Ein Gastbeitrag von Markus Hibbeler

In Cottbus wurde eine ägyptische Studentin überfahren und starb an den Unfallfolgen. Große deutsche Medien griffen den Fall auf und spekulierten über rassistische Äußerungen des Fahrers, womöglich sogar über ein fremdenfeindliches Tatmotiv. Auch ich teilte den Fall, nahm ihn dann aber von meiner Timeline, weil ich Zweifel an der Darstellung bekam.

Es ist gut, dass ich das gemacht habe. Denn jetzt wehren sich auch die Freunde des Opfers und dementieren die Darstellung in deutschen Medien. Der „Egypt Independent“ gibt deren Aussagen wieder:

„Eine Gruppe von Goharys Freunden hat einen Beitrag auf Facebook entdeckt, in dem behauptet wird, dass dies ein rassistischer Angriff war. Liebe Facebook-Freunde, bitte hört auf, die falschen Nachrichten über den schrecklichen Unfall zu teilen. Es war ein unglücklicher Unfall. Ihre Freunde, die mit ihr zusammen unterwegs waren, haben von rassistischen Aussagen oder Haassrede nichts mitbekommen. Hört bitte auf, solche Gerüchte zu verbreiten! „

Ohne Rechtsextremismus nur ansatzweise verharmlosen zu wollen, ist es leider nicht das erste Mal, dass deutsche Medien vorschnell einen solchen Fall instrumentalisieren.

Das war mit Bränden in Flüchtlingsheimen so, die später von den Bewohnern selbst gelegt wurden; das war mit einer Kopftuch tragenden Schülerin so, die angeblich aufgrund ihrer Verschleierung aus einem Bus geworfen wurde, und bei der sich dann am Ende herausstellte, dass der Busfahrer sie nur nicht mitnehmen wollte, weil sie ihren Döner im Bus weiteressen wollte… die Liste ist lang.

Später stellen sich solche Fälle dann oft ganz anders dar, wurden aber vorher aufgebauscht.

Die Richtigstellung liest man dann entweder ganz klein oder in ausländischen Medien. Das hier ist ebenfalls eine widerliche Instrumentalisierung für politische Zwecke auf dem Rücken des Opfers.

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ägypterin

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Fotos: Facebook

20 Kommentare

  1. Wen wundert das noch im tiefroten Brandenburg. Offiziell wird es geleugnet aber es existiert eine Anweisung des brandenburgischen Innenministerium jede Straftat als eine mit rechtsextremen Hintergrund zu werten. Das weist fatale Ähnlichkeit mit einem Fall oder Vorkommnis in Mecklenburg-Vorpommern auf wo ein Abgeordneter der Linken angeblich von Neonazis ueberfallen und verletzt wurde. Bei näherer Untersuchung stellte sich heraus das der junge Mann den Überfall erfunden und die Verletzungen sich selber zugefügt hat. So nutzt diese angebliche Zeugin den sehr bedauerlichen Unfall dazu den sogenannten K(r)ampf gegen Rechts noch stärker anzufachen. Irgendwie finde Ich es eigenartig bloß weil das Opfer aus Ägypten stammt werden gleich rassistische und Fremdenfeindliche Beschimpfungen erfunden.Hier muss Ich mal ganz provokatorisch fragen wird auch gleich so ein Aufstand veranstaltet wenn z.b.ein deutscher Rentner von jugendlichen Rasern mit Migrationshintergrund totgefahren wird? Und was ist mit dem schlafenden Obdachlosen der voriges Jahr Dezember im Berliner U-Bahnhof Schoenleinstrasse von ausländischen Jugendlichen in Brand gesteckt wurde?

  2. Falls die fremdenfeindliche Wörter wirklich gefallen sind wird in den Medien mit
    zweierlei Maß gemessen. Zb Bei dem Münchener Attentat beschimpfte ein Bayer vom Balkon aus den Attentäter auf übelste rassistische Weise, obwohl er den Täter garnicht kannte. Ganz Deutschland feierte diesen Rassisten.
    Damit möchte ich sagen, überall in Deutschland gibt es solcherart Menschen, aber nur in Ostdeutschland wird darüber öffentlich gesprochen,
    vielleicht weil die Medien in Ostdeutschland komplett in der Hand von Westlern sind.

  3. Genauso windig ist die Schmonzette von dem „National SOZIALISTISCHEM“ Oberleutnant FRANCO der sich als syrischer Asülant ausgegeben haben soll.
    Um wegen 142 € Taschengeld zwischen seinem Stationierungsort in FRANK(O)reich bei der Brigade FRANCO -Allemagne und dem bayrischen Asülstandort hin und her zu pendeln.
    Und nebenbei noch eventuell angebliche terroristische Anschläge möglicherweise geplant haben könnte?
    Wer das glaubt glaubt auch das Klapperstorch, Osterhase und Weihnachtsmann gemeinsam eine neue „NSU“ planen!.

