(Michael van Laack) Wo man auch hinschaut, kommen jetzt die Profiteure der Katastrophe in NRW und Rheinland-Pfalz aus ihren Löchern. Dass grünlackierte Sozialisten die Gunst der Stunde nutzen und die Klimawandelpanik schüren würden, hatten wir so erwartet. Doch nun ist die Zeit gekommen, neue Coron-Ängste zu schüren.

Und so hat der ÖRR, dessen Aufgabe seit über einem Jahr ist, im Verein mit den Regierungen das Angstlevel vor Corona ungeachtet der jeweiligen Entwicklung gleichmäßig hochzuhalten, eine neue Bedrohung im Windschatten des Starkregenereignisses ausgemacht.

So lesen wir aus Rheinland-Pfalz: „An Orten, an denen viele Menschen auf engstem Raum zusammenkommen, will das Land Helferinnen und Helfer dafür sensibilisieren, trotz des Ausnahmezustands Corona-Maßnahmen einzuhalten.“

Haltet Abstand, wenn ihr Menschen in Not helft

Tausende haben alles verloren: ihre Häuser, Autos, manche ihre berufliche Existenz und viele von jetzt auf gleich mehrere Familienangehörige oder doch zumindest jede materielle Erinnerung an ihr bisheriges Leben. Sie sind froh, einen Schlafplatz, Kleidung und Essen zu erhalten. Doch das Einzige,  woran viele Politiker und Medienschaffende aktuell denken,  ist: Oh Gott, hoffentlich halten sich alle an die AHA-Regeln!

Panik schon wieder geschürt. Schaut, die Inzidenz steigt seit zehn Tagen schon wieder kontinuierlich an. Und jetzt auch noch die Schlammparty der Event-Bevölkerung in der Eifel und der Pfalz. Da müssen sofort Maßnahmen ergriffen werden, damit wir ab September wieder kommunizieren können: Die vierte Welle kommt. Und Schuld daran haben die Impfverweigerer und nicht aufrechte und anständige Bürger beschuldigen müssen.

Notunterkünfte als Hort für Superspreader?

Als sich vor einigen Monaten Hinweise darauf mehrten, dass in Asylunterkünften besonders hohe Inzidenzzahlen festgestellt wurden und einige entsprechende Gegenmaßnahmen forderten, wurde das selbstverständlich unter der Rubrik Rassismus verbucht. Nun aber sind es größtenteils verdächtige Biodeutsche aus dem deutschen Hinterland, wo viele Flüchtlinge und Asylbewerber selbst dann nicht wohnen wollen würden, wenn sie doppelte Sozialleistungen bekommen.

Noch dazu Menschen in einer wirklichen Notsituation, denen eine Katastrophe alles genommen hat und deshalb vor Ort und nicht im Land ihrer Wahl Hilfe benötigen. Da muss man selbstverständlich auf die Einhaltung der Coronaregeln bestehen.

Impffortschritt in Gefahr

In vielen Regionen seien die Hausarztpraxen zerstört und die Krankenhausinfrastruktur vernichtet. Ebenso seien mehrere Impf- und Testzentren unbenutzbar. Das sei die größte Sorge – – so beide Landesregierungen – die man im Augenblick hätte. Nicht die Not der Menschen steht primär im Focus, sondern die Verbreitung von Corona.

Erfreulicherweise seien bereits fast 70 Prozent des Hilfspersonals geimpft. In einer Impfkampagne soll diese Zahl schnell nach oben gebracht werden. Auch vor den Notunterkünften müssten nun rasch Test- und Impfmöglichkeiten geschaffen werden. Und noch ein weiteres Problem ergäbe sich. Viele hätten auch ihre Impfausweise in den Fluten verloren. So könnte jetzt jeder Ungeimpfte behaupten, er sei geimpft und Geimpfte nicht nachweisen, dass sie es sind. Man arbeitet an einer Lösung dieses Problems.

Bund und Land – unsere Seuchenschutz-Ritter

Und Du heißt es immer, der Staat interessiere sich nicht für das Wohlergehen seiner Bürger. Das mag in vielen anderen Bereichen wohl so sein. Aber niemand ist so besorgt wie Vater Staat, dass wir alle mit Biontech und anderen Präparaten versorgt werden. Notfalls auch überversorgt, wenn neben unseren Impfausweisen auch die Unterlagen des Hausarztes verloren gegangen sind.

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.