(Alexander Dilger) Die „SPD legt zwei Punkte zu“ in der jüngsten Wahlumfrage. Das scheint nicht viel zu sein, zumal sie auch damit nur auf historisch schlechte 15 Prozent kommt. Zusammen mit unverändert 24 Prozent für die Grünen und 9 Prozent für Die Linke würde es jedoch für eine grün-rot-rote Regierungsmehrheit reichen, obwohl die Union mit miserablen 26 Prozent die stärkste Fraktion bleibt (bzw. wieder ist nach ‚Grüne erstmals stärkste Partei laut Forsa‘). Die AfD kommt auf 13 Prozent, die FDP auf 8 Prozent und die Sonstigen auf 5 Prozent.

Frau Merkel scheint in Deutschland inzwischen leider eine strukturelle linke Mehrheit geschaffen zu haben. Die Grünen würden dennoch lieber eine Regierung zusammen mit der Ex-SED anführen, als Juniorpartner in einer Regierung mit der Union zu sein, insbesondere nach dem Ende der Kanzlerschaft von Frau Merkel.

Das bürgerliche Lager ist der eigentliche Verlierer

Unabhängig davon handelt es sich aber gar nicht mehr um ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen einem linken und einem bürgerlichen Lager, denn die CDU selbst ist inzwischen eher eine linke Partei und die AfD mittlerweile zu rechts (und in jedem Fall zu kollektivistisch und unseriös) für eine bürgerliche Partei. Die FDP hat sich vergleichsweise gut gehalten, aber nicht hinreichend vom Niedergang der anderen traditionellen Parteien profitiert, womit das bürgerliche Lager der eigentliche Verlierer ist.

Eine konservative Partei oder auch nur eine Partei (auch) für Konservative gibt es gar nicht mehr in Deutschland. Allerdings bin ich nicht mehr sicher, ob das tatsächlich noch eine relevante Lücke im Parteienspektrum darstellt. Vielleicht mangelt es inzwischen einfach an Konservativen in Deutschland. Jedes Volk bekommt die Regierung, die es verdient, insbesondere bei demokratischen Wahlen. Offensichtlich wollen und verdienen die meisten Deutschen Frau Merkel und demnächst Herrn Habeck.

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