(Michael van Laack) Schon seit einigen Tagen wundern wir uns, warum Robert Habeck sich in der Causa um die abgekupferten Buchzitate nicht öffentlich hinter Annalena Baerbock gestellt hat. Jetzt wird klar, dass ihm vwphöl bereits von Links zugerufen wurde: „Fertigmachen zum Jubeln, Robert!“

Klarer als ARD, ZDF, SPIEGEL und FAZ zusammen es jemals gewagt hätten, hat heute die linke Tageszeitung „taz“ Kritik an der Spitzenkandidatin geübt: Für die Kanzlerin der Herzen ist die Messe gelesen. Sie hat sämtliche Reputationen verspielt und kann die Partei nur noch mit Glück in eine schwarz-grüne Koalition retten. Oder aber den Staffelstab an Robert Habeck weiterreichen. Wenn er ihn denn nehmen wollen würde! Doch warum sollte der von der Völkerrechtlerin gedemütigte Bauer mit dem falschen Geschlecht die Übernahme verweigern?

Kommt die süße Rache des Schweinebauern?

Denn schlimmer, auch das stellt die „taz“ fest, kann es für die Grünen eigentlich nicht mehr kommen. Zudem hätte Habeck allen Grund, mit der Annahme der Spitzenkandidatur ein Revanchefoul zu begehen, dass ihm eher die grüne denn die rote Karte einbringen würde. Zwar ließe sich der Traum von der Kanzlerschaft nicht mehr verwirklichen, aber immerhin die eines großen kleinen Koalitionspartners für Laschets Union. Für die SPD wäre das freilich kein gutes Signal. Denn in den vergangenen Wochen ist mancher Wähler von den grünen zu ihr abgewandert.

Mit Spannung und viel Popcorn dürfen wir also in die kommende Woche schauen. Wie werden sich Parteivorstand und Bundestagsfraktion zu Baerbock stellen. Denn für viele geht es um vieles. Z. B. um den Verlust bereits sicher geglaubter Mandate. Und bei Geld hört bekanntlich auch bei den Ökosozialisten die Freundschaft auf.

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.