieres nicht zu verletzen. Aber diese böse Alte wusste es natürlich besser 🙁
        Es gibt zudem Hilfsorganisationen die weit grösser sind als die dieser Frau, welch der kath Kirche mit ihrer gewaltigen Show Milliarden damit eingespielt hat.

        Das die Kirchen alles in ihr Gegenteil verkehrt haben spricht dafür, dass sie auf der Gegenseite agieren. Sie lehren zwar das Jesus für die Sünden der Menschen am Kreuz bezahlt hat um genau diesen Menschen die Seele mit dem Kreuz zu zerfetzen.
        Wehe dem der die Dinge in sein Gegenteil verkehrt!!!!!
        Aus Tag Nacht macht und aus Böse Gut!
        Genau das tun Christen. Denn nur damit konnten sie die Menschen in Sklaverei und im Dunkel halten.

        Das Christentum der konstantinischen Lehre (Bibel) hat fertig. Es wird mit dem Islam untergehen. Allein die endlosen Widersprüche in 1000ten von Lügen auf Youtube von Evangelikalen die damit Leute einfangen.
        Und zu viele betrachten sich die Aussagen der Bibel ohne Rosinenpickerei – richtige Historiker mit analytischen Fähigkeiten gehen da ans Werk – und da sieht es bitter, bitter, bitter böse aus.
        Es reicht!!!!

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