Sonntag, 22. Februar 2026

107 Milliarden neue Schulden: Brüssel-Agenda macht Deutschland arm

Europa steht vor einer wachsenden sozialen Krise. Laut aktuellen Daten von Eurostat sind 93,3 Millionen Menschen in der Europäischen Union armutsgefährdet – fast jeder Fünfte. Auch Deutschland ist inzwischen nur noch Durchschnitt. Ein deutlicher Hinweis darauf, wie stark sich die wirtschaftliche Lage seit den Krisenjahren verändert hat.

Seit 2020 ist die Zahl der Betroffenen spürbar gestiegen. Corona-Politik, Inflation und vor allem die massiv gestiegenen Energiepreise haben Haushalte und Unternehmen gleichermaßen belastet. Gleichzeitig rief die EU vergangene Woche in Straßburg den „Kampf gegen die Armut“ aus – ein Schritt, den Kritiker als widersprüchlich bewerten.

Der AfD-Außenpolitiker Petr Bystron sieht die Ursachen der sozialen Entwicklung in der europäischen Politik selbst. Migration, Energiepolitik und Ukrainekrieg hätten enorme finanzielle Belastungen ausgelöst. Seine Diagnose formuliert er zugespitzt: „Das Gift kommt aus Brüssel.“

Nach Bystrons Darstellung habe Deutschland rund 107 Milliarden Euro neue Schulden aufgenommen, um zentrale politische Vorgaben umzusetzen. Etwa 50 Milliarden entfielen auf Migration, 16 Milliarden auf den Atomausstieg, 18 Milliarden auf EEG und Elektromobilität sowie rund 15 Milliarden auf Unterstützung für die Ukraine. Zusätzliche Kriegskosten seien ebenso wenig eingerechnet wie deutsche Zahlungen an die EU in Milliardenhöhe.
Parallel verschärft sich die wirtschaftliche Lage. Der Bundesverband der Deutschen Industrie warnte Ende 2025 vor der tiefsten Standortkrise seit Bestehen der Bundesrepublik. Die Industrieproduktion sank das vierte Jahr in Folge um rund zwei Prozent und befindet sich seit neun Quartalen im Rückgang. Vom Niveau des Jahres 2018 ist Deutschland weit entfernt.

Als zentraler Standortnachteil gelten die Energiepreise. Die Folgen der Russland-Embargos und der beschleunigte Umbau der Energieversorgung hätten Produktion verteuert und Investitionen gebremst. Unternehmen reagieren mit Stellenabbau, Werksschließungen oder Verlagerungen ins Ausland.

Damit entsteht ein wachsender Widerspruch: steigende Staatsausgaben und Schulden auf der einen Seite, sinkende industrielle Dynamik und zunehmende soziale Unsicherheit auf der anderen. Die steigenden Armutszahlen werden so zu einem politischen Signal – und zu einem Gradmesser dafür, wie stark wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und politische Entscheidungen miteinander verknüpft sind.

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PP-Redaktion
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