Jana Schneider (22), Vorsitzende der AfD-Jugend in dem wichtigen Parteiverband Thüringen und Vorstandsmitglied des Bundesvorstands der „Jungen Alternative“, äußert sich nun für philosophia-perennis.com zu dem Fall Nersheimer.

Wie gestern schon Alice Weidl vom Bundesvorstand der AfD in der FAZ fordert auch sie ein Parteiausschlussverfahren gegen Nerstheimer und seine Nichtaufnahme in die Berliner AfD-Fraktion (David Berger).

Hier ihr Statement:

jana-schneider-c-facebook„Ich erwarte von jedem Amts- und Mandatsträger meiner Partei, dass sie sich angemessen und im Bewusstsein ihrer Verantwortung vor Deutschland, den Werten der AfD und dem Ansehen unserer Mitglieder verhalten.

Fehler können passieren. Wegen kleiner Ausrutscher wird niemand ausgeschlossen.

Herr Nerstheimer hat sich bisher aber keineswegs einsichtig und reumütig gezeigt. Seine geschichtsrevisionistischen und verschwörungstheoretischen Einträge auf seinem Facebook-Profil sind erst wenige Tage alt, seine aggressiv-feindselige Haltung zu Homosexuellen hat er nicht relativiert, sondern sogar noch bestätigt.

Weiteres Fehlverhalten lässt an der parteipolitischen Eignung von Herrn Nerstheimer erhebliche Zweifel aufkommen. Unsere Mitglieder sehen sich mit einem hohen sozialen Druck, politischem Extremismus von links und einem massiven Reputationsverlust tagtäglich konfrontiert.

Es darf von unserer Parteiführung daher keinesfalls hingenommen werden, wenn das Ansehen aller und unsere Glaubwürdigkeit beim Wähler durch Einzelpersonen aus den eigenen Reihen stark beschädigt werden und das Engagement von Tausenden so konterkariert wird.

Neben Mut zur Wahrheit brauchen wir auch Mut zur Entschlossenheit. Ich fordere daher ein Parteiausschlussverfahren gegen Herrn Nerstheimer und seine Nichtaufnahme in die Berliner AfD-Fraktion.“

Foto: (1) AfD-Stand (c) CC Wikimedia (2) Jana Schneider – facebook

Update (22.09.2016, 10.45):

Nerstheimer ist offensichtlich einem Parteiausschlussverfahren zuvor gekommen. Die AfD meldet: Die AfD-Fraktion „besteht aus 24 Abgeordneten. Der Lichtenberger Abgeordnete Kay Nerstheimer hat am 20. September schriftlich seinen Verzicht auf die Zugehörigkeit zur Fraktion erklärt. Er wird dem Abgeordnetenhaus voraussichtlich als unabhängiger Abgeordneter angehören. „