In meiner Wahrnehmung und in meiner Erinnerung ist das „Jahr Eins“ von Corona oder COVID-19 das Jahr des substanziellen Scheiterns der Bundesrepublik Deutschland. Ein Gastbeitrag von Frank Helbig

In wenigen Tagen jährt sich die zweifelhafte deutsche COVID-Bekämpfungsmisserfolgsgeschichte. Am 27 Januar des letzten Jahres wurde der erste COVID-19 Fall in Deutschland bekannt. Es ist ein Jahr vergangen, in dem nichts, zumindest für mich, im Kontext mit COVID-19 irgendwie erkennbar besser geworden ist.

Selbst Fortschritte hinsichtlich der Erkenntnisse über die Ausbreitungs- und Infektionswege sind offenbar selbst für Fachleute, so man den Berichten dazu Glauben schenken darf, kaum erkennbar. Ich weise auf die diesbezüglichen aktuellen Aussagen des Professor Steek hin, der sich immer noch nicht die Ausbreitungswege erklären kann. Das macht zumindest für mich die teilweise mehr als irrational scheinenden Maßnahmen der erkennbar überforderten Politik, vollkommen fragwürdig.

Zauberei oder Wissenschaft?

So haben dann also viele der Maßnahmen den Touch von Geisterbeschwörung, so wie der homopuke Versuch mit einem Bündel Knoblauch an der Haustür Hexen und böse Mächte abzuweisen zu wollen. Wie soll ein effektiver Schutz vor etwas möglich sein, von dem immer noch nicht völlig klar ist, wie es sich eigentlich überträgt? Wüsste man es endlich zuverlässig, so würden sich mit ziemlicher Sicherheit Alle strikt daran halten. Einsperren und Ausgehverbote halte ich dabei aus unzähligen Gründen für den vollkommen falschen, ja sogar für einen geradezu infantil mittelalterlichen Weg. Mit den Mitteln der modernen Hygiene sollte es andere Lösungen und Möglichkeiten als die bisher verwandten, geben.

Es ist ein Jahr der Lügen, der Vertuschung, der Desinformation vergangen. Ein Jahr des politischen, medialen, handwerklichen und logistischen Scheiterns. Ein Jahr der Planlosigkeit, der Hilflosigkeit, des Unvermögens und des erschreckenden Dilettantismus. Ein Jahr des stetig zunehmenden, repressiven Zwanges. Ein Jahr aus dem aus den letzten Resten der freiheitlichen Bürgerschaft der Untertan wurde.

Selbstermächtigte Elite

Ein Jahr in dem sich die bürgerlichen Interessen und Bedürfnisse zunehmend den parteilichen Interessen einer selbsternannten und selbstermächtigten Elite unterzuordnen hatte. Ein Jahr in dem die Nomenklatura des Landes im Wesentlichen mit sich selbst beschäftigt war und wo ein Austausch mit der Bevölkerung praktisch nicht einmal mehr im Ansatz stattfindet und in dem sehr viele, nicht ohne Grund installierte Schutzmechanismen der freiheitlichen Grundordnung ohne wirklich erkennbare Notwendigkeit außer Kraft gesetzt worden sind. Die aktuelle Wahl, für den neuen Ehrenvorsitz des Politbüros am Wochenende, bestätigt dies eindrücklich.

Politiker, im Saft der eigenen, völlig realitätsfernen Blase schmorend, jede noch so sachliche Kritik der Coronamaßnahmen diffamierend und diskreditierend. Dabei eifrig unterstützt durch eine inzwischen offen querfinanzierte „System Presse- und Medienlandschaft“ und den zwangsfinanzierten Staatsrundfunk, wenig schmeichelhafte Titel übrigens, die sich diese Herrschaften aber nicht ohne Grund redlich verdient haben.

Ein Jahr, in dem die Grundrechte der Bürger mehr und mehr zu Disposition gestellt und geschliffen wurden und immer noch werden. Beleg dafür sind nicht zuletzt die aktuellen Äußerungen des Außenministers Heiko Maas, der feststellte, dass zum einen die Grundrechte derzeit außer Kraft gesetzt sind und man sie nur wieder erlangen kann, wenn man sich impfen lässt. (Ich unterstelle einmal zu seinen Gunsten, dass er wie immer nicht in der Lage war, sich abseits seines üblichen Geschwafels präzise auszudrücken. Wissen tue ich allerdings nicht mit Sicherheit, ob er es nicht doch so meinte wie er es sagte).

Massive Rückschritte in allen Bereichen

Es ist ein Jahr vergangen, welches unsere Wirtschaft aber auch unsere Gesellschaft für einen noch nicht zu überschauenden Zeitraum in seiner Entwicklung massiv zurückwerfen wird. Den Schaden der dabei entstanden ist, halte ich dabei für nicht übersehbar, aber das Wort „immens“ ist wohl noch stark untertrieben. Das Ganze noch verstärkt durch massive Erschwernisse wie Energiewende, absurde Auflagen für praktisch jede Initiative, irrationale bürokratische Hemmnisse, realitätsferne und hysterische Umweltauflagen, sowie solche Idiotien wie CO2 Steuern und noch vieles andere mehr, was ich hier alles gar nicht aufzuzählen vermag.

Ein Jahr in dem trotz teilweise völlig absurder Maßnahmen und geradezu krampfhafter Bemühungen, trotzdem weiter gestorben wurde und wird und die Schutzmaßnahmen für die angeblich besonders schützenswerten Menschen, nämlich die Alten und Kranken dieses Landes immer noch nicht durchgängig, nachhaltig und vor allem menschenwürdig vorhanden sind. Dabei erspare ich es mir hier auf die bedauernswerte Situation im deutschen Gesundheits- und Pflegewesen einzugehen. Die Berichte darüber sind so unzählig, dass sie Einen zu erschlagen drohen.