  4. Rassismuskeule ist immer Unrecht!
    Wer „Rassismus“ schreit wie ein gewisser „Herr“ Beck https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/2d/Volker-beck-rosa-funken.JPG hat in der Regel Dreck am Stecken.
    Wer’s nicht glaubt, kann sich ja die kriminelle „Black-Lives-Matter“-Bewegung in den USA mal näher ansehen oder auch den Genozid in Südafrika, Rhodesien „Simbabwe“

    Wenn es keine Kriminellen sind, so doch zumindestens korrupte Schreihälse, die damit die angebliche eigene Unentbehrlichkeit im Amt erschreien wollen wie bei diesem Beck.

  5. Es war so eine geile Story! Die Politik war bereits sexuell erregt!
    Jetzt haben „ägyptische Dumpfbacken“ das alles ruiniert! Unfassbar.
    Gut, dass wir in Ägypten noch Verteidiger haben. Der Schutz der eigenen Bevölkerung wurde als rechter Populismus enttarnt und verboten.

    Was geschieht eigentlich mit der Brunnenvergifterin? Gehört sie einer Partei an, welcher?

    • Hat face book auf die hate speech eigentlich reagiert? Wurde das Wahrheitsministerium aktiv?

      Hass und Verleumdung des Eigenen locken keinen Popen vor seine Kapelle!
      Liebt die „Köterrasse“ Kötersprache? Autorassismus als Staatsraison?

  6. …und wo es tatsächlich um Antisemitismus geht, da wird dann geleugnet und kleingeredet, dass sich die Balken biegen (…)
    Wie Akif schon sagte: „Schwarz ist jetzt weiß und weiß ist jetzt schwarz.“

  7. FAKE-NEWS DER SCHLIMMSTEN ART
    UNFALL OFFENBAR FÜR RASSISMUS-VERDACHT MISSBRAUCHT
    Eine ägyptische Studentin wird nachts von einem Auto angefahren. Ihre Freunde kümmern sich um sie und bringen sie ins Krankenhaus. Tragischerweise stirbst die junge Frau wenige Tage später an ihren Verletzungen.
    Das ist traurig genug. Doch es reicht nicht! Plötzlich tritt eine Zeugin auf den Plan, Josefine, 19. Sie ist an einem Theaterprojekt beteiligt und berichtet Tage später, dass der Unfallwagen umgedreht und die Insassen dass am Boden liegende Opfer rassistisch beschimpft hätten.
    Ich versuchte mir, als zahlreiche Zeitungen mit Abscheu davon berichteten, die Situation vorzustellen. Es ist Nacht, finster, und man überfährt einen Menschen, der verletzt auf der Straße liegt. Jeder Mensch, der nicht vorssätzlich so handelt, steht ineiner solchen Situation unter Schock. Ein in der Dunkelheit am Boden liegender Verletzter ist wohl auch schwerlich als Mann oder Frau, als In- oder Ausländer zu erkennen.
    Die Zeitungen lieferten Schlagzeilen, die Brandenburgische Wissenschaftsministerin Martina Münch (SPD) erklärte: „Dass eine junge, tödlich verletzte Frau mitten in Cottbus nach einem Unfall noch fremdenfeindlich und rassistisch beleidigt wird, ist unfassbar und abscheulich!“ Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/26773644 ©2017
    Ich fragte mich, ob sich auch noch andere Zeugen außer Josefine melden würden. Die Zeugen haben sich nun gemeldet. Es sind die Freunde von Shaden Mohamed al-Gohary, der 27-jährigen ums Leben gekommenen Studentin aus Ägypten. Sie rufen dazu auf, alle Gerüchte um „Rassismus“ einzustellen. Nichts davon war offenbar der Fall.
    „Dearest Facebook friends and family, Please stop sharing the news about our beautiful friend’s [Shaden Mohamed] terrifying accident, as it was a pure hit and run. Her friends who were with her never stated anything about racism or hatred. So please let’s stop spreading rumors,“ the post said.
    Möge Shaden in Frieden ruhen. Ihren Freunden sei gedankt, sie haben zu einer Charity-Aktion in ihrem Namen aufgerufen, die Strom und Wasser in bisher unversorgte Häuser in Ägypten bringen soll.
    Josefine, 19, sollte von verantwortlichen Personen dazu gebracht werden, in sich zu gehen und die Verwerflichkeit ihres Tuns zu erkennen.

  8. PS: auch mir kam die Story „windig“ vor. Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich bei Bild.de davon gelesen. Schon da stellen sich viele Fragen, z.B. woher die Unfallgegner wissen sollten, dass die Frau aus dem Ausland kommt. Dem Bild nach hätte ich nicht automatisch die Assoziation „Asylsuchende“.

    • Vor ein paar Jahren ertrank in NRW ein Jugendlicher an einem Wehr
      Der Jugendliche hatte einen Migrationshintergrund Der Feuerwehr wurde unterlassene Hilfeleistung vorgeworfen. Da der Sog an dem Wehr so stark war konnte die Feuerwehr nichts machen und mußte auf Taucher warten.
      Medien und Politiker forderten eine Untersuchung die Eltern des Jungen nahmen sich einen Anwalt.Ein Gutachter bestätigte die Version der
      Feuerwehr.Das der Junge einen Migrationshintergrund hatte stellte sich
      erst später raus.

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