Samstag, 20. Juli 2024

17. Juni 1953: Feinde der Freiheit regieren wieder in Deutschland

(David Berger) In der Debatte zum Gedenken an den Volksaufstand vom 17. Juni 1953 aus dem Deutschen Bundestag hatte ein Mann den Mut, das historische Gedenken sinnvoll in die Gegenwart zu rücken: Kay-Uwe Ziegler.

Die Opfer zu ehren, „welche für die Freiheit ihr Leben gaben, ist unser aller Pflicht! Nur scheinen in heutiger Zeit die Vertreter des „freisten Deutschlands aller Zeiten“ dies nicht mehr zu beherzigen, wenn man an die letzten drei Jahre zurückdenkt.“ – so der Bundestagsabgeordnete Kay-Uwe Ziegler bereits vor zwei Tagen zum heutigen 17. Juni.

„Sie bekämpfen die Freiheit“

Hier seine Intervention aus der Debatte zum Gedenken an den Volksaufstand vom 17. Juni 1953 aus dem Deutschen Bundestag, noch einmal ungeschnitten und in voller Länge. Ziegler dazu: „Und nach wie vor stehe ich zu meiner Aussage: „Sie Bekämpfen Die Freiheit“!

Und noch eine kleine Anmerkung an die Kritiker Zieglers: Der Auftstand von 1953 wurde von den sozialistischen Feinden der Freiheit als „faschistische Provokation“ verunglimpft … Man sieht sehr deutlich: Nihil novi sub sole…

Bärbel Bohley: „All das wird wiederkommen“

Diese Worte hätten auch von der bekanntesten Bürgerrechtlerin der DDR, der viel zu früh (2010) verstorbenen Bärbel Bohley, kommen können. In einem ihrer Warnrufe an Freunde wie den Schriftsteller Chaim Noll, prophezeite sie das Wiederkommen des ständigen Denunzierens im wieder vereinten Deutschland im Rahmen eines verfeinerten und umso diabolischeren Revivals der Stasi-Methoden:

„Das ständige Denunzieren wird wiederkommen.

Das ständige Lügen wird wiederkommen.

Alle diese Untersuchungen, die gründliche Erforschung der Stasi-Strukturen, der Methoden, mit denen sie gearbeitet haben und immer noch arbeiten, all das wird in die falschen Hände geraten. Man wird diese Strukturen genauestens untersuchen – um sie dann zu übernehmen.

Man wird sie in der Bundesrepublik ein wenig adaptieren, damit sie zu einer freien westlichen Gesellschaft passen. Man wird die Störer auch nicht unbedingt verhaften. Es gibt feinere Möglichkeiten, jemanden unschädlich zu machen. Aber die geheimen Verbote, das Beobachten, der Argwohn, die Angst, das Isolieren und Ausgrenzen, das Brandmarken und Mundtotmachen derer, die sich nicht anpassen – das wird wiederkommen, glaubt mir.

Man wird Einrichtungen schaffen, die viel effektiver arbeiten, viel feiner als die Stasi. Auch das ständige Lügen wird wiederkommen, die Desinformation, der Nebel, in dem alles seine Kontur verliert.”

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David Berger
David Bergerhttps://philosophia-perennis.com/
David Berger (Jg. 1968) war nach Promotion (Dr. phil.) und Habilitation (Dr. theol.) viele Jahre Professor im Vatikan. 2010 Outing: Es erscheint das zum Besteller werdende Buch "Der heilige Schein". Anschließend zwei Jahre Chefredakteur eines Gay-Magazins, Rauswurf wegen zu offener Islamkritik. Seit 2016 Blogger (philosophia-perennis) und freier Journalist (u.a. für die Die Zeit, Junge Freiheit, The European).

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