Fall Noelia: „Euthanasie“ als neue Form der „Organspende“

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(David Berger) Der Fall der 25-jährigen Spanierin Noelia Castillo Ramos sorgt nach ihrer genehmigten Sterbehilfe weiterhin für massives Entsetzen weltweit. Neben Vorwürfen gegen Behörden und Krankenhaus rücken nun auch Berichte über eine mögliche Organentnahme unmittelbar im Zusammenhang mit ihrem Tod in den Fokus, begleitet von schweren Anschuldigungen über den Umgang mit der Betroffenen und ihrem Umfeld.

Gestern berichtete ich über den tragischen Fall der 25-jährigen Spanierin Noelia Castillo Ramos. Sie wurde 2022 Opfer einer Gruppenvergewaltigung durch Marokkaner in einer staatlichen Einrichtung und entwickelte danach schwere psychische Probleme. Nach einem Suizidversuch unter Drogeneinfluss war sie teilweise querschnittsgelähmt. Aufgrund ihres anhaltenden Leidens beantragte sie 2024 aktive Sterbehilfe nach spanischem Recht.

Trotz juristischer Gegenwehr ihrer Eltern und der Tatsache, dass Castillos psychischer Zustand so labil war, dass sie gar keine eigenständige Entscheidung über ihr Lebensende treffen konnte, entschieden spanische Gerichte sowie der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte, dass die Sterbehilfe durchgeführt werden darf. Gestern Abend um 18  Uhr war es dann soweit. Die Behörden hätten sie zunächst nicht geschützt und ermöglichten nun ihren Tod, die Täter dagegen wurden nicht zur Rechenschaft gezogen.

Point of no return: Organe bereits vergeben

Das Ganze bekommt noch eine dunklere Seite, wenn man bedenkt, dass nicht nur die Mutter, sondern auch prominente Persönlichkeiten durch Hilfsangebote versuchten, Noelia von diesem Schritt abzuhalten. Das Krankenhaus soll Noelia aber von all diesen Versuchen abgeschirmt haben. Auch dass Noelia in den letzten Tagen Zweifel an ihrem Todeswunsch geäußert haben soll, berichten einige Medien. Der Mutter hab man gesagt, es sei längst zu spät für solche Aktionen, da die brauchbaren Organe von Noelia längst „vergeben seien“.

In Spanien ist seit 2021 aktive Sterbehilfe erlaubt, und bei der Organspende gilt die Vermutungsregel: Wer nicht ausdrücklich widerspricht, gilt automatisch als Spender. Dabei geht es nicht nur um das Wohl der Betroffenen, sondern auch um andere Interessen – Geld spielt dabei eine große Rolle, denn Organe haben einen hohen Marktwert. Der Fall von Noelia zeigt, wie persönliches Leid in etwas wirtschaftlich Verwertbares verwandelt wird. Gerade junge Menschen, die nach schweren Traumata den Tod als Erlösung wählen, werden innerhalb dieses Systems gleichzeitig zu einer Ressource.

Unser Tweet des Tages von dem bekannten niederländischen Ethiker, katholischen Aktivisten und Buchautor Johannes M. Koenraadt:

Ausgehend von dem im Netz kursierenden Bildern von der angeblich friedlich entschlafenen Noelia bemerkt Koenraadt:

„Das Problem mit diesen Bildern ist, dass sie noch lebte. Augenblicke nach der Aufnahme dieses obszönen Fotos wurde die 25-jährige Noelia in einen Operationssaal gebracht, wo ihr noch schlagendes Herz, ihre Leber, Nieren, Lunge und alle anderen brauchbaren Organe entnommen wurden. Ihr Wiederverkaufswert lag bei über 2 Millionen Euro.

Noelia starb nicht an Sterbehilfe. Sie starb, nachdem ihr bei lebendigem Leib Organe entnommen wurden.

Dies ist das Zeichen, den Linksextremismus endgültig zu besiegen und vollständig auszurotten. Der Linksextremismus ist ein globales Verbrechersyndikat, das die Massen in den Abgrund reißt, damit reiche, alte Feministinnen Herztransplantationen von jungen Frauen erhalten können. Wir befinden uns im Krieg mit dem finstersten Übel, das die Menschheit je gesehen hat. Wir befinden uns im Krieg mit dem Teufel persönlich.“

Quelle: https://twitter.com/johannesmkx/status/2037401660671033625 

Wenn der Mensch zum Material wird

Noch deutlicher als ich gestern diese Zeilen schrieb, zeigt sich heute, welch diabolische Folgen das Menschenbild des materialistischen Sozialismus hat:

Der Fall Noelia ist kein tragischer Einzelfall, sondern Symptom einer „Kultur des Todes“ und eines Post-Humanismus, für den über Würde und Lebensrecht des einzelnen Menschen allein dessen Nützlichkeit für das System entscheidet, der die Schwächsten als entbehrlich betrachtet. Täter laufen frei, politische Entscheidungsträger, Medien und Institutionen jedoch, die ihre Schutzpflicht sträflich vernachlässigten, lassen das Opfer sterben. Ihr Leid ist ein Spiegelbild einer Gesellschaft, die ihre Verantwortung „vor Gott und den Menschen“ komplett verraten hat.

Das letzte Wort dazu soll Nayib Bukele, der Präsident El Salvadors haben, der zu diesem Fall schreibt: „Die Welt muss sich dringend von diesen Organisationen befreien, die nichts anderes sind als Anwaltskanzleien von Kriminellen, die lieber ihre Opfer töten würden, als sie zu schützen.“


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