(David Berger) Die ARD hat derzeit ein Riesenproblem: es finden sich keine Hitlergruß zeigenden Nazis auf den Straßen, die den fatalen Rechtsrutsch unserer Republik belegen würden. Aber beim Staatsfunk weiß man sich zu helfen: der Kampf gegen Rechts kennt schließlich keine Tabus.

Kurz vor Weihnachten bei der ARD, die Sissy-Filme liegen zwar bereit und auch die Weihnachtsfolge der „Lindenstraße“ ist seit langem abgedreht, aber ansonsten ist die Stimmung nicht sonderlich gut. Kaum jemand im Reich der hochdotieren Jobs, der sonderliche Lust hat, selbst an den Feiertagen die Propaganda-Kanäle zu bespielen.

Kein Mensch in Chemnitz unterwegs

Und dann auch noch das: Trotz eifrig recherchierender Faktenfinder (sie recherchierten so eifrig zu anderen Themen, dass ihnen der Fall Relotius mal eben so entging) in Chemnitz, Cottbus, Dresden und Halle: Derzeit sind einfach mal wieder keine den Hitlergruß zeigende Nazis aufzutreiben. Und das inmitten eines Landes, das sich gerade im blitzartigen Rutsch nach rechts befindet.

Gut, dass die ARD ein Archiv und für uns Gebührenzähler ausgepackt hat, was sich da Schönes findet. Unter Millionen von Fotos und Filmausschnitten tatsächlich ein Nazi: Und zwar einer wie er aussehen soll. Nicht so wie die feschen, studierten, sauberen, durch und durch unfanatisch und natürlich wirkenden Jungs wie von der IB, sondern der „Nazi“ wie gemacht für den Staatsfunk und seine Mission:

Und jetzt kommen Sie doch bitte nicht mit Moral, mit solch salbungsvollen Phrasen von wegen Menschen vorführen, die stockvoll betrunken und schuldunfähig sind. Hier geht es erstens um weiße cis-männliche Nazis aus Ostdeutschland und das sind im Wahrheitssystem Merkel keine wirklichen Menschen – und selbst wenn es nicht so wäre: Wenn es einen Bereich gibt, in dem der Kampf für das Gute (bzw. die offizielle linksgrüne Doktrin) wirklich jedes Mittel heiligt, dann der gegen Rechts!