(Michael van Laack) Wir wissen nicht, worüber CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet und seine Entourage gelacht haben, als Bundespräsident Steinmeier heute die üblichen warmen Worte sprach, die vom obersten deutschen Grüßaugust in solchen Stunden erwartet werden. Vielleicht fand er die Rede des Bundespräsidenten lustig?

Möglicherweise haben sich die CDU-Leute auch gegenseitig Ostfriesenwitze erzählt, die irgendwie mit dem Thema Flut zusammenhängen. Oder irgendwelche FFF-Demonstranten habe herumgezappelt, während Steinmeier seine Rede hielt.

Auch wenn bei Politikern viel emotionaler Druck auf dem Kessel ist: Von einem Profi darf man erwarten, dass er solche Bilder vermeiden und sich in bestimmten Situationen beherrschen kann. Man stelle sich vor, dass wären AFD-Politiker. Dann hätte auf Twitter unter dem Hashtag #Meuthenlacht oder #Chrupallalacht die Hütte noch ganz anders gebrannt, als aktuell unter dem Hastag #Laschetlacht.

Kameras aus, Empathie-Masken ab!

Was auch immer ihn veranlasst haben sollte: Es i war despektierlich. Und vielleicht zieht Laschet aus diesem Vorgang ja auch die Lehre, in Zukunft besser darauf zu achten, wann eine Kamera auf ihn gerichtet ist und wann er sich so benehmen kann wie Politiker es im Privaten immer tun, wenn sie ihre Masken fallen lassen und ihren Parteikollegen erzählen können:

„Heute war ich im Katastrophengebiet. Meine Berater meinten, ich hätte traurig genug geguckt, sodass mir die Leute abkaufen werden, ihr Schicksal gehe mir zu Herzen und die Bürger seien mir wichtig“ Und Nein! Das ist kein CDU-Bashing. Denn wir wissen nicht, ob Steinmeier vielleicht wenige Minuten nach seiner Rede einen Lach- oder Weinflash bekommen hat.

Zehn Minuten später wird von Steinmeier zurückgelacht…

…allerdings nur äußerst zaghaftund verschämt, wie es sich für einen empathischen Bundespräsidenten gehört:

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.