Ein Jahr was dazu geeignet ist, die Zukunft und Entwicklung unserer Kinder und Jugendlichen in einem nicht mehr vertretbaren Maße nachhaltig zu beeinträchtigen. Ein wie ich meine, bisher kaum einzuschätzender und zu überblickender Schaden für die Zukunft unserer gesamten Gesellschaft. Ein schrecklicher Zustand, bei dem zudem auch noch kein Ende abzusehen ist. Der für den entfallenen Präsenzunterricht angeblich geschaffenen Ersatz ist in weiten Teilen der Republik eine Lachnummer und eine weitere Verhöhnung der Bürger.

Das neue Jahr, soviel kann man ohne Übertreibung prognostizieren, schickt sich an das alte Jahr an Elend noch deutlich zu übertreffen. Die schon kolportierten Maßnahmen, die in den nächsten Tagen beschlossen werden sollen, sprechen meines Erachtens nach zweifelsfrei dafür.

Missstände treten nun offen zutage

Anstatt neue Ansätze und Ideen dafür zu entwickeln, wie man mit einem Virus der sich ganz offensichtlich nicht im Geringsten um die menschengemachten Maßnahmen schert, in der Zukunft vernünftig und zielführend umgehen will, oder wie man den Bürgern endlich einen verlässlichen Plan für ein dringend gebotenes Ausstiegsszenario anbietet, setzt man einen als gescheitert zu betrachtenden Maßnahmenirrsinn nicht nur fort, sondern verschärft diesen in einem nicht mehr rational nachvollziehbaren Maße.

Es ist ein Jahr vergangen, was die entwicklungstechnischen Versäumnisse der letzten 1 ½ Dekaden in diesem Land, insbesondere bei der Digitalisierung, dem Ausbau des schnellen Internets und der immer schlechter werdenden Infrastruktur in einer geradezu erschütternd unbarmherzigen Weise hat Zutage treten lassen. So schonungslos wird das Versagen der letzten 15 Jahre jetzt unmittelbar sichtbar, dass es sich auch beim besten Willen nicht mehr schönreden lässt, wollte man sich nicht total lächerlich machen. Es ist eine Katastrophe, wenn man sehen muss, wie vermeintlich deutlich schwächere Länder unaufhaltsam am besten Deutschland aller Zeiten in Richtung Zukunft davonziehen.

Der Grad des Unwissens, des offensichtlichen Unvermögens und der Hilflosigkeit der Regierung und ihrer nachgeschalteten Organe, lässt sich unschwer am Grad des stetig zunehmenden Zwangs, der auf die Bürger, grundrechtswidrig und am Parlament vorbei ausgeübt wird, erkennen. Nicht einmal der Versuch wird mehr unternommen, den Menschen irgendeine wie auch immer geartete Hoffnung zu machen oder die Sinnhaftigkeit der Maßnahmen sachlich und nachvollziehbar zu erklären. Stattdessen Panikmache, irrationale Hysterie, systematische Fehl- und Desinformation mit Fakeberichten- und Fakezahlen, die für den Bürger ohne Belang sind, weil sie in kein irgendwie geartetes Verhältnis gesetzt werden können, einfach weil wichtige Informationen einfach nicht vorhanden sind oder nur unterschlagen werden.

Falsche Versprechungen

Auch die über Monate gemachten Versprechungen hinsichtlich der Lockerungen durch das Impfen, sind ohne Übertreibung als ein kompletter Fehlschlag zu bewerten. Es ist nach all den Fehlschlägen und enttäuschten Hoffnungen des letzten Jahres eben nichts mehr glaubhaft, vom dem was von der Politik immer wieder mit großem Getöse angekündigt wird.

Es ist für viele Menschen einfach nur noch eine persönliche Tragödie und nachhaltige Enttäuschung, wenn sie nicht wie versprochen schnell geimpft werden, sondern wenn sie Glück haben, vielleicht irgendwann im Jahre 2022. Und es wird eben voraussichtlich keine Lockerungen geben, Erkenntnisstand heute, wenn nicht eine bestimmte Anzahl von Menschen in diesem Land geimpft worden ist. Natürlich sind die Menschen verärgert und enttäuscht, wenn es statt der versprochenen aber leider total verdattelten Impfung noch mehr persönliche Kontaktbeschränkungen, noch mehr Bewegungseinschränkungen und noch mehr Maske gibt.

Zum unguten Ende…

Was ich dabei beim besten Willen nicht verstehen kann ist die Tatsache, dass der Deutsche Bürger trotz des offensichtlichen Scheiterns aller initiierten Maßnahmen und des stetig ansteigenden, völlig fragwürdigen Zwangs, sich nicht nur mehr oder weniger schweigend fügt, sondern zudem auch noch nahezu teilnahmslos dem völligen Zusammenbruch und der Zerstörung seines Lebensumfeldes und damit auch seiner Zukunft, zusieht. Das dabei weite Teile der Bevölkerung den Akteuren dieses Dilemmas auch noch ihre Zustimmung erteilen, jedenfalls wenn man geneigt ist den Umfragen glauben zu schenken, ist für mich vollkommen irrational und nicht einmal ansatzweise nachvollziehbar.
Resümierend bleibt für mich persönlich festzuhalten…

In meiner Wahrnehmung und in meiner Erinnerung ist das „Jahr Eins“ von Corona oder COVID-19 das Jahr des substanziellen Scheiterns der Bundesrepublik Deutschland.

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