Da sitzt ein erschütternd einfältiger Biedermann bei Lanz zu Gast und gibt von sich – nicht wort- aber inhaltsgleich – was seinerzeit auch ein Joseph Goebbels postulierte. Und wundert sich dann über harsche Kritik.
Noch erschreckender aber ist, dass Daniel Günther (CDU-Ministerpräsident Schleswig-Holstein) Beifall von einem historisch bildungsfernen nicht nur linken Mob bekommt. Umso wichtiger, hier einmal Bildungslücken aufzufüllen, auch wenn ich als Aufhänger/Titelbild meinen satirischen Facebook-Post nehme. Der Spaß ist mir bei der Recherche vergangen …
„Mit Neid blicken Journalisten auf so gefahrlose Berufe, wie sie Seiltänzer oder Dachdecker ausüben“
Hanns-Erich Kaminski, jüdischer Autor nach Machtübernahme der Nazis
Nachfolgend Zitate von Joseph Goebbels, die seine Programmatik, und was nach 1933 in Politik und Gesellschaft passierte (und sich derzeit wiederholt), zusammenfassen.
„Die Tendenz, die uns beseelt, ist die Reform der deutschen Nation an Haupt und an Gliedern. Diese Aufgabe ist keineswegs an die engen Grenzen einer Partei gebunden. Sie geht das ganze Volk an. Man muss sich zu ihr mit einem klaren JA oder einem klaren NEIN bekennen; und dieses JA oder NEIN duldet kein WENN und kein ABER. Die geistigen Kräfte des deutschen Journalismus, die sich zu einem JA verpflichten, können der wärmsten ideellen und materiellen Unterstützung der Regierung gewiss sein. Jene Kräfte aber, die sich aus Bosheit und Unverstand zu dieser Aufgabe verneinend verhalten, die glauben, sie hemmen oder sabotieren zu können, die müssen es sich am Ende auch gefallen lassen, dass sie aus der Gemeinschaft der aufbauwilligen Kräfte ausgestoßen und an der Bildung der öffentlichen Meinung des deutschen Volkes mitzuwirken als unwürdig erachtet werden.“
Joseph Goebbels (1933)
„Der Beruf des Pressemannes ist von einer hohen staatspolitischen Verantwortung umgeben; und nur Menschen, die dieser Verantwortung würdig sind, die die sittliche Reife mitbringen, um sie zu tragen, haben das Recht, an der Presse mitzuwirken und mitzuschaffen. Als unumgänglich notwendig erscheint mir in diesem Zusammenhang ein in Kürze zu erlassendes neues Pressegesetz, das das Verhältnis der Presse zu den staatspolitischen Kräften, die den Staat tragen, aufs neue regelt.“
Joseph Goebbels (1933)
„Das Schriftleitergesetz vom 4. Oktober 1933 verleiht dem Schriftleiter (gemeint ist Journalist/Redakteur) eine grundsätzlich neue Stellung. Er wird nicht mehr lediglich als Angestellter des Verlegers aufgefasst, sondern als selbständiger Träger einer erziehungspolitischen Aufgabe (Neudeutsch: Haltungsjournalismus) an der Nation. Die Voraussetzung für die Berufsausübung ist die Eintragung in die Berufsliste, die heute rund 15.000 Schriftleiter umfasst. Ungeeignete Elemente, etwa 1500 an der Zahl, wurden ausgemerzt.“
Joseph Goebbels zum Schriftleitergesetz das ab 1934 in Kraft trat.
Und nun, was ein Daniel Günther bei Markus Lanz zum Besten gab
Zusammengefasst: AfD-Verbot, Social Media-Verbot für unter 16-Jährige, und Zensur und Presseeinschränkungen nach Gutdünken der Regierenden. Das ist es, was dieser Herr da in bigott-missionarischer und historisch kenntnisfreier Eiferei zum Besten gibt.
In diesem Zusammenhang verweise ich auch noch einmal auf den Beitrag:
Auch die Nazis kämpften gegen Hass und Hetze von rechts
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