Montag, 26. Januar 2026

Staatlich finanzierter Klassenkampf gegen „Rechts“?

Das Familienministerium finanziert eine Broschüre zur vorgeblichen Information Jugendlicher mit dem kuriosen Namen „Stark gegen Rechts“. Kurios ist dabei nicht nur das merkwürdige Feindbild (alles was rechts ist) …

Broschüre für Jugendliche: Stark gegen Rechts

Bereits das Cover der Broschüre ist Realsatire pur. Was dann auch nicht weiter verwundert, wenn man schaut, wer da dahinter steckt: das „Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit“. Was genau das sein soll, und welche konkreten Qualifikationen (außer Selbsternennung) hinter diesem Projekt stehen, ist nicht zu ergründen. Aufgeführt wird es u. a. im Lobbyregister der Bundesregierung, ist also keine Bildungs- oder Forschungseinrichtung, und bei der Bundeszentrale für politische Bildung als staatlich gefördertes Projekt. Dass Lobbys staatlich bzw. halt von einer Regierung gefördert werden, war für mich ein Novum.

Wenn Ideologie die Bildung unterwandert

Wenn man bedenkt, dass auch eine Luisa Neubauer sich berufen fühlt, Jugendliche zu „informieren“ und kürzlich aus der Antarktis ca. 1200 Klassenzimmer per Liveschalte  heimsuchte (Das globale Klassenzimmer), vermag einen nichts mehr zu wundern. Hier nur zum Spaß ein von mir satirisch aufbereitetes Short von ihr:

 

Auch Habeck sollte ja an der Eliteuni Berkeley „wirtschaftswissenschaftliche“ Vorträge halten (ein Thema, von dem er nun nachweislich nicht die geringste Ahnung hat) und ist ferner mit diversen „Forschungsprojekten“ in Dänemark im Gespräch. Es ist offenbar das Prinzip einer Idiokratie, zu jeder Tätigkeit die denkbar Unqualifiziertesten zu präferieren.

Auch die Amadeu Antonio Stiftung leistet solche „Bildungsbeiträge“

Besonderes Aufsehen erregte diese linksextremistische Stiftung mit Stasihintergrund, als sie 2018 eine ebenfalls staatlich geförderte Broschüre für Kindergärtner*innen herausbrachte, in der diese dazu aufgefordert wurden, die Eltern zu bespitzeln und „völkisches Verhalten“ zu melden. Hier ein Auszug:

Aufforderung zur Bespitzelung verdächtiger Eltern
(c) Amadeu Antonio Stiftung

Zusammengefasst: Trägt das Mädchen Kleider und Zöpfe, ist der Junge sportlich, sind beide diszipliniert und folgsam, dann sind die Eltern sehr wahrscheinlich „völkisch“ und sollten weiter beobachtet werden. Wohl dem, der ein Kind hat, das als 5-Jähriges sein Geschlecht wechseln will, neurotisch und ungehorsam ist und Übergewicht hat.

Die „völkischen Zöpfe“ inspirierten mich seinerzeit zu folgendem satirischen Meme, mit dem ich mir 30 Tage Sperre auf Facebook einhandelte:

Was in Deutschland völkisch ist, ist überall woanders völlig normal
Collage: Pommes Leibowitz

Mein damaliger Blogbeitrag: Hexenjagd auf Zöpfe

Zurück zum Thema „Rechts“

Lassen wir mal das Thema vorgeblicher Bildung durch staatlich geförderte Agitations-NGOS beiseite, ebenso die gezielte Indoktrination Jugendlicher, denen so eine freie Meinungsbildung verwehrt wird, und widmen uns dem Wort „Rechts“.

