(Michael van Laack) Sag‘s in Bildern, ist das Motto auf Instagram. Da will auch der gebührenfinanzierte Sender 3sat (ein Gemeinschaftsprojekt von ARD, ZDF, ORF und der SRG) nicht hintenanstehen und veröffentlich regelmäßig Kacheln mit politischen Inhalten. Schließlich ist 3sat ein Kultursender und Kultur bekanntlich bunt. Deshalb erläuterte der Sender gestern seinen Insta-Fans in Bildsprache, was er von der Debatte um den korangläubigen Mörder in Würzburg hält: Nichts!

Denn die Redaktion des Senders erwähnte den Terroranschlag mit keinem Wort, sondern lenkte des Fokus auf das einzig wirklich wichtige gesellschaftliche Thema: Die wahren Schuldigen an der ganzen Misere in Deutschland sind die „alten weißen Männer“.

Vermutlich war es auch dieser Rassismus, der den edlen schwarzen Kriegstraumatisierten von Tag zu Tag weiter in die Verzweiflung trieb. Weiße Frauen weigerten sich aus rassistischen gründen, ihm sexuell zu Diensten zu sein. Weiße Männer in den Ämtern verweigerten ihm einen Traumjob mit viel Geld bei wenig Arbeit. Und tausende weiße Rassisten beiderlei Geschlchts weigerten sich zudem, seine Sprache zu lernen, um mit ihm über Allah und den Propheten diskutieren zu können.

Ich will kein Rassist mehr sein

Danke für diese erzieherisch wertvolle Arbeit, liebes 3sat-Team. Ohne Euren Denkanstoß hätte ich den ganzen Tag darüber gebrütet, warum Politik und Medien in der Islamdebatte regelmäßig versagen. Jetzt aber weiß ich: Sie versagen überhaupt nicht. Es ist lediglich der durch den kleinen Riss in meinem weißen Herzen ausströmende und meinen Verstand vernebelnde Rassismus, der mich das glauben lässt.

Noch einmal mein aufrichtigster Dank an die Redaktion, dass sie mir die Möglichkeit gegeben hat, die Worte eines extrem wertvollen, weil doppelbunten (schwarz und homosexuell) Mitglieds der weltumspannenden Zivilgesellschaft quasi von seinen Lippen pflücken zu können. Ich werde noch heute Brandons Werk „Real Life“ kaufen. Denn ich möchte kein Rassist mehr sein. Ich möchte mich wie ihr täglich für meine Hautfarbe schämen und Gott um die Gnade bitten, mich zu einem Neorassisten zu machen, damit die Welt ein Stückchen besser wird und sich der böse Spalt in meinem Herzen für immer schließt.

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.