(Michael van Laack) Geahnt haben wir es ja schon lange. Bayern ist anders. Bayern gehört nicht so wirklich zu Deutschland, ist aber dennoch sein Filetstück. Und eine weitere Vermutung hat Markus Söder heute bestätigt: Augsburg gehört nicht zu Bayern. Denn Augsburg gehört zu Schwaben. Und die Schwaben waren schon immer ein seltsames Völkchen. Evangelisch, geizig und irgendwie preußisch!

Der bayerische Löwe neben Schwarz-Rot-Gold?

Ich muss mir nachher mal die Siegerehrung anschauen. Hoffentlich hat man in Tokio neben Schwarz-Rot-Gold auch noch den bayerischen Löwen aufgezogen und „Gott mit dir, du Land der Bayern, deutsche Erde, Vaterland! Über deinen weiten Gauen ruhe Seine Segenshand! Er behüte deine Fluren, schirme deiner Städte Bau – Und erhalte dir die Farben Seines Himmels, weiß und blau!“ angestimmt. Zumindest Jessica von Bredow-Werndl! Die anderen werden zweifellos mit Inbrunst „Deutschland, Deutschland üb…“. Nein Sorry, selbstverständlich „Eingkeit – kein Recht auf Freiheit“ intoniert haben.

Der König kennt nicht einmal alle Provinzen seines Reichs

In Schwaben regiert König Markus offensichtlich nicht. Denn wenn man es genau nimmt, hat die erste Goldmedaille für Bayern wenige Stunden zuvor die Slalomkanutin Ricarda Funk aus Augsburg gewonnen. Das hat Söder offensichtlich verpasst. Vermutlich war er zu diesem Zeitpunkt im Gespräch mit seinem Koalitionskumpel Hubert Aiwanger, um ihn zu überreden, der Impfpflicht für bestimme Berufsgruppen zuzustimmen. Nachdem das misslungen war, erst mal ein paar Fläschchen Riegele Herrenpils, angeblich eines von Söders Lieblingsbieren. Das wird übrigens in Augsburg gebraut. Tja…

***

Sie lesen gern die Debattenbeiträge und Analysen fernab des Mainstreams, die Ihnen Michael van Laack auf PP bietet? 

Dann können Sie das Engagement hier unterstützen:

Paypal

Vorheriger ArtikelUnterstützt die deutsche Polizei Deutschlands Weg in die Diktatur?
Nächster Artikel18-Jährige brutal vergewaltigt – Täter wieder auf freiem Fuß
Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.