Weltweit überschlagen sich Medien und Politiker mit Meldungen über die angeblich dramatische Zunahme von Corona-Neuinfektionen. Was aber sagen wirkliche Experten dazu und warum fällt eigentlich niemandem auf, dass die hysterischen Medienmeldungen und Politikerstatements eben KEINE Expertisen sind?

Der Virologe Hendrik Streeck drückt sich aufgrund seiner Stellung in Politik und Wissenschaft noch vorsichtig aus und geht nicht auf die völlige Sinnlosigkeit und Irreführung durch exzessive Testerei ein:

„Man schaut sich solitär die Infektionszahlen an, aber nimmt es nicht zusammen mit den stationären und intensivmedizinischen Belegungen.“

Bevor wir zu weiteren Experteneinschätzungen kommen, einfach mal denken:

Eine Frage der Logik

1. Tests ermitteln eine vorliegende Infektion, sie ermitteln aber nicht, wann die Infektion erfolgte, und erst recht nicht, wie viele Leute tatsächlich bereits infiziert sind. Es ist unmöglich, durch zufälliges Testen „Neuinfektionen“ zu ermitteln. Die Gleichsetzung von durchgeführtem positivem Test mit „Neuinfektion“ ist also nicht nur eine Fake-News, sondern schlicht grober oder gar böswilliger Unfug. Dennoch prägt sie die weltweiten Schlagzeilen und wird Basis politischer Entscheidungen.

2. Je mehr Tests man durchführt, desto mehr Infizierte findet man auch. Um auch nur einen ungefähren Bezug zur Realität zur erhalten, müsste man deshalb die Anzahl ermittelter Infizierter ins Verhältnis zur Anzahl der durchgeführten Tests setzen, mathematisch betrachtet den Quotienten bilden.

„Wenn man alleine in den Wald geht und 1 Stunde lang Himbeeren sammelt, hat man vielleicht 1 Korb Himbeeren. Wenn man zu Zehnt in den Wald geht, hat man vielleicht 10 mal so viel, das sagt aber nichts über die Anzahl der Himbeeren im Wald aus.“

Dr. Bodo Schiffmann zu der exzessiven Zunahme von Corona-Tests

3. Je mehr Menschen bereits infiziert sind (und das werden zwangsläufig immer mehr), desto größer ist auch die Zahl der Neuansteckungen, ohne dass das aber Rückschlüsse auf die Reproduktionsrate/Ausbreitungsgeschwindigkeit zuließe. Ein Beispiel: Wenn bereits 10 Millionen Menschen infiziert sind, können diese natürlich viel mehr Menschen anstecken, selbst wenn die Reproduktionsrate (Ansteckungsrate) unter 1 ist, als wenn nur 10 Menschen infiziert sind, selbst wenn die Reproduktionsrate 100 betrüge.

Nur die Gesamtzahl der schwer Erkrankten ist von Belang!

Um eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden, ist nicht die Gesamtzahl der Infizierten von Belang, sondern nur die Gesamtzahl der schwer Erkrankten, derjenigen also, die stationär behandelt werden müssen. Die voraussichtliche Zunahme an diesen  schwer Erkrankten ergibt sich dann aus der ermittelten Reproduktionsrate, und nicht aus der Gesamtzahl der Infizierten. Diese Reproduktionsrate ist – ebenso wie die Anzahl der Erkrankten – sehr gering, weshalb auch die Zahl der Erkrankten nur gering zunehmen wird.

„Diese sinnlose Testerei ist ein Verbrechen.“

Prof. Dr. Sucharit Bhakdi sinngemäß im folgenden Clip

Da der obige Clip von Bhakdi offenbar einmal mehr der Zensur oder Drohungen zum Opfer fiel hier eine Alternative.

