(Michael van Laack) In unserem gestrigen Morgenartikel zur Starkregenkatastrophe in NRW und Rheinland-Pfalz – als das ganze Ausmaß noch nicht ersichtlich war – äußerten wir bereits die Befürchtung, dass es zu einer Instrumentalisierung der Opfer kommen würde. Heute hat Luisa Neubauer – die Führerin der Klimabewegung FFF in Deutschland – unsere Befürchtungen vollauf bestätigt.

In einem für das fremdsprachige Ausland entworfenen Tweet schreibt sie über einem apokalyptisch anmutenden Bild:

Angst schüren – Untergangsszenarien kreieren

„Bei uns in Deutschland sind Dutzende bei Überschwemmungen ums Leben gekommen, Hunderte werden vermisst, Tausende haben ihre Häuser verloren. Es ist verheerend. Dies ist die Klimakrise, die sich [in ihrer Wirkung] nun einem der reichsten Teil der Welt offenbart, der lange Zeit dachte, er wäre sicher. Kein Ort ist mehr sicher.“

Fürchtet Ihr euch? Ihr fürchtet Euch noch nicht genug. Das ist Luisa Neubauers Botschaft. Der Subtext lautet: Ihr wisst, welche Partei Deutschland und die Welt retten kann. Diese wählt!

Auffällig bei diesem Tweet ist auch die Distanz zu den Opfern, die dadurch zum Ausdruck gebracht wird, dass Neubauer nur von Dutzenden, Hunderten und Tausenden spricht. Nicht aber benennt, das hinter diesen Zahlen Menschen stehen, ihre Schicksale und die ihrer Angehörigen. „Human beings“ oder zumindest „people“? Fehlanzeige in diesem Text. Kalte Instrumentalisierung!

Der neue Sozialismus geriert sich als Retter des Klimas

Bereits Ende Mai 2019 hatte ich in meinem Artikel „Klimawandel – Schlüsselbegriff des neuen Faschismus“ auf die Strategie und die wahrscheinliche Entwicklung hingewiesen, die wir in diesen Tagen vermehrt sehen. „Unravelling“ schreibt Luisa Neubauer, was in der primären Bedeutung „entwirren“ oder „enträtseln“ heißt, ich allerdings zum besseren Verständnis in diesem Kontext mit „offenbaren“ übertragen habe. Und in der Tat: In diesen Tagen offenbart sich vieles. Vor allen, dass die „System-Changer“ verstanden haben: Den Sozialismus können wir nicht einfach nur als alte Idee in neuen Kleidern in die Gesellschaft wiedereinführen.

Wir brauchen einen Aufhänger, einen Schlüsselbegriff, ein Schlüsselthema. In anderen dunklen Zeiten waren das „Reparationszahlung“ und „Arbeitslosigkeit“. Der Feind im Inneren wie im Äußeren. So auch jetzt. „Klimawandel“. Das Wetter als Feind, als Bedrohung von außen, unterstützt von Feinden im inneren, die durch ihr falsches Konsumverhalten und ihr fehlerhaftes Denken diesem Feind in die Hände spielen. Große Zeiten…

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.