(Michael van Laack) Es ist nichts Neues, dass in Deutschland als fünfte Macht im Staat (neben Legislative, Exekutive, Judikative und dem ÖRR) die Sprachpolizei um Deutungshoheit bemüht ist. Viele geben ihren Forderungen nach, weil sie überzeugt davon sind, die Welt antirassistischer oder frauenfreundlicher zu machen, wenn sie manches nicht mehr aussprechen und schreiben bzw. mit Sonderzeichen ergänzen.

Doch was die Verkehrsbetriebe in München und Berlin gerade tun, kann man nur eine an Lächerlichkeit nicht mehr zu überbietende Unterwerfungsgeste bezeichnen.

Verkehrsbetriebe entfernen Plakate mit dem Begriff „Schwarzfahren“

Wir wissen, dass Schwarzfahren von der Wortherkunft überhaupt nichts mit einer Hautfarbe oder Rassismus zu tun hat, erklären die Berliner Verkehrsbetriebe stolz in einer Presseaussendung. Aber der Berliner Senat habe die „Diversity-Vorgabe“ gemacht, dass der Begriff „schwarz“ im öffentlichen Raum nicht im negativen Kontext gebraucht werden dürfe. Und somit sei es bereits ein Zeichen von Rassismus, wenn man sich der Senatsvorgabe widersetze. Eine unerbittliche Logik.

In München ist man noch nicht zu dieser Einsicht gelangt. Die Münchener Verkehrsbetriebe sind „zutiefst davon überzeugt, dass in einer Zeit, in der der Rechtsextremismus zur größten Bedrohung für unser Land geworden ist, Sprachzeichen gesetzt werden müssen“. Wer ab jetzt noch das Wort „Schwarzfahren“ oder „Schwarzfahrer“ benutzte, zeige damit seine Verachtung gegenüberallen in München lebenden POC.

Jeder kann sagen, was er will, aber…

Aber selbstverständlich – so möchte ich die Gedanken einiger Münchener Verantwortliche und Politiker ergänzen – leben wir im besten, weil freiesten Deutschland aller Zeiten. Jeder darf sagen, was er möchte. Er muss halt nur damit rechnen, auf diese Art und Weise als Rassist enttarnt und gesellschaftlich geächtet zu werden.

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.