(Michael van Laack) Seit einigen Monaten wissen wir ja schon, dass der SUV das Lieblingsfahrzeug grüner Wähler ist. Dass sich aber auch ein Formel-1-Fahrer, der im jährlichen Rennzirkus aus beruflichen Gründen mehr CO2 für Fahrten und Transporte ausstösst als ein Dorf mit 3.000 Einwohnern, zur Partei der bedeutendsten Völkerrechtlerinnen aller Zeiten hingezogen fühlt, überrascht dann doch.

Sebastian Vettel hat sich geoutet. Nein, nicht so, wie Regenbogenland es sich wünscht. Er, der mit Luftverschmutzung einen dreistelligen Millionenbetrag „erarbeitet“ hat, bekennt sich offen zu den Grünen. Sie allein könnten die Welt retten, an deren Zerstörung er sich doll und duselig verdient hat. Für Annalena Baerbock muss das Balsam auf die geschundene Völkerrechtlerinnen-Seele sein. Ein Konvertierter aus dem Adel der Neureichen. Das wird Signalwirkung haben.

Wählen Millionen Formel 1-Fans im September die Grünen?

Durchaus möglich, denn viele Menschen sind dumm und faul genug, sich keine eigene Meinung zu bilden, sondern am Tun und Lassen ihrer Idole in Sport, Musik und TV zu orientieren. Jüngstes Beispiel dafür Manuel Neuer, den alle für seinen mutigen Kampf gegen Homophobie im Dress von „Katar Airways“ belobigten.

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.