(David Berger) Noch immer herrscht eine tragische Verharmlosung des Unrechtsregimes der DDR vor. Die ehemalige SED-Zeitung „Neues Deutschland“ erscheint munter weiter – ohne dass jemals ein Zeitschriftenhändler bedrängt wurde, sie aus seinem Angebot zu nehmen. Ehemalige Stasi-Informanten steigen in gut dotierte Ämter auf, wo sie ihre perfide Tätigkeit für die Aufrechterhaltung eines „antifaschistischen Schutzwalls“ fortführen können. Und nicht wenige gehen gar davon aus, dass die Zeiten nicht so fern sind, in denen unliebsam Regierungskritiker im Auftrag des Staates wieder „von zuhause abgeholt werden“. Von der „LINKE“ ganz zu schweigen. All das zeigt deutlich: Im Unterschied zu der Zeit des Nationalsozialismus hat eine Aufarbeitung der sozialistischen Schreckensherrschaft in der DDR nicht stattgefunden.

Umso erfreulicher ist es, dass „TheEuropean“, um den es in den letzten Monaten eher still geworden ist, den heutigen Jahrestag würdigt:

Am 24. August 1961 starb der Erste jener vielen Menschen, die ihren Fluchtversuch aus der DDR mit dem Leben bezahlten. An jenem 24. August 1961 wurde der erste Bürger aus dem sogenannten „Arbeiter- und Bauernparadies“ erschossen, der der DDR den Rücken kehren wollte. So jährt sich in diesem Jahr der Todestag von Günter Litfin zum 55. Mal. Der Schneider aus dem Berliner Stadtteil Weißensee wollte an jenem Tag als einer von insgesamt zwölf Menschen den sowjetischen Sektor der geteilten Stadt hinter sich lassen.

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