Dienstag, 20. Januar 2026

Bahnvorstände kassieren, Fahrgäste und Beschäftigte zahlen die Zeche!

Trotz massiver Probleme im Bahnverkehr steigen die Gehälter der Vorstände der Deutschen Bahn deutlich an. Der AfD-Abgeordnete und Bahnexperte Lars Haise wirft dem bundeseigenen Konzern deshalb Selbstbedienung, mangelnde Transparenz und ein völlig verfehltes Vergütungssystem vor.

„Während Züge ausfallen, die Pünktlichkeit weiter abstürzt und das System Schiene an seine Belastungsgrenze gebracht wird, genehmigen sich die Vorstände der Deutschen Bahn dicke Gehaltszahlungen. Das ist kein Managementversagen mehr, das könnte man beinahe schon als kleptokratisch bezeichnen“, eröffnet der AfD-Bahnexperte und ehemalige Lokführer Lars Haise seine Kritik an den Vorstandsgehältern des Bahnkonzerns, an dem der Bund, mithin also der Steuerzahler, die Anteile hält.

Nach der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage des Abgeordneten (Antwort Kleine Anfrage BT-Drs. Nr. 212806) aus dem Wahlkreis Waiblingen wurden die festen Vergütungen der Bahnvorstände zwischen 2022 und 2024 um rund 80 Prozent erhöht. Die Gesamtbezüge stiegen im selben Zeitraum um mehr als 17 Prozent und betragen nun über zehn Millionen Euro jährlich. „Und das alles in einem Konzern, dessen Leistungskennzahlen sich merklich verschlechtert haben“, so Haise.

Unpünktlicher denn je

Hier werde, so der AfD-Politiker, ein System offengelegt, das von einer zu würdigenden Leistung weit entfernt sei. Die Bahn sei unpünktlicher denn je, die Kundenzufriedenheit sei „im Sturzflug“, die Beschäftigten arbeiteten längst am Limit. „Und dennoch werden Boni und Gehälter leichtfüßig, als wäre alles bestens, nach oben geschraubt. Wer dafür noch das Wort „Anreizsystem“ benutzt, verhöhnt die Realität auf den Bahnsteigen und in den Stellwerken. Dass die Nichterfüllung von Pflichtleistungen der Bahn mit Übererfüllung von woken Sekundärzielen ausgeglichen werden kann, ist nicht vermittelbar “, fährt Haise mit seiner Kritik fort.

Die Deutsche Bahn dürfe kein staatlich gedeckter Selbstbedienungsladen für Vorstände sein, mahnt Haise und kritisiert ein „System der Verschleierung“. Als bundeseigener Konzern, der mit Milliarden an Steuergeldern gestützt werde, müsse endlich geliefert statt abkassiert werden. Haise fordert daher einen sofortige Reform des Systems von Bonuszahlungen, eine vollständige Transparenz über Vergütungs- und Zielsysteme sowie eine grundlegende Neuordnung der Konzernführung.

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David Berger
David Bergerhttps://philosophia-perennis.com/
David Berger (Jg. 1968) war nach Promotion (Dr. phil.) und Habilitation (Dr. theol.) viele Jahre Professor im Vatikan. 2010 Outing: Es erscheint das zum Bestseller werdende Buch "Der heilige Schein". Anschließend zwei Jahre Chefredakteur eines Gay-Magazins, Rauswurf wegen zu offener Islamkritik. Seit 2016 Blogger (philosophia-perennis) und freier Journalist (u.a. für die Die Zeit, Junge Freiheit, The European).

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