Nun zu weiteren Experteneinschätzungen

Katharina Schüller, Vorständin der Deutschen Gesellschaft für Statistik äußert sich folgendermaßen (sinngemäß zusammengefasst):

„Prognose-Modelle anhand von Daten weniger Tage aufzuspannen und mit dem aktuellen R-Wert hochzurechnen, ist aus statistischer Sicht hochproblematisch. Der Reproduktionswert schwankt statistisch gesehen um 0,1 bis 0,2. Das ist normal.“

„Die Zahlen vom März sind mit den Zahlen von heute nicht vergleichbar. Damals betrug die Dunkelziffer (nicht erkannte Fälle) ungefähr das 10 fache der bekannten Fälle, heute dagegen, aufgrund der vermehrten Tests, nur noch das 3 fache.“

Quelle: Focus

Das bedeutet: Der Rekordwert von damals, mit 6200 erkannten Fällen pro Tag, muss mit 10 multipliziert werden. Tatsächlich waren es damals also über 60.000 Neuinfizierte pro Tag. Die derzeitigen „Neuinfektionen“, wenn sie tatsächlich Neuinfektionen wären, müssten dagegen nur mit dem Faktor 3 multipliziert werden, um die tatsächlichen Anzahl zu erhalten. Das wären dann knapp 20.000 pro Tag, also nur ein Drittel der Werte von damals und damit überhaupt kein Grund für Alarmismus oder gar neue, mehr oder weniger wirkungslose Lockdowns.

Die nachfolgende RKI-Statistik zeigt sehr schön, wie die Anzahl Fälle unmittelbar mit der ständig steigenden Anzahl Tests verbunden ist. Mehr Tests => mehr positive Testergebnisse. Die Positivenquote – also die Anzahl Infizierter unter den Getesteten –  nimmt dagegen eher ab.

RKI-Statistik - Corona-Tests (c) Focus/RKI

Die Zunahme an Tests führt nicht nur zur Zunahme positiver Testergebnisse, sondern auch zur Überlastung der Labore, was laut RKI zu verzögerter Übermittlung der Testergebnisse führt. Eine solche zunehmende Verzögerung bei eingehenden Testergebnissen kann dann eine Zunahme positiver Testergebnisse vortäuschen, die tatsächlich gar nicht stattfand, weil halt die verspäteten Eingänge zusätzlich auf die kontinuierlichen Eingänge draufpurzeln, während sie zuvor fehlten.

Die Gesamtzahl der Infizierten steigt naturgemäß

Die Gesamtzahl der Fälle steigt naturgemäß, es können nicht weniger werden, sondern nur schneller oder langsamer immer mehr, das liegt in der Natur einer Epidemie. Dadurch steigt auch die Anzahl der Neuinfizierten, ohne dass deshalb die Reproduktionsrate steigt. Die Anzahl der Neuinfizierten ist gewissermaßen das Produkt (Multiplikation) aus Altinfizierten und Reproduktionsrate und je mehr bereits infiziert sind, desto höher das Produkt. Darin liegt aber nichts Erschreckendes, da auch immer mehr Menschen Immunität entwickeln, die Anzahl der Erkrankten also sogar rückläufig ist.

Wissenschaftlich betrachtet war von Anfang an klar, dass man eine Epidemie und ihre Ausbreitung mit Maßnahmen wie Lockdowns, Masken oder „Abstand halten“ nicht stoppen, sondern bestenfalls verzögern kann. Entscheidend ist deshalb ausschließlich, ob das Gesundheitssystem überlastet werden könnte. Davon ist Deutschland weit entfernt.

Aktuell sind 1121 mutmaßlich Coronakranke auf der Intensivstation, bei 28.000 in Deutschland zur Verfügung stehenden Intensiv-Betten, von denen zeitweise ein Drittel für Corona reserviert war, was aber, da die Betten auch zur Hoch-Zeit im Mai überwiegend leer blieben, inzwischen gekürzt wurde.

Aktuelle Studien zu Corona

Die WHO hat jetzt eine Studie bestätigt und veröffentlicht, nach der die durchschnittliche Sterblichkeitsrate (IFR) bei Corona 0,23 % beträgt (konkret ab Seite 7) und damit nur geringfügig über der einer saisonalen Grippe liegt.  Dennoch wird in Politik und Medien immer noch mit falschen Zahlen (Sterblichkeitsraten von mehreren Prozent, je nach Fantasie der Autoren) gegen die Realität angelogen.

Klicke, um auf BLT.20.265892.pdf zuzugreifen

Und hier stellt Prof. Dr. Christian Rieck in einem Clip 3 Studien vor, die die Wirksamkeit der Regierungsmaßnahmen, insbesondere der Lockdowns, untersuchten. Soviel gleich vorweg: Die Wirkung war gleich null!

Wie lange noch will die gemeingefährliche Allianz aus Politik, Medien und Lobbyisten Wissenschaft und Realität ignorieren?