Philosophia perennis

prudentes sicut serpentes, et simplices sicut columbæ

Die Idee einer philosophia perennis bekennt sich zu der Vorstellung, dass sich bestimmte philosophische Einsichten über Zeiten und Kulturen hinweg erhalten, dass sie „perennieren“.

Die Internetenzyklopädie Wikpedia schreibt dazu: „Dazu sollen Aussagen (etwa in Form von Prinzipien) zählen, die ewige, unveränderliche und universal gültige Wahrheiten über die Wirklichkeit, speziell den Menschen, die Natur und den Geist ausdrücken. Vertreter der Philosophia perennis halten solche Aussagen prinzipiell für möglich und versuchen teilweise selbst, diese zeitgemäß zu formulieren. Unterschiede zwischen verschiedenen Richtungen gibt es in der Ansicht, auf welchem Weg man diese Wahrheiten erhalten kann.“

Der Verfasser dieses Blogs ist mit der philosophia perennis groß geworden. Zu dem Themenkreis – mit Schwerpunkt auf dem Thomismus – hat er zwischen 1996 und 2010 über tausend Bücher, Zeitungs- und Magazin- sowie Lexikonartikel publiziert.

Die philosophia perennis hat sein Denken – über tagesaktuelle Fragen und (kirchen-)politische Neuorientierungen hinaus geprägt. Sie zieht sich wie ein roter Faden durch sein publizistisches Wirken. Aufgrund der neueren Entwicklung, die gerne mit dem Chaos der Völkerwanderung verglichen wird, hat dieses grundlegende Leitmotiv für ihn eine ganz neue Relevanz bekommen.

Seine Devise: „In der heutigen Zeit des alles verschlingenden Kulturrelativismus, wo alles brüchig ist und menschenverachtende Barbaren zunehmend die Macht an sich reißen, bekommt die Besinnung auf das Bleibende, auf von Konventionen, Konfessionen, Religionen und Kulturen unabhängige Werte, die in einer ebenso unabhängigen Metaphysik wurzeln, eine ganz neue Relevanz.“

Aus dem Hörsaal und den Büchereien hinausgetragen, soll sie auch im Zusammenhang mit den drängenden Fragen der Zeit fruchtbar gemacht werden. Damit wird versucht, eine Forderung des bekannten Würzburger Philosophen Hans Meyer einzuholen, nach der die philosophia perennis durch ein organisches Wachstum in einem gesellschaftlichen und intellektuellen Diskurs fruchtbar gemacht werden soll.

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