Eigentlich ein positiv belegter Begriff, von dem Recht, Recht haben und richtig abgeleitet sind, während links häufig als Schimpfwort diente, nicht nur politisch. Seit Jahren arbeitet man jetzt gezielt daran, eine Umkehr dieser Wertungen zu etablieren, inspiriert von Orwells „Neusprech“. Ganz bewusst wird deshalb von „rechtem Gedankengut“, „Gefahr von rechts“, „rechten Einflüssen“ gesprochen, und nicht etwa von Rechtsextremismus oder Faschismus.

Jahrelang haben CDU und FDP nicht begriffen, dass auch SIE damit gemeint bzw. davon betroffen sind. Medialer Einfluss und politische Meinungsbildung durch die Parteien sind ihnen vollständig entglitten, die linken Parteien und Medien haben sie matt gesetzt.

Inzwischen haben CDU und FDP offenkundig kapituliert, wollen jetzt Mitte sein, wie ja lustiger Weise auch die im freien Fall nach Links befindliche SPD den Anspruch erhebt, irgendwie die Mitte zu sein.

Wenn aber alle Mitte sein wollen, alle Parteifarben in der Mitte vermischt werden, so kommt naturgemäß braun heraus und jeglicher Diskurs, jede Kritik, jedes Hinterfragen (die eigentliche Aufgabe des Parlaments) bleiben auf der Strecke. Die selbsternannte „Mitte“ duldet keine Einmischung. Wer nicht Mitte ist, ist Extremist.

Die CDU schaufelt ihr eigenes Grab

Das Unglaublichste an der ganzen Geschichte ist dabei: Das Familienministerium ist Karin Prien und damit der CDU unterstellt. Und es finanziert mit 300.000 Euro eine Broschüre, die Jugendliche zum Feind gegen alles, was rechter ist als links, gehirnwaschen soll. Schon länger frage ich mich, wie sich eine Karin Prien in die CDU verirren konnte, aber ist sie – nur wegen verschrobener Ansichten – zum Maulwurf geworden?

Tatsache ist in jedem Fall, dass die CDU einen Linksruck Richtung SPD nicht überleben wird. Warum sollten die Leute eine schlechte Kopie wählen, wenn sie das Original, also Rot, Grün oder Rosa haben können. Wenn die CDU überleben will, muss sie klare Kante bekennen, und endlich diesen Sumpf aus staatlich finanzierten linken Propaganda-NGOs trocken legen. Was ja ursprünglich auch geplant war und vor der Wahl versprochen wurde.

Apropos „völkisch“

Ich bin immer wieder erstaunt, wie zweigleisig unreflektiert linke Ideologen denken und argumentieren können. Jede hergelaufene Ethnie hat ein Recht auf kulturelle, mit anderen Worten völkische Identität, der teilweise sogar zugestanden wird, bestehendes hiesiges Recht auszuhebeln. Trägt eine Muslima Kopftuch oder gar Burka, ist das toll und Teil ihrer Identität. Hat aber ein blondes Mädel Zöpfe, so ist das „völkisch“ und muss beobachtet werden.

Übrigens tragen auch ukrainische Frauen aufwändige Zopffrisuren, und dort ist es ganz normal „Heil Ukraine“ zu rufen und dabei die Nationalflagge zu schwenken. Macht das Entsprechende in Deutschland, und ihr ruft den Staatsschutz auf den Plan. Ruft ihr in der Ukraine „alles für die Ukraine“, seid ihr Helden. Ruft ihr das Entsprechende in Deutschland, wird euch das passive Wahlrecht aberkannt …

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Pommes Leibowitz
Pommes Leibowitzhttps://pommes-leibowitz.com
Studium der Wirtschaftswissenschaften, danach als Analyst im Marketing eines globalen Konzerns tätig gewesen. Inzwischen selbständig. Zeitweise bei den Piraten und als Internet-Aktivist unterwegs, dabei diverse Kampagnen entwickelt. - Er sieht sich heute als Kolumnisten in Wort und Bild (Photoshop), der sich eher Fragen des Zeitgeistes als konkreten, aktuellen Ereignissen widmet.

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