Nun ist der Name raus: Der, mit allen möglichen Journalistenpreisen überschüttete nächste Lügen-Journalist von SZ, Spiegel und Zeit heißt Dirk Gieselmann.

Bislang verzichtete das Medienportal „Meedia“ auf die Nennung des Namens. Nun ist der Name des Autors bekannt: Es handelt es sich um den preisgekrönten Journalisten Dirk Gieselmann. Meedia hatte vor rund zwei Wochen den nächsten Medienskandal aufgedeckt.

SZ-Magazin der Süddeutschen Zeitung, Tagesspiegel, die Zeit und erneut Spiegel betroffen

Aufgeflogen war Gieselmann, der unter anderem mit seinen Geschichten „Qualitätsmedien“ wie das SZ-Magazin der Süddeutschen Zeitung, den Tagesspiegel, die Zeit oder Spiegel belieferte, im Januar, nachdem einer seiner Geschichten mit der Wahrheit nicht wirklich korrespondierte. Der Sachverhalt ist derselbe wie bei Claas Relotius. Bei Gieselmann war es eine Protagonistin einer seiner Geschichten, die im Januar hätte in Druck gehen sollen. Diese Person war frei erfunden. Als er darauf angesprochen wurde, habe er zugegeben, dass Zweifel an seiner Geschichte berechtigt seien.

Und schon wieder ein Nannen-Preisträger

Für seine Stücke wurde er mit dem Henri-Nannen-Preis und jenem Preis, den auch Claas Relotius mehrfach an gehängt bekommen hatte – dem Reporterpreis ausgezeichnet. 2018 listete ihn das Medium Magazin auf Platz drei der „Journalisten des Jahres“ in der Kategorie „Unterhaltung“. Gieselmann ist auch Buchautor.

Der Rowolt-Verlag präsentiert Gieselmanns Buch mit den Worten: „Es ist Comedy-Journalismus, der über seine Schnelligkeit wirkt. Vielleicht wurde hier eine neue journalistische Form geboren“. Die Jury des Henri-Nannen-Preises meinte: „Beim Lesen weiß man nie genau: Ist das jetzt Wirklichkeit oder Fälschung?“.  Bei Zeit Online gibt Gieselmann Auskunft darüber, was ihn antreibt: „Das, was niemand sieht, muss aufgeschrieben werden.“

Nun ist wieder – wie bereits bei Relotius – Hektik angesagt in den Redaktionsstuben des „Qualtitätsjournalismus“. Wie Meedia berichtet, sei bei der Zeit nach Überprüfung von rund 50 Gieselmann-Texten in einem Drittel Fehler aufgefallen. “Schludrigkeiten und Unsauberkeiten” genauso wie “einige Fehler”, die “offenbar die Dramaturgie der Beiträge unterstützen sollten”, sollen es sein.

Gestörtes Verhältnis zur Wahrheit als Garantie für eine Journalistenkarriere?

„Fragezeichen“ würden auch andere Veröffentlichungen aufwerfen, die Meedia im Spiegel und Tagesspiegel identifizieren konnte, so das Medienportal. „Die Veröffentlichungen legen ein offensichtlich gestörtes Verhältnis zur Wahrheit des Autors offen“, heißt es zu einer ausführlich nachfolgenden Darstellung weiter.

Die SZ – sowie die Zeit-Medien und der Spiegel haben sich laut Meedia bereits von Gieselmann getrennt. Gieselmann habe sich auf Anfragen von Meedia noch nicht geäußert. Das alles scheint also System zu sein. Das System „Linke Lügenpresse“ (SB)

Der Beitrag erschien zuerst hier.