(Michael van Laack) Andreas Gassen, Chef der kassenärztlichen Bundesvereinigung hält nichts von der Panik, die z. B. Karl Lauterbach und Jens Spahn in den letzten Tagen rund um die sogenannte Delta-Variante des Corona-Virus veranstalten. So sei es überhaupt nicht notwendig, Urlaubsrückkehrer in Quarantäne zu schicken.

Man darf gespannt sein auf den Shitstorm, den die Jünger Coronas in den nächsten tagen in den sozialen Netzwerken gegen ihn entfachen. Denn Gassen stellt sich hier offen gegen die Strategie der Bundesregierung, den Paniklevel über den Sommer hin bis zur Bundestagswahl hochzuhalten, um die Aufrechterhaltung von Repressionen gegen die Bevölkerung rechtfertigen zu können.

Hysterische Debatte

„Es ist unverantwortlich, immer wieder mit Endzeitszenarien zu operieren“. Das macht zum Beispiel Karl Lauterbach sehr gern, der gestern ein Massensterben durch zu viele Zuschauer bei den Spielen der Fußball EM beschwor. Oder auch das RKI, das scheinbar auch dafür bezahlt wird, in regelmäßigen Abständen Horror-Modelle zu entwickeln, die uns im Herbst wieder dort sehen, wo wir kurz vor Ostern standen.

Viel Alarm um nicht, meint der KBV-Chef: „Delta ist ansteckender, aber nach heutigen Erkenntnissen wohl nicht wesentlich gefährlicher als die bisherigen Varianten.“ Ein Einwand, den nahezu alle Virologen außer den Experten der Bundesregierung in den vergangenen Wochen machten, der aber bei Jens Spahn und seiner Kanzlerin kein Gehör fand, weil er nicht zur Alarmismus-Strategie passt.

Zahl der schweren Verläufe steigt durch Delta nicht

Bei mehr als 50 % der Corona-Infizierten sei mittlerweile Delta nachgewiesen worden. Das führe aber nicht zu dramatischen Szenen, wie der Bundesgesundheitsminister sie in Aussicht stellt. Denn „…es gibt bisher keine fundierten Hinweise darauf, dass dadurch auch der Anteil der schweren Erkrankungen wieder steigt, zumal Geimpfte zuverlässig geschützt sind“. Und die Impfquote ist bekanntlich sehr hoch, worüber sich ja auch Spahn täglich freut.

Zudem, so Gassen, wüssten wir, dass die aktuell auf dem Markt befindlichen Impfstoffe nach der zweiten Impfung hervorragend gegen Delta schützen. Deshalb hält der KBV-Chef auch nichts von den Einreise- und Quarantäne-Regeln, die Portugal – das einstige Musterland bei der Corona-Bekämpfung – nun von deutscher Seite treffen:

Fazit: So scharfe Kritik – ohne handelnde Personen namentlich zu nennen – hat noch kein Vertreter einer Gesundheitsorganisation an den Plänen und Aussagen von Spahn, Wieler und Lauterbach geübt. Auf die Reaktion der so Gescholtenen und Strafaktionen gegen Gasser im Netz dürfen wir sehr gespannt sein. Popcorn steht bereit!

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.