(Michael van Laack) Kaum ging in der Nacht die Meldung über den Ticker, dass im Dorf Schuld bei Adenau in der Eifel (Landkreis Ahrweiler) zahlreiche Häuser nach Überflutungen durch Starkregen eingestürzt sind, lief in den sozialen Netzwerken die Hysterisierung an. Die Grünen wittern die Chance, in den Umfragen wieder einige Prozentpunkte zu wachsen und werden im Tagesverlauf eine unsägliche Kampagne beginnen.

Überflutungs- und Überschwemmungskatastrophen hatten wir in Deutschland in den letzten Jahrzehnten und Jahrhunderten immer wieder mal. Ob das Oder-Winterhochwasser 1981/82, die Rheinhochwasser von 1993, 1995, und 1997, das Pfingsthochwasser an der Donau 1999, das Elbhochwasser 2002 (das Schröder die Bundestagswahl gewinnen ließ, weil er sich als Retter in der Not gerierte), um nur ein paar der jüngeren Ereignisse zu nennen.

Hitze: Klimawandel! Starkregen: Klimawandel! Kältester April: Klimawandel!

Im Gegensatz zu Österreich, Tschechien, Ungarn oder Polen hatte Deutschland bei Überschwemmungskatastrophen in den vergangenen sechs Jahrzehnten hinsichtlich der Opferzahlen stets Glück. Nun scheint es, dass nach dem Einsturz mehrerer Häuser eine große Zahl von Menschen ums Leben gekommen ist. Das ist wahrlich ein Grund zur Trauer, aber nicht für politische Instrumentalisierung:

Die Nachricht aus dem Katastrophengebiet ist noch frisch. Erste Klimaaktivisten nutzen allerdings bereits das Ereignis für Wahlkampfzwecke. Diese Bundestagswahl, so scheint es, wird nur gewinnen können, wem zweierlei gelingt: a) mehr Blut an den Händen der anderen kleben zu lassen, als an den eigenen nachweisbar werden zu lassen b) erfolgreicher Furcht und Angst in die Herzen der Bürger zu pflanzen. 2021 wird zu einem der traurigsten Jahre in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.