(Michael van Laack) In der der DDR gab es nur sehr selten Pressekonferenzen mit internationalem Publikum. Und ebenso selten Fragen, die sich nicht hinweglächeln ließen oder einfach nicht beantwortet wurden. Hin und wieder machten sich aber auch DDR-Minister und Sprecher über West-Journalisten lustig. Diese gute alte Tradition hat Angela Merkel heute in ihrer vermutlich letzten Bundespressekonferenz wieder aufleben lassen.

Ganz schlechter Stil oder mutige Großtat?

Linkstwitter zumindest kann sich vor Freude über Merkels Frage an Reitschuster: „Gibt es außer Rissen bei Ihnen überhaupt noch irgendwas Zusammenhängendes?“ kaum mehr auf den Beinen halten. Verständlich, denn „ihre“ Kanzlerin folgt endlich auch mal öffentlich dem eigenen Gebaren im Netz: Spott und Verächtlichmachung des politischen Gegners ist der grünen und roten Antifa Lebenselixier.

Eigentlich wäre eine persönliche Entschuldigung fällig

Aber wir leben mittlerweile in einem Deutschland, indem die Bundeskanzlerin nach Belieben jeden öffentlich lächerlich machen und verächtlich machen darf, wie sie mag. Sie darf dazu aufrufen Wahlen rückgängig zu machen, sie darf Lügen über Hetzjagden in Chemnitz verbreiten.

Warum sollte sie nicht auch einen ihr und ihrer Regierung lästigen Journalisten zum medialen Abschuss frei geben dürfen. Das macht schließlich den Unterschied aus zwischen dem dunklen demokratiearmen Deutschland vor Merkel und „dem besten Deutschland aller Zeiten“ mit Merkel.

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.