(David Berger) Aufatmen bei den Katholiken: Der Limburger Anti-AfD-Bischof Georg Bätzing hört nach nur einer Amtszeit als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz auf und tritt nicht erneut zur Wahl an. Seine sechsjährige Zeit an der Spitze endet im Februar 2026, da er sich überraschend entschieden hat, den Posten freizugeben – offiziell nach „reiflicher Überlegung“, ohne aber klare Gründe offen zu legen.
Vorangegangen war aber am vergangenen Freitag ein Treffen von Papst Leo XIV. mit dem Apostolischen Nuntius in Deutschland, Erzbischof Nikola Eterović. Es sei „unvermeidlich“, dass das Treffen des Papstes mit seinem Nuntius in Deutschland „von der bevorstehenden Abstimmung der Deutschen Bischofskonferenz über die Statuten der Synodalversammlung dominiert“ wurde, so „Il Giornale“ schon in seiner Wochenendausgabe.
Insider gehen davon aus, dass der Papst dem Nuntius unmissverständlich klar gemacht hat, dass er keine weitere Amtszeit des nicht unbedingt im Ruf außergewöhnlicher Treue zum Katholizismus stehenden Geistlichen wünscht.
Spalter statt Bürckenbauer
Bätzing steht nicht nur für stark umstrittene politische Äußerungen (etwa zur AfD, zu Demokratie und Meinungsfreiheit oder zur geplanten Berufung verfassungsproblematischer Juristinnen ausgerechnet in das Bundesverfassungsgericht) von für einen mit der linkswoke-nationalen, den Wünschen des Vatikan konträr laufenden, spalterischen Kurs, der innerhalb der Kirche stark umstritten ist.
Er setzte sich etwa für die Zulassung von Diakoninnen und eine stärkere Beteiligung der Laien ein – Forderungen, die bei vielen Katholiken und Bischöfen auf Skepsis oder Ablehnung stießen. Auf einen authentischen Katholizismus bedachte Bischöfe wie Woelki oder Voderholzer hatten ihm wiederholt widersprochen, und selbst in moderaten Kreisen sorgten seine öffentlichen Statements zu politischen und kircheninternen Themen für Irritationen. Engagierte Katholiken fordern schon seit geraumer Zeit den Rücktritt Bätzings.
Abgehoben in der synodalen Blase
Seine Amtszeit war also weniger ein Zeichen von Stärke als von innerkirchlicher Spaltung und Richtungskonflikten. Nicht umsonst hat man im Vatikan immer wieder die Sorge vor einem „deutschen Schisma“ geäußert. Statt klarer Erfolge bleibt sein Rückzug ein Symptom des Widerstands gegen seine Reformagenda – und offen lässt er, ob er mit seiner Politik nicht einfach zu viel polarisiert, zu wenig verbunden und zu wenig geerdet in den realen Bedürfnissen der katholischen Basis war.
Erleichterung herrscht jedenfalls bei sehr vielen Katholiken, die sich einen Kirche wünschen, die sich nicht nach dem Zeitgeist, Kirchensteuereinnahmen und einem Woke-Appeasement, sondern nach deren authentischer Botschaft richtet, an ihrer großen Tradition Maßstab nimmt. Die Chancen, dass geeignete Bischöfe wie Oster oder Voderholzer zu neuen Vorsitzenden gewählt werden, gelten freilich als gering. Aber schließlich gehört die Hoffnung für den Katholiken zu den göttlichen Tugenden, um die er beten darf.
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