(Michael van Laack) In Deutschland ist Werbung für Abtreibung verboten. Zumindest Ärzten. Die „Grüne Jugend“, die sich wie die „Jungen Liberalen“ nicht nur am Inzestverbot sondern auch daran stört, dass Abtreibungen nicht bis zum Tag vor dem errechneten Geburtstermin erlaubt sind, hat in Hamburg in den vergangenen Tagen eine Kampagne gestartet, die sie als Unterlaufen des Werbeverbots verstanden wissen oder zumindest so darstellen möchte.

Dringend benötigte Informationen für Frauen stelle man auf diesen Plakaten zur Verfügung. Und ich dachte immer, die selbstbewusste Frau weiß, dass es Telefon und Internet gibt und sie mit Hilfe dieser technischen Errungenschaften auch Ärzte oder Beratungsstellen erreichen kann.

Zahl der Abtreibungen in Deutschland für junge Ökofaschisten zu niedrig!

Nach Ansicht der „Grünen Jugend“ Hamburg ist das offensichtlich nicht so. Frauen, die ungewollt – aber in den meisten Fällen wohl „aktiv“ schwanger geworden sind, bleiben im Dunkel der Informationslosigkeit gefangen. Viele wissen vermutlich gar nicht, dass sie legal abtreiben können. Das wird bzw. ist wohl nur knapp über 100.000 Frauen jährlich bekannt. Denn in diesem Bereich liegt die statistische Zahl der vergangenen Jahren.

Diese „niedrige“ Abtreibungszahl spricht vermutlich nach Ansicht jenes Jugendverbandes, den der Verfassungsschutz irgendwie übersehen haben muss (sonst stünde er gewiss längst unter Beobachtung) für mangelnde Informationsmöglichkeiten. Gewiss wären sonst viele Millionen wackere „My Choice“-Patriotinnen (Meinen Bauch verteidige ich bis zum letzten Atemzug gegen in ihn eindringende fremde Lebewesen) erweckt worden, die sich des lästigen die Karriere knickende und in soziales Elend führenden von toxischer Männlichkeit in sie Hineingespritztem entledigen wollen würden.

Badetuch und Socken – Aber ein wichtiger Tipp wurde vergessen!

Anders lassen sich solche Plakatwände nicht erklären. Und so ist das Ganze tatsächlich wohl mehr eine Werbung für Abtreibung als Aufklärung über Möglichkeiten und rechtliche Fragen. Denn die gibt es – nicht nur in Hamburg – auf Internetseiten und in bunten Hochglanzbroschüren in fast allen Sprachen, die in Deutschland mittlerweile gesprochen werden.

Obwohl… Mit ein paar hilfreichen Tipps wartet die „Grüne Jugend“ dann doch noch auf, die ich hoffentlich hier im Sinne der jungen Baerbock-Jünger interpretiere: Bringt zum Töten des Lebens in euch warme Socken mit, sonst werden euch am Ende noch vor Beginn des Eingriffs die Füße kalt. Und dazu noch ein Badetuch. Zum einen, damit ihr weich liegt – zum anderen, damit ihr gleich nach dem Eingriff eine gemischte Sauna besuchen und erneut toxische Männlichkeit genießen könnt. Oder geht das nicht? Sofort nach der Abtreibung wieder Geschlechtsverkehr? Nein? Also darauf – liebe „Grüne Jugend“ – hättet Ihr m. A. auf Euren Plakaten unbedingt hinweisen müssen. Solch wichtige Infos darf man Hedonisten auf keinen Fall verschweigen.

Liebe Leser: Manches kann ich nur noch sarkastisch beschreiben. Ihr mögt mir das nachsehen… oder auch nicht!

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.