(David Berger) Der bekannte katholische Bischof und US-Influencer Robert Barron hat den New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani wegen einer schockierenden Aussage in seiner Antrittsrede kritisiert, in der dieser die „Wärme des Kollektivismus“ lobte. In einem Beitrag auf X sagte Barron: „Um Gottes willen, verschonen Sie mich mit der ‚Wärme des Kollektivismus‘.“ Man könnte ergänzen: „… mit Ihrem Islamismus“.
Unser Tweet des Tages von Robert Barron:
„Eine Aussage aus Zohran Mamdanis Antrittsrede gestern hat mich zutiefst erschüttert. Er sagte, er wolle „die Kälte des rücksichtslosen Individualismus durch die Wärme des Kollektivismus ersetzen“.
Der Kollektivismus in seinen verschiedenen Formen ist für den Tod von mindestens hundert Millionen Menschen im letzten Jahrhundert verantwortlich. Sozialistische und kommunistische Regierungsformen weltweit – Venezuela, Kuba, Nordkorea usw. – sind verheerend.
Die katholische Soziallehre hat den Sozialismus stets verurteilt und die Marktwirtschaft befürwortet, die Leute wie Bürgermeister Mamdani als „rücksichtslosen Individualismus“ karikieren. Tatsächlich ist es aber das Wirtschaftssystem, das auf den Rechten, der Freiheit und der Würde des Menschen basiert. Um Himmels willen, ersparen Sie mir die „Wärme des Kollektivismus“.
There was a line from Zohran Mamdani’s inaugural address yesterday that took my breath away. He said he intended to replace “the frigidity of rugged individualism with the warmth of collectivism.” Collectivism in its various forms is responsible for the deaths of at least one…
— Bishop Robert Barron (@BishopBarron) January 2, 2026
Wenn sich sozialistischer und islamischer Kollektivismus treffen
Was in der Debatte um die Kollektivismus-Aussage Mamdanis bislang überhaupt nicht erwähnt wurde: Wie bekannt legte Mamdani seinen Amtseid auf dem Koran ab. Der Islam ist es wiederum, dessen gesellschaftliches Leitbild der Kollektivismus ist und der deshalb immer wieder Allianzen mit dem menschenverachtenden, oft auch antisemitischen Sozialismus einzugehen versucht.
Der islamische Kollektivismus bezeichnet jene religiös-rechtliche und soziale Ordnungsvorstellung, in der das Individuum primär als Teil der Umma, der Gemeinschaft der Gläubigen, verstanden wird und seine Identität, Würde und Handlungsfreiheit wesentlich aus dieser Zugehörigkeit bezieht. Diese Ordnung steht in einem grundlegenden Spannungsverhältnis zu modernen Konzepten individueller Freiheit, persönlicher Gewissensentscheidung und pluralistischer Gesellschaften und zur christkatholischen Personalismus
Vorrang der Gemeinschaft vor dem Individuum
Im islamischen Denken – insbesondere in seiner klassischen, rechtlich geprägten Ausformung – besitzt die Gemeinschaft der Gläubigen einen normativen Vorrang. Der Einzelne ist nicht autonomer Träger unveräußerlicher Rechte, sondern Teil eines göttlich gesetzten Kollektivs, dessen Ordnung nicht zur Disposition menschlicher Vernunft steht. Moral, Recht und Politik sind nicht getrennt, sondern in der Scharia verschränkt.
Diese Struktur führt dazu, dass individuelle Abweichung – im Denken, Glauben oder Verhalten – nicht als legitime persönliche Entscheidung, sondern als Gefahr für die Ordnung der Gemeinschaft wahrgenommen wird. Abfall vom Glauben, religiöse Kritik oder die bewusste Nichtbefolgung religiöser Normen werden deshalb traditionell nicht als Gewissensakte anerkannt, sondern als Störung des sozialen und göttlichen Gleichgewichts. Die „Ungläubigen“ haben daher nicht die selbe Menschenwürde wie die zur Umma Gehörenden. Was für den Islam die „Ungläubigen“ sind für den Sozialismus/Kommunismus die Systemkritiker.
In kollektivistisch geprägten islamischen wie sozialistischen Gesellschaften ist die Freiheit des Gewissens strukturell eingeschränkt. Zwar existieren in vielen Ländern formale Freiheiten, doch sozialer Druck, religiöse Sanktionen und informelle Gewalt sorgen dafür, dass Abweichung vom normativen Islam bzw. Sozialismus/Kommunismus faktisch kaum möglich ist.
Der islamische wie der sozialistische Kollektivismus propagieren eine Form der Gleichheit, die nicht auf gleichen Rechten autonomer Individuen beruht, sondern auf gleicher Unterwerfung unter göttliche Gebote bzw. die Staatsdoktrin. Diese Gleichheit ist daher keine Freiheit, sondern eine Vereinheitlichung. Zugehörigkeit ist nicht freiwillig, sondern normativ eingefordert.
New York oder der Selbsthass des Westens
Das ausgerechnet, das als besonders pluralistisch und liberal geltende New York einen kollektivistisch-totalitären Muslim zum Oberbürgermeister gewählt hat, ist ein weiteres beredtes Zeugnis für den Selbsthass des Westens, den Papst Benedikt XVI, noch als Kardinal Ratzinger mit folgenden Worten beschrieben hat:
„Hier ist ein Selbsthass des Westens zu sehen, der seltsam ist und nur als etwas Pathologisches betrachtet werden kann; der Westen versucht — in lobenswerter Weise — sich dem Verständnis fremder Werte zu öffnen, aber er hat die Fähigkeit zur Selbstliebe verloren. Alles, was er in seiner eigenen Geschichte sieht, ist das Verwerfliche und Zerstörerische; er ist nicht mehr fähig, das Große und Reine wahrzunehmen. Europa braucht eine neue — sicher kritische und demütige — Annahme seiner selbst, wenn es wirklich überleben will.“
Addendum: Wenn der Islam gegen den Kommunismus aufsteht
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